Das Kalenderblatt stand diesmal für sehr obskure Geschichten aus früherer Zeit und aktuell vom heutigen 14. Dezember 2020 bereit.
Daher soll diesmal vorab der Herr Stadtpfarrer Döller zu Wort kommen:

Doch nun hat unser Stadtdichter Fred Eichleter das Wort – er schüttet in flotten Reimen Vergangenes und Gegenwärtiges zur Kupferschmiedgasse für uns aus:

Ein Zuckerbäcker erzählt:

Als ich ein Bub war ,war der Krautberg
für uns das wahre Paradies,
vor allen Dingen, weil man Kindern
noch meistens ihre Freiheit ließ!

Es gab kein Fernseh‘n und kein Handy,
kein Streaming und kein Internet,
der Wald und Spielen mit den Freunden,
…das machte unser Glück komplett!

Das Krautbergehen ist es recht mühsam,
es führt ein enges Gasserl rauf
und trotz der steilen,starken Steigung
gings meist hinauf im flotten Lauf!

Denn hinter einem Zaun aus Brettern,
da lauerte, für uns ein Graus,
gebückte die alte Krautberghexe
auf uns in ihrem alten Haus!

Sie tat uns niemals was zu leide
und trotzdem hat sie, wenn sie lacht,
mit ihrerem zahnlos,leisen Kichern
uns Kinder ziemlich Angst gemacht!

Sie hat auch eine schwarze Katze
und einen Ofen, der stets brennt!
„Hänsel und Gretel“ waren ständig
im engen Gasserl dort präsent!

Heut‘ ist das Häuserl abgerissen,
obzwar der Weg noch aufwärts führt,
und niemand ahnt die dunklen Sorgen,
die einst wir Kinder hier gespürt!

Heut‘ geht‘s dort rauf zur neuen Haltstell‘,
Kupferschmiedgasse jetzt genannt,
…vielleicht griff jüngst der Geist der Hexe
den Planern in den Hausverstand?

Die Haltstell‘ ist ein Monsterbauwerk,
mit pickrig Stein und Zaun umgrenzt,
der Weg ist alt und steil und schmutzig,
…das sei hier nebenbei ergänzt!

Ergänzt sei auch am Platz der Hexe
wohnt jetzt Waidhofens „Lindenwirtin“,
die uns verwöhnt mit Trank und Speisen,
wie eine wahre Seelenhirtin!

Und Frau Maria Üblacker
ist fast wie eine „Hex“ am Herd,
…vielleicht wurd‘ ihr die Zaubergabe
doch von der „Krautberghex‘“ beschert?

Und was sagen direkte Anrainer zur Kupferschmiedgasse?
Eine davon ist die „Lindenwirtin“ Maria Üblacker – und die erzählt ein bißchen was davon, was diese Gasse ein bißchen anders macht:

Anrainerin und Lindenwirtin Maria Üblacker

Der im Interview angesprochene „Kultfilm“ über die Gebrüder Brachner wurde 1938 von Karl Piaty sen (geb. 1910) gedreht und ist nun hier zu sehen. https://www.youtube.com/watch?v=FbZ3eh0QSIw

Und wenn der „Kulturkreis Freisingerberg“ etwas aufrollt, dann ist neben der „Spitzen Feder“ auch der „Spitze Pinsel“ sehr schnell.
Als unser Künstler Herbert Petermandl zu Mittag des 13. Dezember von der „Krautberghexe in der Kupferschmiedgasse“ hörte, nahm er Pinsel und Farbe zur Hand und schuf für den 14. Dez. 2020 gleich das passende Bild zum Thema:

Herbert Petermandl – Die Krautberghexe –
…. man könnte glauben er hat das 45er Jahr selbst miterlebt

Nun ist auch das 3. Adventwochenende Geschichte. Sogar den „silbernen Sonntag“ ließen einige Geschäftsleute neu aufleben. Und die Pferdekutsche führte das „Citybahnchristkind“ Renate Wachauer durch die Stadt – alles Ereignisse, die der Kulturkreis Freisingerberg für spätere Generationen dokumentiert:

Renate wachauer mit Burli & Mädi – den braven Zugpferden der Kutsche

Das Video von der Kutschenfahrt am 12. Dezember 2020

https://www.youtube.com/watch?v=8BLKW-iUrjA


Und heute, dem 14. Dezember, gibt es auch die filmische Begehung der neuen Haltestelle Kupferschmiedgasse – Beginn 15 Uhr beim Gasthof Üblacker. Alle Waidhofnerinnen und Waidhofner, die diese neue Haltestelle als gute Idee für den öffentlichen Verkehr sehen, sind herzlich dazu eingeladen:
Näheres: https://piaty.blog/2020/12/10/kupferschmiedgasse/

Und auch dieser BLOG zeigt recht schön,
was sich derzeit rund um die Citybahn in Waidhofen / Ybbs tut:

https://piaty.blog/2020/12/13/christkind-im-zug-2020/

Und was sich da am 3. Adventsonntag tat – hier ein kurzes Video: https://www.youtube.com/watch?v=C3oXbJHKvI4



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