2024 dürfen sich 23 Gemeinden des Salzkammergutes „Kulturhauptstadt“ nennen. Am 20. Jänner fand im „Hauptort Bad Ischl“ das Eröffnungsfest statt. Rund 15.000 Besucher wurden gezählt, viele reisten – so wie „Piaty Video“ – bequem mit der Eisenbahn an.

Das Video zeigt einige Ausschnitte von den Feierlichkeiten dieses 20. Jänner 2024 und soll durchaus auch etwas „zum Nachdenken“ auffordern. Natürlich muß auch zeitgenössische Kultur ein Thema sein. Aber so wie bei der „Kulturhauptstadt Eröffnungsfeier“, mit persönlich stellungnehmenden Politikern aus den Gemeinden, Bundesländern, Regierungsmitgliedern und der EU – sollte es nicht „ausufern“ dürfen.
Denn Kultur ist nicht zwingend auch Kunst – das sind 2 Ebenen. Eine „Obstkultur“ ist nicht vergleichbar mit „Kunstobst“! Das Salzkammergut wurde als „Kulturstadt“ ausgewählt- nicht als eine „Kunststadt„.

Hoffen wir, daß das weitere „europäische Kulturjahr im Salzkammergut“ musikalisch nicht weiter so einseitig dargeboten wird.

Warum fehlt der Wolfgangsee und seine Salzkammergutgemeinden?
Diese Frage wurde am 29. Jänner 2024 vorbildlich, in schriftlicher Form (Mail), beantwortet:

Sehr geehrter Herr Piaty!
 
Vielen Dank für Ihre Anfrage!
 
Die drei Gemeinden am Wolfgangsee sowie die Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft (WTG) haben sich in den Jahren 2018 und 2019 im Zuge des Bewerbungsprozesses zu einer möglichen Teilnahme an der Kulturhauptstadt 2024 überaus intensiv mit der Thematik beschäftigt. Im Juni 2019 wurde übereinstimmend beschlossen, dass die Region Wolfgangsee nicht an der Kulturhauptstadt 2024 teilnimmt. Basis für diese Entscheidung war das sogenannte „Bid-Book“, welches der EU als Grundlage für den Entscheidungsprozess zur Vergabe des Titels „Kulturhauptstadt 2024“ diente.
 
Im heurigen Jahr 2024 liegt der kulturelle Schwerpunkt am Wolfgangsee auf dem Festjahr „1.100 Jahre Heiliger Wolfgang“, dass mit dem Musiktheater „WOLF- Das Mystical“ seinen Höhepunkt findet. Alle Informationen dazu finden Sie HIER. Diese Feierlichkeiten sollen zusätzlich zur Kulturhauptstadt Bad Ischl-Salzkammergut und dem 200-Jahrjubiläum des Ausnahmekomponisten Anton Brukner, zu einem wunderbaren Kulturjahr im Salzkammergut beitragen.
 
Wir würden uns freuen, Sie im Salzkammergut begrüßen zu dürfen und stehen Ihnen bei weiteren Fragen jederzeit zur Verfügung!
 
Beste Grüße vom Wolfgangsee,
Patrick De-Bettin
 
 
Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft m.b.H
Geschäftsführung
 

Eine perfekte Aufnahme des Auftrittes von Thomas Neuwirth brachte ORF3:

Ein regionaler Künstler mit Weltruf – und so ein Kleid bei minus 6 Grad Celsius !!!!

„Piaty Video“ und der „Kulturkreis Freisingerberg“ haben eine große Verbundenheit zum Salzkammergut und insbesondere Bad Ischl.
Hier eine kleine Auswahl von „Piaty-Blog`s“ welche dies dokumentieren:
https://piaty.blog/?s=ischl

Was die „Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher“ vor 4 Jahren erwarteten, haben die OÖN. sehr umfassend herausgearbeitet:

Wie es da bereits im „Vorfeld“ zuging hat wiederum die „Krone“ recherchiert:
https://www.krone.at/3132197

Nun zur Gegenwart:
Schreiben Sie einfach (auch anonym) an den Kulturkreis Freisingerberg Ihre Meinung zum Eröffnungsfest der „Kulturhauptstadt Salzkammergut“. Wir prüfen Ihr Schreiben und stellen es eventuell hier zur öffentlichen Diskussion:
Mail: freisingerberg@gmx.at

Hier ein 1. Beispiel:

Wissen unsere staatlichen Verantwortungsträger nicht mehr den Unterschied zwischen Kultur und Kunst?

Das Salzkammergut wurde für 2024 zur „europäischen Kulturhauptstadt“ auserwählt und sollte damit ein Jahr lang die „Kultur“ der Region europa- ja weltweit präsentieren. Eine Riesenschance die tatsächlich oft in Jahrtausenden entstandene Kultur dieses herrlichen Landstriches hervorzuheben.

Aber bei der offiziellen Eröffnung am 20. Jänner 2024 in Bad Ischl war lediglich „Kunst“, und diese überbordend auf „Aktionismus“ ausgerichtet, zu sehen.

Was veranlaßte dabei Bundespolitiker (Vizekanzler und Staatssekretärin) Landespolitiker (2 Landeshauptmänner) eine Bürgermeisterin und 2 Vertreter der EU, diesem nicht dem Sinne einer „Kulturhauptstadt entsprechende Vorgangsweise“ mitzutragen? Will man damit die Menschen der Region vor den Kopf stoßen oder gar glauben damit der Politik in einem Wahljahr einen Gefallen zu tun?

Es wäre wirklich interessant zu wissen, was in den Köpfen dieser Politiker vorgeht. Gefällt es ihnen wirklich, daß bei 6 Grad minus völlig nackte Menschen die „Kultur des Salzkammergutes“ weltweit darzustellen versuchen?
Dabei gibt es auf dem gesamten Erdball keine einzige menschliche Kultur, welche völlig nackt herumläuft – derartiges ist nur bei Tieren üblich.

Was ist eigentlich „Kultur“?Ausschnitt Wikipedia!
Gemeinsprachlich steht die Bezeichnung häufig entweder für Kultiviertheit (Umgangsformen, Sittlichkeit, Wohnkultur, Esskultur u. ä.) oder in Abgrenzung der (als typisch angenommenen) Ausdrucks- und Verhaltensweisen – den Kulturstandards – der eigenen ethnischen Gruppe (z. B. Bayern, Deutsche, Europäer) im Vergleich mit sogenannten anderen Kulturen (etwa Chinesen, Lateinamerikaner, Indigene Völker).

Regionale Stellungnahmen:

https://www.tips.at/nachrichten/gmunden/land-leute/632898-leserbrief-zur-eroeffnung-der-kulturhauptstadt-nimmer-wurscht

https://www.meinbezirk.at/salzkammergut/c-gedanken/europaeische-kulturhauptstadt-der-linken-kulturschickeria_a6489691?ref=curate

Das sehen sich jetzt „Abertausende“ an

Aus der Kronenzeitung:
So schreibt etwa eine Ischlerin auf Facebook: „Der ,Pudertanz‘ hat große Empörung bei der Bevölkerung hinterlassen. Wieso wurde das von der Bürgermeisterin und der Intendantin genehmigt?“ Wer bei einer großen Veranstaltung, die eine Kaiserstadt repräsentiert, nackt durch die Menge gehe, werde von der Polizei als Perverser abgeführt, schreibt sie sinngemäß weiter. „Eine Schande sondergleichen.“

Es gibt auch aufklärende Worte aus Ischl in der Kronenzeitung zu lesen:
Telefone liefen heiß
Auch beim Kulturhauptstadtjahr-Büro gibt es viele erboste Anrufe, so Sprecherin Christina Werner zur „Krone“: „Aber wenn man mit den Menschen redet und ihnen erklärt, worum es in der Aufführung ging, beruhigen sie sich meist rasch.“


Da es also in Ischl offensichtlich eine Anlaufstelle für Fragen zur Eröffnungsfeier und Ausrichtung der Kulturhauptstadt gibt, wurde nun eine schriftliche Fragesetellung per Mail eingebracht. Diese Auskunft soll abgewartet werden, bevor weitere Stellungnahmen hier veröffentlicht werden.
Beim Piaty-Video von Youtube sind bereits weitere Stellungnahmen eingelangt.

Danke für diese Infos:
https://invo.report/2021/05/13/2024-originale-am-scheidepunkt/

https://volksblatt.at/chronik/regionales/bad-ischl-kritik-nach-pudertanz-reisst-nicht-ab-847349/

Wer die „Vorgangsweisen studieren will“, dem ist hier geholfen:
https://www.salzkammergut-2024.at/wp-content/uploads/2022/11/kulturhauptstadt-salzkammergut-pdf-DEUTSCH_Bewerbungsbuch.pdf

Eine „besonders gute Antwort“ aus dem Mostviertel:

Ende Jänner 2024 noch ein begeisterter „Kulturstadt Europa“ Eröffner – am 1. Februar 2024 nicht mehr in der EU Funktion: Eine ehrliche und vorbildliche Vorgangsweise:
https://wien.orf.at/stories/3242964/

Übrigens, ein altes Sprichwort heißt:
„Kinder und Narren sagen die Wahrheit“

Und wenn es um das öffentliche „Veräppeln der Kulturhauptstadt“ geht ist der ORF auch gerne dabei – Ausschnitt vom Fasching im Salzkammergut:

13. Februar – ORF Ausschnitt

Die politischen Auswirkungen des „Schweigen“ der Verantwortlichen:

Bisher wurden die Fragen rund um die Eröffnung der Kulturhauptstadt noch nicht beantwortet. Unverständlich, denn damit geben die ÖVP (LH OÖ und LH Stmk) und die SPÖ (EU Abgeordneter und Bürgermeisterin) den Freiheitlichen eine gute Chance, dies alles für die kommenden Wahlkämpfe zu nutzen. Wie sich das anhören könnte, wurde bei der Aschermittwochreden in Ried im Innkreis bereits gut angekündigt:

Aussagen bei den Aschermittwochreden in Ried im Innkreis

Dies sind die Fragen, welche am 23. Jänner 2024 schriftlich gestellt wurden:

1) Warum wird bei einer international so wichtigen Kulturhauptstadt-präsentation in erster Linie nicht die Kultur sondern die Kunst gezeigt?
Kunst und Kultur sind grundverschiedene Themenbereiche – die Themenstellung lautet  “Kulturhauptstadt” – hätte daher nicht dem Thema Kultur der Vorrang gebührt?

2) Welche Gründe lagen vor, nicht das gesamte Salzkammergut zu präsentieren, den Wolfgangsee und das Kulturgut Schafbergbahn nicht einmal einzubinden?
Meiner Meinung nach war die Auszeichnung für das “Salzkammergut und deren Bewohner” gedacht, als Region und nicht als bloße Aneinanderreihung von politisch “willigen” Gemeinden.

3) Gibt es beim Programm jetzt doch noch ein “Umdenken” – weniger Aktions-Kunst – mehr gewachsene Volks-Kultur?
Kultur ist im Salzkammergut reichlich vorhanden – diese braucht keine eigenen finanziellen Mitteln sondern nur die ehrliche Anerkennung, und zum Kulturstadtjahr eine gemeinsame Information der sowieso vorhandenen Kulturereignisse im gesamten Salzkammergut.

”Geld verbrennen, …. denn brennen tuats guat” –
darüber hat Hubert von Goisern einmal wirklich sehr  realistisch gesungen – scheinbar geht es ohne solche Aktivitäten in unserer Welt nicht mehr. Dieses Projekt hätte meiner Meinung nach weit einfacher und kostengünstiger durchgeführt werden können. Gerade jetzt,  wo die Gemeinden finanziell mit dem Rücken zur Wand stehen, ist jede Ausgabe doppelt zu überdenken – auch im Hinblick auf die EU-Wahlen. 

……daher auch noch diese Frage:
4) Wie schätzen Sie die mehrheitliche Meinung der  Bevölkerung des Salzkammergutes zu den Darbietung des “Pudertanzes”  beim Eröffnungsfest im Kurpark ein – positiv oder negativ? 
….. Ende der Fragestellungen

Rückblick: Man sollte nie vergessen, was der Bevölkerung 2022 versprochen wurde, wer das Programm prägt und für wem es gemacht wird:

Hannes Heide im Jahr 2022

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