24. April – Mostviertel

Dieser Tag brachte herrrliches Wetter ins Ybbstal. Was lag näher, die Gegend von Waidhofen / Ybbs bis zum Ötscher als Tagesausflug zu nützen. Die Ybbstalbahn gibt es nicht mehr, sonst hätte eine Fahrt von Waidhofen / Ybbs bis Lunz wohl ein meterologisches Highlight ermöglicht. Rundum blühende Bäume in Waidhofen / Ybbs bis zu einer Schneedecke  in Lunz, welche man üblicherweise nicht einmal im Winter so antrifft. Radweg noch gesperrt, wegen des Schnee auch an einem 24. April verständlich. Also bleibt leider wieder nur das Auto. Daher nur kurz die Highlights:  Opponitz: Wieder ist zuviel Strom in den europäischen  Leitungen, also wird auch in Opponitz das Wasser statt über die Turbinen gleich wieder über den Überlauf in die Ybbs geleitet. Die Ansicht dieses „Riesenwasserfalls“ sollte sich daher niemand entgegehen lassen. Denn der ist nicht immer zu sehen.  Ein Radweg, der im Schnee versinkt – diese Bilder gab es zwischen Kogelsbach und Göstling.  Dann wird Lung erreicht. Der Bahnhof ist wie ein Wintermärchen, hier mit einer Dampflok bei diesen optimalen Witterungsbedingungen einzufahren ist sonst nur bei „Hochgebirgsbahnen“ im April möglich.  Doch das ist eben nicht mehr möglich, nur weil einige Bürgermeister des oberen Ybbstales den Wunsch ihres Landeshauptmannes nicht erfüllten. https://www.youtube.com/watch?v=LmwwrKEFszo  Sie wollten eben nur Rad, aber damit kann man höchstens ein halbes Jahr hier fahren, die Ybbstalbahn wäre ein ganzjähriges Tourismushighlight gewesen.  Die Fahrt geht nun weiter zum Ötscher, der so weiß wie sonst nie ist. 1,30 Meter Schnee fielen Mitte April auch auf der darunter liegenden  „Ötscherwiese“ und auch an diesem 24. April türmt sich der Schnee weiter auf.  Ganz Lackenhof scheint zu schlafen, kein Tourist ist zu sehen, die Lifte stehen still, aber die Pisten sind weiß wie den ganzen Winter nicht. Frau Holle hat doch noch immer die besten „Schneekanonen“ – und auch die billigsten.  Zurück in Waidhofen / Ybbs wird in der untergehenden Sonne noch das Stadtbild als photografische Erinnerung festgehalten. Gerade bei diesen Bildern der historischen Stadtsilhuette wird wohl jedem klar, dass der „gläserne Kubus“ weiter ein echter Fremdkörper in der traditionsreichen Stadtansicht ist. Und dafür wurde auch noch Geld ausgegeben !!!   Dass der „Kubus“  nicht bleiben wird, scheint sicher, denn der Zahn der Zeit nagt auch an ihm. Die beiden letzten Bilder zeigen dann den Ötscher noch einmal von der Ferne, denn auch von  Waidhofen / Ybbs aus (Ortsteile St. Leonhard am Wald und Windhag)  ist der „blütenweiße Vaterberg“ gut zu sehen.

Dieses Stadtbild haben wir von unseren Vorfahren übernommen  und sollte in unserer hektischen und modernen Zeit  als  Sinnbild für Schönheit und Tradition stehen.
Originalbild von Karl Piaty vom Sommer  2006.

Türmefernverä
Aber wir ließen um viel Geld  unser Stadtbild von „Auswärtigen“ verunzieren. Wer behauptet, dass dieser gläserne Aufbau eine Verbesserung des Stadtbildes brachte, der sollte dies auch sagen !  Der „Verein Kubus“  hat über 3000 Unterschriften gegen den Kubus, wann melden sich endlich auch Kubusbefürworter per Unterschrift beim Verein? Originalbild von Karl Piaty vom 24. April 2017
Kubus neu

“ Was Du ererbt von Deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen“!

Kubus 2006 2017