Gut gemeint heißt nicht auch gut geworden:
Als Prof. Hans Hollein mit dem Umbau des Rothschildschlosses betraut wurde, schlug er einen „Kubus aus Glas“ auf dem Bergfried vor. Dieser sollte eigentlich als „Liftausstieg“ dienen, denn der Professor hatte einen solchen behindertengerechten Lift ebenfalls vorgeschlagen.

Links im Bild die Originalskizze von Prof Hollein.
In der Mitte was dann daraus gemacht wurde.
Und rechts ein Bild, aufgenommen von Karl Piaty, als ihm Professor Hans Hollein persönlich seine Pläne vorstellte. Gegen den kleinen „gläsernen Kubus“ (laut Vorschlag Hollein) gab es keinen Einwand, gegen das dann erichtete „Quader-Stahlmonster“ allerdings doch.
Doch selbst 3000 Unterschriften dagegen wurden ignoriert.

Die richtigen Worte dazu fand Bürgermeister, Ehrenbürger, Kommerzialrat Erich Vetter – dies wurde im deutschsprachigen Raum europaweit mehrmals ausgestrahlt (z.B. 3 Sat)

Hier ist alles zusammengefasst:

2021 gibt es wieder eine Diskussion darüber, soll doch wiederum die Stimmungslage der Waidhofner Bevölkerung erhoben werden. Denn der Mensch ist ein „Gewohnheitstier“ – und gewöhnt sich meist an „Alles“ –

Wie hat es doch einmal ein berühmter Waidhofner Arzt gesagt:
„Wenn jemand auf der Nase eine häßliche „Warze“ hat, ärgert er sich anfangs darüber, aber auch daran gewöhnt man sich.

Doch die „Ausnahme bestätigt die Regel“,
und Stadtdichter Fred Eichleter hat das gleich in einem Gedicht umgesetzt:

Der Rudi Spreitzer hat ein Bild
vom Kubus jüngst geschossen!
Wie‘s ausschaut hat beim Knipsen er
auch guten Wein genossen!

Denn durch das Weinglas sieht man schön
den alten Turm sich recken!
Nur mancher Bürger würde gerne
die Haube drauf verstecken!

Der „Kobel“, den Herr Hollein schuf,
der Landeschau zu Ehren,
der sollte einst den Ruf der Stadt
aufs Wundersamste mehren!

Wir wären jung und aufgeschlossen,
dynamisch und aktiv,
dem Fortschrittsgeiste zugeneigt
und äußerst kreativ!

Auch wenn die Saat der Landesschau
zu sprießen schon beginnt,..
…wir brauchen kein „Gewächshaus“ mehr
das zeigt, wie gut wir sind!

„Der Mensch ist ein Gewohnheitstier“?
Doch sollte man erwähnen:
„Es kann sich auch der Braveste
an manches nicht gewöhnen!“

Ein besonders gutes Bild von Rudi Spreitzer hat die Diskussion über den Kubus zum richtigen Zeitpunkt wieder in die „Schlagzeilen“ gebracht. Dabei geht es gar nicht so sehr darum jetzt gleich etwas zu machen, sondern darum, wie die nunmehrigen Politiker die Sache sehen – wäre ihnen nicht auch der Aufbau, so wie einstens von Hollein geplant, doch auch lieber gewesen?
Stadtdichter Fred Eichleter



Die Frage ist nun:
Wäre es nicht besser gewesen,
den Glasaufbau nach der Originalskizze von Prof. Hollein zu machen?

Bilder sagen mehr als 1000 Worte – dies gilt hier ganz besonders.

Und die neu aufgeflammte Diskussion bringt auch unseren „Kulturkreisberater“ für die Malkunst, Herbert Petermandl“ wieder in die 1. Reihe der Aufmerksamkeit. Neben seinem so gut gewordenen Vorschlag zur Außen-Gestaltung des Rothschildschlosses (Ölgemälde – Original im Kaffeestüberl Piaty) hat er auch einen Zyklus mit besonderen „Verwertungsvorschlägen“ herausgebracht –
Restexemplare davon gibt es noch zu kaufen:

Warum soviele „schwarze Vögel“ auf den Petermandl-Bildern zu sehen sind? Scheinbar war auch das eine gelungene, künstlerische Vorhersage – bald wird ein Piaty-BLOG die neue Entwicklung dazu bildlich und filmisch beschreiben.

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