Kulturkreis Freisingerberg Politik Waidhofen

Politische „Belebungen“

Am 2. August 2022 werden die Pläne des Gemeinderates zur „Neuorganisation“ der Wochenmärkte am Dienstag und Freitag erstmals umgesetzt.

Sogar professionelle Begleitung wurde dafür „wieder eingesetzt“!siehe Ybbstaler.
Der mit 6. Juli 2022 datierte Info-Brief von Bürgermeister Krammer, Vizebürgermeister Bahr und Stadtrat Dowalil wurde einem direkten Anrainer erst Ende Juli 2022 übergeben. Warum so spät?

So wie die sündteueren Vorarlberger Architekten einst den Hohen Markt zum „Erblühen“ brachten könnte es nun auch beim Traditionsmarkt am Oberen Stadtplatz passieren. Der Untere Stadtplatz hat mit der unmöglichen „Innenstadtmöblierung“ schon sein „Fett“ abbekommen, jetzt ist eben der Obere Stadtplatz dran.

Daher ist es vielleicht sehr zum Nachdenken geeignet, was bei der Eröffung des „belebten Hohen Marktes“ im Jahr 2018 versprochen und vohergesagt wurde:

Und manches kann man auch „durch die Blume“ sagen lassen:

Kurzer Ausschnitt aus der Eröffnungsrede für den Hohen Markt

Am letzten Tag des „alten Organisationsschema“ wurde zur Info an spätere Generationen der Wochenmarkt dokumentiert und es war angedacht, die am Markt einkaufenden Stadt- und Gemeinderäte über ihre Zukunftspläne zum Marktgeschehen zu befragen.
Leider konnte kein einziger aktiver Stadtpolitiker angetroffen werden, oder wurde einer übersehen?

Jedenfalls wurden weder die Standler noch die direkten Anrainer und auch nicht die breite Bevölkerung bei der „Meinungsbildung“ entsprechend der demokratischen Erfordernisse eingebunden – derartige Informationsverluste in der Demokratie wurden von einem Amstettner Historiker schon vor Jahren entsprechend bewertet:

Aktueller Infoständer in der ÖVP Stadt Amstetten – im Juli 2022 fotografiert

Ein praktisches Beispiel für den Hausverstand:
Dieser Ausschnitt (mit zusätzlichen Hervorhebungen ausgestattet) aus dem Anrainerbrief von Bürgermeister, Vizebürgermeister und Stadtrat zeigt die Vorstellungen, was die neue „Ordnung des Oberen Stadtplatz an den Markttagen“ bewirken soll – Die bald letzten Wohn- und Geschäftsanrainer des nördlichen Astes des Oberen Stadtplatzes sollen durch ein Parkverbot die Verkehrssituation entlasten.

Wohlgemerkt, diese Personen haben im vorhinein gar nicht so wenig für ihre Parkberechtigungen bezahlt, können damit im gesamten Kurzparkzonengebiet der Stadt daher Dauerparken:

Was wird also geschehen:
Die Anrainer sollen nach Plan der Verantwortlichen also ihr Auto ins untere Pfarrdeck (laut Anrainerbrief ja im Trockenen) stellen, dann die vielen Stufen hinauf zur ebenfalls schlecht und mühsam begehbaren Pfarrgasse (unbequeme Anstiegspflasterung) hochgehen um zu ihren Häusern zu kommen. (und natürlich auch umgekehrt)

Wenn diese Personen dann auch noch älter sind (z.B. Dr. Günter Schuhfried) ist dies alles sehr beschwerlich. Und nebebei unfair gegen einen Menschen der für die Stadt und Bürger und deren Kinder so viel geleistet hat.

Diese extrem hohen Stufen im Parkdeck und das unbequeme Stöckelpflaster in dem Pfarrgasserl müßte der 75 jährige, 2 x hüftoperierte Medizinalrat überwinden, um seine Wohnung am Oberen Stadtplatz zu erreichen. Das wurde ihm in einem Brief von Krammer, Bahr und Dowalil so nahegelgt. Ob das wirklich im Sinne einer „verbesserten Wohnqualität in der Innenstadt“ ist?

Dr. Schuhfried und ein Fototeam haben den „Istzustand“ am 29. Juli 2022 penibel dokumentiert – die eigentlich vorher zu führende Diskussion kann zumindest jetzt beginnen.

Nun daher der „Praxistest“!
Natürlich kann der „Herr Doktor“ und die anderen Anrainer mit den bestehenden Dauerparkkarten die Autos auch wenige Schritte entfernt am Oberen Stadtplatz ab Stadtturm oder am Freisingerberg abstellen – bequem und flach zu erreichen.

Also was könnte nun geschehen?

Die Anrainerautos, welche problemlos im Bereich hinter dem Markt Richtung Kirche seit Jahrzehnten stehen, werden nun zusätzlich Parkplätze in der übrigen Stadt belegen – und gerade am Dienstag und Freitag fehlen Parkplätze schon jetzt sehr stark. Diese neue Regelung wird also alles nur noch verschlimmern.

Wie also soll diese Maßnahme der Stadtverantwortlichen (ausgerechnet gegen die letzten Geschäfts- und Wohnanrainer) die „Verkehrssituation an Markttagen wesentlich verbessern?

Derartige Fragen sollten doch „wachen Hausverstand von erfahrenen Personen“ ins Spiel bringen dürfen – auch wenn sie nicht mehr „Radfahren“ können:

Waidhofner Urgestein und Gästeführer – Adi Bläumauer kennt die Wünsche der Gäste wie kein anderer in der Stadt.
Und er bereitet gerade für September eine große „Geschichtsführung“ in der Stadt vor. Ob er dabei auch schon die 2022 Geschichte der Stadt mit den Wünschen der Mächtigen zur „Verkehrsberuhigung“ vortragen wird?

Denn dieser Ausspruch im Anrainerbrief könnte wahrlich einmal „historische Bedeutung“ im Sinne einer „Kuriositätensammlung“ erhalten!

Na, dann hören wir uns eben ab 2. August das „klingende Plaudern über den Oberen Stadtplatz“ an.

Übrigens: Es gab schon mehrere Anfragen über den „Ausdrucksstil“ im Anrainerschreiben – haben Krammer und CO. diese „Worthülsen“ selbst „erarbeitet“ oder haben alle 3 nur „unterschrieben“? „Wer ist für das „Plaudern klingt über den Oberen Stadtplatz“ im Anrainerbrief „federführend“?

Zu dieser Umfrage, welche auch eine eventuelle Einbeziehung eines Beraters zur Abstimmung brachte, teilten Innenstadtkoordinator Johann Stixenberger und Stadtrat Dowalil mit, daß es keinen Berater bezüglich „Neuplanung“ des Wochenmarkt gab. Demgegenüber berichtet die NÖN vom 3. August 2022 sehr klar, daß Bürgermeister Krammer diesen Berater sehr wohl öffentlich ansprach:

Berater wurde in der NÖN sogar namentlich erwähnt

Hier der gesamte NÖN Artikel:

https://www.noen.at/ybbstal/waidhofen-ybbs-neuer-marktbrunnen-wird-errichtet-waidhofen-an-der-ybbs-wochenmarkt-wochenmarkt-waidhofen-print-331225845

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