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750 Jahre Spitalkirche

2024 jährte sich zum 750 mal die Jahreszahl der Entstehung der Spitalkirche in Waidhofen / Ybbs. 1274 entstand eine Stiftung für ein Leprosenhaus durch den Bürger Hugo Eberhard. Als Leprosenhaus zunächst außerhalb der Stadtbefestigung vor dem Weyrer-Tor wurde um 1400 dieser Bereich in den zweiten Mauerring einbezogen und dadurch bedingt das vorgelagerte Spital-Tor errichtet. 1328 wurde das Spital durch Elisabeth von Aragón, die Gemahlin Friedrichs des Schönen, bestiftet.

Die Kirche wurde 1973/1974 restauriert. Anläßlich dieser Renovierung zum 700 Jahrjubiläum wurde auch eine Besonderheit in dieser Kirche in neuer Art und Weise für die Öffentlichkeit ganzjährig sichtbar gemacht. Eine übergroße Krippe samt der seltenen Darstellung der Hochzeit zu Kana:

Diese Krippe kann daher seit 50 Jahren ganzjährig öffentlich besucht werden und stellt einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte dar. Denn wer die „Hochzeit zu Kana“ aus der Sicht Waidhofens betrachtet, dem fallen auch gleich die „Schaumrollen“ auf, welche hier das Mahl bereichern:

Das bemerkenswerte an dieser Krippe ist aber auch deren fotografische Dokumentation. Bäcker und Zuckerbäckermeister Karl Piaty sen. (geb. 1910) war der Erhalt dieser Krippe zu Lebzeiten ein großes Anliegen.

So ließ er 1974 auf seine Kosten, zur 700 Jahrfeier der Spitalkirche, den großen Krippenkasten errichten und hat dabei die Möglichkeit genützt, jede einzelne Figur ud viele Details besonders hochwertig zu fotografieren.

Diese Dokumentation liegt heute in der Volkskundesammlung Piaty auf und ist einzigartig (da es nur ein Exemplar davon gibt) – hier nur einige Beispiele davon:

Das 750 Jahrjubiläum im Jahre 2024 war wieder eine schöne Gelegenheit für den Kulturkreis Freisingerberg , sich dieser Krippe und der Bürgerspitalkirche zu erinnern. Und schon im Jahr 2028 (nach der nächsten Gemeinderatswahl 2027) steht das nächste große Jubiläum vor der Tür – 700 Jahre Stiftung Bürgerspital.

Tafel an der Außenseite der Bürgerspitalkirche

Leider nur sehr kurz ist die digitale Beschreibung der Stadt:
https://entdecken.waidhofen.at/startseite/sehenswertes-historisches/trail/buergerspitalkirche?type=location

Kurz vor dem Ende des 750-er Jubiläumsjahres 2024 wurde auch wieder eine sehr positive Initiative zur Krippe bekannt. Der für seine „Kripperlroas“ weithin bekannte Nachtwächter Max Hirsch erkannte die leider nicht mehr funktionierende Beleuchtung der Krippe als großes Manko für Besucher und griff als gelernter Elektriker zur vorbildlichen „Eigeninitiative“.

So schaltet sich bei Annäherung an die Krippe nun wieder eine verbesserte Beleuchtung ein – danke Max.

Auf die Waidhofner Nachtwächter ist immer Verlass: ganz rechts – Max Hirsch

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