Am Heiligen Abend, zu Silvester und zu Hl. 3 Könige gibt es im Ybbstal den jahrhunderte alten Brauch des „Ausräucherns“.

Stadtdichter Fred Eichleter hat dies in einem Gedicht aufgearbeitet.

Der Waidhofner Staddichter
Fred Eichleter
Bauernstube von 1614
Ausräuchern 2020
Ausräuchern 2020
Bild aus Video

Um die Weihnacht und das Neujahr
geht der Bauer durch den Stall,
durch die Stube, durch die Kammer,
durch die Wirtschaft, überall!

Und er kommt mit einer Pfanne,
Rauch steigt qualmend in die Luft,
das Gesinde, die Familie,
spüren feinen Kräuterduft!

Wie‘s die Ahnen früher taten,
wie‘s die Eltern schon gemacht,
strömt durch Türen, zieht durch Fenster
Ahnungsvolles durch die Nacht!

Kräuter, Wurzeln oder Rinden,
Weihrauch, Harz , Johanniskraut
kann man in der Pfanne finden,
….viel im Garten angebaut!

Thymian, Lavendel, Salbei,
Minze Beifuß,Rosmarin,
jede Pflanze läßt die Sinne
und die Phantasien erblüh‘n!

Und den dunklen Nachtgeschöpfen,
die das Unheil mitgebracht,
nimmt der gute Rauch den Atem
und verbannt sie in die Nacht!

Und dort bleiben sie gefangen!
Bis ins nächste Jahr hinein!
Doch sie kommen immer wieder,
da kannst du dir sicher sein!

Dieses kurze Video stammt vom Heiligen Abend 2020:

Originalaufnahme vom Heiligen Abend in der Ybbstaler Volkskundesammlung Piaty

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