Waidhofen glüht – und das Wetterhäuschen schlägt Alarm
Auch wenn der heißeste Junitag des Jahres 2026 womöglich erst noch bevorsteht: Der heutige Freitag, der 26. Juni 2026, hat bereits eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise geht.
Das traditionsreiche Wetterhäuschen kletterte in der Abendsonne bis an das maximale letzte Stricherl des Thermometers: 43 Grad Celsius. Das lässt sich sehen — und es ließ sich auch bestätigen: Der moderne digitale Thermometer zeigte nahezu dasselbe. Die alte Messeinheit des Wetterhäuschens aus dem Jahr 1899, zuletzt getauscht 1986, funktioniert also noch immer auf den Celsius genau.
Doch was wird dann erst das Wochenende bringen?
Die Werte in Waidhofen sind schon jetzt rekordverdächtig. In der Mühlstraße, ohne Außenjalousien, wurden über 50 Grad am Fenster gemessen. Noch drastischer war die Situation am Freisingerberg: Die Pflastersteine erreichten dort über 60 Grad. Das sind keine bloßen Sommerwerte mehr — das sind echte Verbrennungstemperaturen. Für Hunde bedeutete das heute: kein gefahrloses Gehen mehr über den heißen Stein.
So sieht es die KI:
Waidhofen steht unter Hitze.Und das alte Wetterhäuschen, das schon viele Sommer gesehen hat, zeigt unmissverständlich: Dieser Juni 2026 schreibt seine eigene Geschichte.
Die Vorgeschichte der heißesten Stadt in Österreich (Juniwerte)
Deshalb dieser Apell an die Waidhofner Gemeinderäte:
Die Waidhofner Innenstadt steht unter Druck. Nicht irgendwann, nicht theoretisch, sondern jetzt. Der Klimawandel ist längst auf deren Plätzen und in den in der Innenstadt liegenden Wohnungen angekommen.
Gerade die Innenstadt von Waidhofen an der Ybbs leidet besonders unter den Folgen der zunehmenden Hitze. Die durchgehende Pflasterung führt zusätzlich dazu, dass sich die Hitze am Tag massiv aufstaut. Granitsteine können sich auf über 60 Grad aufheizen, was sie am 26. Juni bereits wieder taten. Diese Hitze bleibt nicht einfach am Boden liegen. Sie strahlt ab, sie dringt in die Gebäude, sie macht das Wohnen belastend und sie macht auch die Nächte zu echten Hitze-Hotspots.
Während andere Stadtteile in der Nacht zumindest teilweise abkühlen, bleibt die Innenstadt aufgeheizt. Genau dort, wo Menschen wohnen, wo ältere Personen leben, wo ohnehin immer weniger Menschen bereit sind, dauerhaft zu wohnen, werden nun zusätzliche Belastungen geschaffen.
Denn genau in dieser Situation beschließt die Stadt Verordnungen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern notwendige Schutzmaßnahmen erschweren oder sogar unmöglich machen.
Was überall sonst in Waidhofen / Ybbs selbstverständlich ist, soll in der Waidhofner Innenstadt plötzlich nicht mehr möglich sein: ein wirksamer Sonnenschutz, ein außenliegender Hitzeschutz, eine zeitgemäße Anpassung der eigenen Wohnung an die Realität des Klimawandels.
Das ist aus vielerlei Sicht nicht nachvollziehbar.
Wer will, dass Menschen in der Innenstadt wohnen bleiben, muss ihnen auch ermöglichen, dort menschenwürdig zu wohnen. Wer die Innenstadt erhalten will, darf sie nicht zu einem Freilichtmuseum machen. Eine lebendige Innenstadt braucht nicht nur schöne Fassaden, sondern vor allem Menschen, die dort leben können.
Der Schutz des Stadtbildes ist wichtig. Das stellt niemand in Abrede. Aber der Schutz des Stadtbildes darf nicht dazu führen, dass der Schutz der Menschen dahinter vergessen wird. Hinter jeder Fassade stehen Wohnungen. Hinter jeder Wohnung stehen Menschen. Und diese Menschen brauchen Schutz vor Hitze, vor Überwärmung und vor gesundheitlicher Belastung.
Es kann nicht sein, dass wir in Sonntagsreden über Klimaanpassung und Lebensqualität sprechen, aber dort, wo die Belastung am größten ist, den Bewohnerinnen und Bewohnern einfache und notwendige Maßnahmen verwehren.
Wenn die Innenstadt durch die Hitze immer schwerer bewohnbar wird und gleichzeitig außenliegender Sonnenschutz verhindert wird, dann widerspricht sich die Stadt selbst.
Deshalb eine einfache Forderung: Die Verordnung muss im Lichte der Klimaentwicklung neuerlich überprüft werden.
Notwendiger außenliegender Sonnenschutz muss möglich sein, wenn er sachlich begründet, technisch ordentlich ausgeführt und gestalterisch vertretbar ist.
Die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner dürfen nicht hinter einer starren Auslegung von Schutzzonenbestimmungen verschwinden.
Der Gemeinderat muss die Realität anerkennen: Die Innenstadt wird heißer, die Nächte werden belastender, und Wohnen in der Innenstadt wird schwieriger. Darauf muss die Stadt reagieren – nicht mit Verboten, sondern mit Lösungen.
Am Montag dem 29. Juni ist die letze Gemeinderatssitzung vor den langen Gemeionderatsferien bis Ende September. Der Tagesordnungspunkt zur Aufhebung der Bausperre darf daher nicht nur ein formaler Akt sein. Er muss Anlass sein, die gesamte Vorgangsweise noch einmal kritisch zu betrachten.
Die Fraktionen seinen daher aufgefordert durch entsprechende Erklärungen abzusichern, dass die Verordnung im Sinne des Klimawandels aber auch im Sinne der Rechtsordnung wieder abgeändert wird. Die Verordnung sollte im Hinblick auf Klimawandel, Hitzeschutz und die tatsächliche Lebensrealität der Innenstadtbewohnerinnen und Innenstadtbewohner angepasst werden. Ebenfalls sollen Teile entfernt werden, welche von einer Verfassungswidrigkeit bedroht sind. (siehe unten)
Waidhofen braucht eine Innenstadt, die geschützt wird – aber sie braucht vor allem eine Innenstadt, in der Menschen auch in Zukunft leben können.
Waidhofen glüht – und das Wetterhäuschen schlägt Alarm
Auch wenn der heißeste Junitag des Jahres 2026 womöglich erst noch bevorsteht: Der heutige Freitag, der 26. Juni 2026, hat bereits eindrucksvoll gezeigt, wohin die Reise geht.
Das traditionsreiche Wetterhäuschen kletterte in der Abendsonne bis an das maximale letzte Stricherl des Thermometers: 43 Grad Celsius. Das lässt sich sehen — und es ließ sich auch bestätigen: Der moderne digitale Thermometer zeigte nahezu dasselbe. Die alte Messeinheit des Wetterhäuschens aus dem Jahr 1899, zuletzt getauscht 1986, funktioniert also noch immer auf den Celsius genau.
Doch was wird dann erst das Wochenende bringen?
Die Werte in Waidhofen sind schon jetzt rekordverdächtig. In der Mühlstraße, ohne Außenjalousien, wurden über 50 Grad am Fenster gemessen. Noch drastischer war die Situation am Freisingerberg: Die Pflastersteine erreichten dort über 60 Grad. Das sind keine bloßen Sommerwerte mehr — das sind echte Verbrennungstemperaturen. Für Hunde bedeutete das heute: kein gefahrloses Gehen mehr über den heißen Stein.
So sieht es die KI:
Waidhofen steht unter Hitze. Und das alte Wetterhäuschen, das schon viele Sommer gesehen hat, zeigt unmissverständlich:
Dieser Juni 2026 schreibt seine eigene Geschichte.
Die Vorgeschichte der heißesten Stadt in Österreich (Juniwerte)
Deshalb dieser Apell an die Waidhofner Gemeinderäte:
Die Waidhofner Innenstadt steht unter Druck. Nicht irgendwann, nicht theoretisch, sondern jetzt. Der Klimawandel ist längst auf deren Plätzen und in den in der Innenstadt liegenden Wohnungen angekommen.
Gerade die Innenstadt von Waidhofen an der Ybbs leidet besonders unter den Folgen der zunehmenden Hitze. Die durchgehende Pflasterung führt zusätzlich dazu, dass sich die Hitze am Tag massiv aufstaut. Granitsteine können sich auf über 60 Grad aufheizen, was sie am 26. Juni bereits wieder taten. Diese Hitze bleibt nicht einfach am Boden liegen. Sie strahlt ab, sie dringt in die Gebäude, sie macht das Wohnen belastend und sie macht auch die Nächte zu echten Hitze-Hotspots.
Während andere Stadtteile in der Nacht zumindest teilweise abkühlen, bleibt die Innenstadt aufgeheizt. Genau dort, wo Menschen wohnen, wo ältere Personen leben, wo ohnehin immer weniger Menschen bereit sind, dauerhaft zu wohnen, werden nun zusätzliche Belastungen geschaffen.
Denn genau in dieser Situation beschließt die Stadt Verordnungen, die den Bewohnerinnen und Bewohnern notwendige Schutzmaßnahmen erschweren oder sogar unmöglich machen.
Was überall sonst in Waidhofen / Ybbs selbstverständlich ist, soll in der Waidhofner Innenstadt plötzlich nicht mehr möglich sein: ein wirksamer Sonnenschutz, ein außenliegender Hitzeschutz, eine zeitgemäße Anpassung der eigenen Wohnung an die Realität des Klimawandels.
Das ist aus vielerlei Sicht nicht nachvollziehbar.
Wer will, dass Menschen in der Innenstadt wohnen bleiben, muss ihnen auch ermöglichen, dort menschenwürdig zu wohnen. Wer die Innenstadt erhalten will, darf sie nicht zu einem Freilichtmuseum machen. Eine lebendige Innenstadt braucht nicht nur schöne Fassaden, sondern vor allem Menschen, die dort leben können.
Der Schutz des Stadtbildes ist wichtig. Das stellt niemand in Abrede. Aber der Schutz des Stadtbildes darf nicht dazu führen, dass der Schutz der Menschen dahinter vergessen wird. Hinter jeder Fassade stehen Wohnungen. Hinter jeder Wohnung stehen Menschen. Und diese Menschen brauchen Schutz vor Hitze, vor Überwärmung und vor gesundheitlicher Belastung.
Es kann nicht sein, dass wir in Sonntagsreden über Klimaanpassung und Lebensqualität sprechen, aber dort, wo die Belastung am größten ist, den Bewohnerinnen und Bewohnern einfache und notwendige Maßnahmen verwehren.
Wenn die Innenstadt durch die Hitze immer schwerer bewohnbar wird und gleichzeitig außenliegender Sonnenschutz verhindert wird, dann widerspricht sich die Stadt selbst.
Deshalb eine einfache Forderung:
Die Verordnung muss im Lichte der Klimaentwicklung neuerlich überprüft werden.
Notwendiger außenliegender Sonnenschutz muss möglich sein, wenn er sachlich begründet, technisch ordentlich ausgeführt und gestalterisch vertretbar ist.
Die Interessen der Bewohnerinnen und Bewohner dürfen nicht hinter einer starren Auslegung von Schutzzonenbestimmungen verschwinden.
Der Gemeinderat muss die Realität anerkennen: Die Innenstadt wird heißer, die Nächte werden belastender, und Wohnen in der Innenstadt wird schwieriger. Darauf muss die Stadt reagieren – nicht mit Verboten, sondern mit Lösungen.
Am Montag dem 29. Juni ist die letze Gemeinderatssitzung vor den langen Gemeionderatsferien bis Ende September. Der Tagesordnungspunkt zur Aufhebung der Bausperre darf daher nicht nur ein formaler Akt sein. Er muss Anlass sein, die gesamte Vorgangsweise noch einmal kritisch zu betrachten.
Die Fraktionen seinen daher aufgefordert durch entsprechende Erklärungen abzusichern, dass die Verordnung im Sinne des Klimawandels aber auch im Sinne der Rechtsordnung wieder abgeändert wird. Die Verordnung sollte im Hinblick auf Klimawandel, Hitzeschutz und die tatsächliche Lebensrealität der Innenstadtbewohnerinnen und Innenstadtbewohner angepasst werden. Ebenfalls sollen Teile entfernt werden, welche von einer Verfassungswidrigkeit bedroht sind. (siehe unten)
Waidhofen braucht eine Innenstadt, die geschützt wird – aber sie braucht vor allem eine Innenstadt, in der Menschen auch in Zukunft leben können.
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