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Gutes Testergebnis!

Eigentlich lag Waidhofen / Ybbs gar nicht im Testgebiet der BAG. Es ging um einen Bahntest von Tirol nach Mariazell, aber der Leiter der Testfahrt, Siegfried Eder, übernachtete auch in Waidhofen. Und so kam es, dass auch Waidhofen / Ybbs in den Testbericht kam.
Und dabei zeigte sich, dass die sehr peniblen und oft auch kritischen Reiseberichte der BAG bei Waidhofen / Ybbs durchaus positiv auffiel:

Hier der gesamte Bericht:

Der Teil über Waidhofen / Ybbs hier etwas gekürzt:

Nach der Fahrt über St. Pölten und Amstetten ging es im gemütlichen Zug weiter nach Waidhofen an der Ybbs. Der Ausstieg erfolgte in Waidhofen-Stadt, da der eigentliche Hauptbahnhof etwas außerhalb liegt. Von der Pension „Haus Hoher Markt“ aus bot sich beim Frühstück im dritten Stock ein schöner Blick über die Dächer der Altstadt, ins Grüne und hinüber bis zum Sonntagberg mit seiner Wallfahrtskirche.

Anschließend führte der Weg mit dem Rucksack zum Café Piaty am Unteren Stadtplatz — einer traditionsreichen Bäckerei, Konditorei und einem Café in Waidhofen an der Ybbs. Das Familienunternehmen besteht seit 1910 und ist besonders bekannt für hausgemachte Mehlspeisen, Brot aus dem historischen Dampfbackofen sowie Eis.

Der Besuch wurde zu einem besonderen Glücksfall: Senior-Chef und Eisenbahnfreund Karl Piaty war im Haus und machte gleich eine private Führung durch sein Volkskunde-Museum im oberen Stockwerk. Danach zeigte er die sehr gut und romantisch erhaltene Altstadt von Waidhofen.

Weiter ging es hinauf zum Stadtturm, an dem in großer Frakturschrift an die Ereignisse von 1532 erinnert wird: Bürger, Schmiede und Bauern hätten damals die Türken — heute würde man historisch genauer von Osmanen sprechen — vertrieben und den Turm zum Gedächtnis erbaut. Neben dem rund 50 Meter hohen Stadtturm befindet sich das Rathaus. Karl Piaty erklärte dazu, dass Waidhofen als Statutarstadt keinem politischen Bezirk angehört; viele Aufgaben, die sonst auf Bezirksebene erledigt werden, übernimmt hier die Stadtverwaltung selbst. Das Autokennzeichen lautet daher WY.

In der Biedermeierzeit befand sich neben dem Rathaus das Gasthaus „Zum Goldenen Schiff“. Eine Tafel des Tourismusverbandes erinnert dort an frühere Vorschriften zur Überwachung der Gasthäuser, etwa ob verbotene Karten- oder Würfelspiele geduldet, Spottreden gegen Obrigkeit oder Verwaltung geführt oder anstößige Lieder gesungen wurden.

Danach führte Karl Piaty weiter bis in den Hof von Schloss Rothschild am Ende der Altstadt. Die Anlage wurde einst auf einem Felssporn als Fluchtburg errichtet und diente jahrhundertelang als Verwaltungszentrum der Region. Bis 1803 gehörte sie dem Bistum Freising, später kam sie in habsburgischen Besitz. 1875 kaufte Albert Salomon Anselm von Rothschild die damals stark verfallene Burg samt umfangreichen Forst- und Gutsbesitzungen im Ybbstal und ließ sie später in neugotischem Stil umbauen und erweitern.

Heute gehört Schloss Rothschild der Gemeinde Waidhofen und wird als Veranstaltungs-, Kultur- und Museumsstandort genutzt. Nebenan befindet sich ein kleiner Park mit einem alten Wetterhäuschen um 1900, verziert mit filigranen Eisenornamenten und schmiedeeisernem Baldachin. Dieses Kleinbauwerk wäre andernorts wohl verloren gegangen; Kommerzialrat Karl Piaty hat es jedoch vor dem Verfall gerettet. Der Bericht hält dazu fest: Eine Stadtverwaltung brauche eben manchmal auch Bürgerinnen und Bürger, die mitdenken.

Über eine hohe Brücke ging es weiter über die Ybbs. Dort liegt das große Hotel „Schloss an der Eisenstraße“ — nicht an der Eisenbahn — und auch das alte Hotel daneben besitzt einen Turm. Waidhofen wird nicht umsonst die „Stadt der Türme“ genannt. Früher war die Stadt ein Zentrum der Eisenverarbeitung und des Eisenhandels in der Region Eisenwurzen.

Im Ortsteil Zell boten sich schöne Ausblicke auf die Türmestadt Waidhofen. Schließlich landete die Gruppe im Restaurant Moshammer am Kirchenplatz, wiederum mit Blick auf einen Turm — diesmal den Kirchturm — und über die Brücke auf den Ybbs-Torturm der alten Stadtmauer. Beim Mittagessen war auch Dorli Piaty dabei; der Bericht erwähnt ausdrücklich die weiße Tischdecke.

Zum Abschluss traf man sich nochmals im Café Piaty. Danach ging es hinunter zur Garage, denn Karl Piaty besitzt neuerdings einen Dreirad-Roller, mit dem er dem Besucher noch die Vororte Waidhofens zeigte, darunter auch einen weiteren Bahnhof. Dabei kam auch die frühere Schmalspurbahn ins Ybbstal zur Sprache, die mit 760 mm Spurweite betrieben wurde, später jedoch schrittweise rückgebaut und aufgegeben wurde.

Schließlich brachte Karl Piaty den Besucher zum großen Hauptbahnhof. Dort fand sich um 15 Uhr ein Zug bis Selzthal. Mit Dank an Karl Piaty endete damit der Waidhofen-Aufenthalt und die Reise führte weiter durch das Ybbstal, Richtung Enns und Steiermark.


Siegfried Eder und Karl Piaty auf „Erkundungsfahrt in Waidhofen / Ybbs“

Ein besonders glücklicher Zufall war es, dass Siegfried Eder genau an dem Tag Waidhofen / Ybbbs testete, als die italienische Schauspielerin in Waidhofen / Ybbs zu Soko-Donau drehte.

Und so konnte Piaty Video auch das festhalten.

Erinnerung an den Besuch von BAG Erfinder und Tourismusfachmann Siegfried Eder (Tirol) in Waidhofen / Ybbs:

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