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Zum Nachdenken ?

Der österr. Landwirtschaftsminister hat vor wenigen Wochen die Waidhofner Lindenwirtin Maria Üblacker als Beispiel für regionale Pioniere ausgezeichnet. Bei dieser Gelegenheit wurde vor breitem Publikum vor allen Dingen auch die Erhaltung der Innenstädte und die Vehinderung von großen Handelsmärkten außerhalb der Zentrumsgebiete plädiert:

Perchtoldsdorf 2024 – Landwirtschaftsminister Totschnig mit den „süßen Wuchteln“ aus Waidhofen

Und das Landwirtschaftsministerium läßt nichts unversucht, um diese Botschaft von Bund und EU (Renaturierung) in die Gemeinden hinauszutragen, imdem sie z.B. die Bemühungen des WWF unterstützen.
So wurde im August 2024 auf der Südausfahrt von Waidhofen / Ybbs (Kreilhof) ein mit EU Geldern gefördertes Großplakat aufgestellt, welches um die Erhaltung der grünen Wiesen und um eine enstprechende Unterschrift der Bürgerinnen und Bürger gegen die weitere Verbetonierung Österreichs bittet:
https://www.natur-statt-beton.at/petition

Vorbildlich und zukunftsweisend unsere Politiker“ könnte man dies nennen, aber Waidhofen / Ybbs hat auch eine „Nordausfahrt“
….. beim so schönen Zulehnerschlößl:

Auch da tut sich was, aber eben genau das Gegenteil.
Hier gab es einmal eine echte Schmetterlingswiese:

Die Wiese beim Zulehnerschlößl – direkt an der Gemeindegrenze von Waidhofen / Ybbs und Böhlerwerk.

Zur gleichen Zeit als das Landwirtschaftsministerium ihre Bitte an die Erhaltung der Wiesen plakatiert und die EU einen Rückbau (Renaturierung) einfordert (mit Zustimmung Österreichs) schaut es hier so aus:

Wer genau schaut, sieht noch ein „ganz kleines Teilchen des Turmes des Zulehnerschlößl“ (gleich links neben dem Kran) Erst so kann man abschätzen, was hier am Landschaftsbild tatsächlich verändert wird. Vergleich zur einstigen Wiese – siehe Bild oben.

Mehr zu der Entwicklung der 4 Riesen- Supermärkte zwischen Lidl (Waidhofen) und Billa (Böhlerwerk) ist hier zu sehen, denn dazwischen liegen nur rund 1 km Entfernung.

Doch dies geschieht offensichtlich nicht nur zufällig,
hier wird „kluge Planung“ ins Spiel gebracht.

Ausschnitt eines Magazins der NÖ. Gemeinden im Mai 2024

Darum der Titel dieses BLOG – Zum Nachdenken, ob hier wirklich alles so „nach klugen Plänen“ bzw. Raumordnungsgesetze läuft:

Und wer dazu ein praktisches Lehrbeispiel vom erkennbaren „Vernichtungswettbewerb“ haben möchte, der braucht nur nach Hollenstein zu fahren. Aber bitte rasch, am 17. August sperrt der erst 2022 eröffnete große Supermarkt von UNIMARKT schon wieder zu:

Und so wurde die Bevölkerung von Hollenstein 2022 „informiert“!

Hollensteiner Jubelbotschaft über Nahversorgung und 13 neue Arbeitsplätze im Jahr 2022 – und im Jahr 2024 ist das ganze schon wieder vorbei – und wieder ist eine „Wiese“ unnötigerweise verbetoniert
Zwar „wehrten“ sich laut diesem NÖN Bild Anfangs einige Gemeinderäte in Hollenstein 2021 noch gegen eine Verbauung der einstigen Erholungswiese, aber verbetoniert wurde dann eben doch.

Hier ein Teil der WWF Petition, welche vom Landwirtschaftsministerium und der EU unterstützt wird:
Derzeit ( 10. August 2024) 56.400 Unterstützerunterschriften

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