Bei der Waidhofner Gemeinderatssitzung vom 28. Juni 2021 nahmen die Gemeinderäte einen Bericht des Kontrollausschusses über das Innenstadtpflaster „zur Kenntnis“.

Sehr stumm blieben dabei die Vertreter von WVP, SPÖ, FPÖ (UWG war nicht anwesend) lediglich Baustadtrat Ing. Martin Dowalil und Gemeinderat Matthias Plankenbichler nahmen sich des Themas an. Und so erfahren auch die Bürgerinnen und Bürger der Stadt, welche Kosten diese ununterbrochen notwendigen Sanierungen des 99 Jahre haltbaren Pflasters verursachen:

Hier die beiden einzigen Wortmeldungen zum Thema Innenstadtpflaster:

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Schalten wir dazu noch einmal 21 Jahre zurück, welche Warnhinweise zu der Errichtung einer Fahrbanhnpflasterung offiziell der Stadt vorlagen.

Und so berichteten die Medien –
…. als Beispiel der Kurier, bereits im vorigen „Jahrtausend“

So sah der Kurier bereits 1999 den Streit um das Pflaster.
Die garantierte Haltbarkeit durch den Architekten hat aber den Bürgermeister überzeugt – Leider!

Es hat also 21 Jahre gedauert , bis auch der Kontrollausschuß der Stadt feststellte, daß die damals gewählte Form einer Fahrbahnpflasterung nicht dem „Stand der Technik“ entsprach. Daß diese so lange hinausgezögerte Überprüfung durch den Kontrollausschuß nun doch durchgeführt wurde, verdanken die Wählerinnen und Wähler dem Kontrollausschußobmann Ing. Michael Elsner.

Doch die „nackten“ Schadenszahlen (Sanierungskosten) trügen, auch wenn Sie schon jetzt unfassbar hoch sind. Es ist vor allem der Schaden für das Image der Stadt, der von den jährlichen „Sommerbaustellen“ ausgelöst wird.

Im Titelbild zu sehen – die Freisingerbergsanierung 2017
Jetzt, 2021, ist der Freisingerberg schon wieder dran:

Näheres zu den Sommerbaustellen 2021 – Sitzung vom 28. Juni 2021:




Lärm, Staub, Verkehrsbeschränkungen, Parkplatzverringerung in der Hauptsaison, dies alles schadet ungemein. Noch schwerer wiegt die Tatsache, daß die nun gewählte Form der Pflasterung bei einem Schadensfall bei Einbauten (Wasser, Gas, Strom, Telefon, Glasfaser, Kanal, Fernwärme) enorme Mehrkosten auslöst.

Sobald es in einem der sanierten Bereiche mit der Quasi „Panzeroberfläche“ zu einem Einbautengebrechen kommt, wird diese Tatsache leider schlagend werden. Aber büßen müssen das die Kunden, Bewohner und Geschäftsleute der Innenstadt. Das Pflaster sollte 99 Jahre halten, durch die neue Sanierungsweise könnte es allerdings zu einem „tausendjährigen Ungemach“ werden.

Und es gibt auch bedauernswerte Arbeiter, nämlich auf Grund der wieder in die Sommermonate verlegten Arbeiten.
Während es während der Geschäftsschließungen wegen Corona im Frühling auch für die Bauhofmitarbeiter annehmbare Arbeits-Temperaturen gegeben hätte, gibt es möglicherweise hohe Temperaturen für die Pflasterer, die diese Arbeiten am schattenlosen Freisingerberg ausführen müssen. Denn der Freisingerberg ist die „Hitzeinsel“ der Stadt – hier im Juli und August zu pflastern ist an manchen Tagen unzumutbar.

Lassen wir das Beispiel vom Pflasterer Günther dazu sprechen:

Hohe finanzielle Folgekosten auf Jahre,
Schwerarbeit mitten im heißen Sommer,
Staub und Lärm für die letzten Bewohner der Innenstadt ab 6 Uhr früh,

…. alles nur weil die einfachsten Regeln einer Fahrbahnpflasterung nicht eingehalten wurden und damit auch die Meinung der Bürger mit Füßen getreten wurde. Denn das ein nach innen gewölbtes Fahrbahnpflaster mit durchgeschnittenen Wiener Würfeln niemals halten würde, das wußten sogar die „kleinen Häuslbauer“ und alle die einen „gesunden Hausverstand“ haben – aber auf die hörte man nicht.
Trotzdem werden sie jetzt natürlich zur „Kasse“ gebeten.

Aber „Pflastern“ scheint auch außerhalb von Fahrbahnen kein „Glückslos“ für unsere Bürgermeister zu sein – Hier „Jüngeres zum Thema“:

Darum darf heute unser Stadtdichter Fred Eichleter die „Schlußworte“ reimen:

Die Pflasterung von Seinerzeit
war für die Stadt unmöglich!
Die Sünden der Vergangenheit
begegnen uns oft täglich!

Wir löffeln diese Suppe aus,
die andere ersonnen!
Wie Sand in der Parteienhand
ist‘s Steuergeld zeronnen!

Und wieder wird drauf los saniert!
Sind Wunder wirklich möglich?
Die Pflasterung für „100 Jahr‘“
sie scheitert täglich kläglich!

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