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Außenjalousien & CO

Dieser Blog zeigt auf, dass in der Waidhofner Schutzzonenverordnung Außenjalousien, Rollläden und Markisen trotz zunehmender Hitzebelastung weitgehend unzulässig sind. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass Bund, Länder und Fachstellen den außenliegenden Sonnenschutz vielerorts ausdrücklich als wichtigen Beitrag zum Hitzeschutz empfehlen. Der Beitrag stellt daher die Frage, ob diese Regelung noch zeitgemäß und rechtlich ausreichend gedeckt ist, insbesondere weil bereits vor der Beschlussfassung auf entsprechende rechtliche Bedenken hingewiesen worden war. Abschließend wird die Hoffnung geäußert, dass die jüngsten Initiativen der Bundesregierung zum Hitzeschutz Anlass geben, die Waidhofner Bestimmungen nochmals zu überdenken und an die heutigen klimatischen Herausforderungen anzupassen.

Aktuell 5. August 2026
Auch die Bundesregierung erkennt nun „offiziell das Hitzeproblem“ und veröffentlicht den nationalen Hitzeschutzplan (siehe unten)
ORF: https://orf.at/stories/3438252
Besonders der Standard berichtet: https://www.derstandard.at/story/3000000334310/regierung-will Fachleute erkennen Hitze-Problematik ebenfalls vermehrt: https://www.derstandard.at/story/3000000334170/oesterreichs-bauvorschriften-hinken-der-neuen-hitzerealitaet-hinterher

Daraus ergibt sich eine Bitte an die Bundesregierung:

Aktuell 1. August 2026 – Die Klimaexperten aus NÖ (eNu) haben zum Thema Hitze ein Video veröffentlicht – besonders wichtig in dieser Information der Außenhitzeschutz durch Jalosien, Markisen usw. Eine wichtige Info im Bezug zur Schutzzonenverordnung in Waidhofen / Ybbs vom 1. Juli 2026

Das in dieser Mailnachricht zum Ansehen empfohlene Video ist jenes, welche am Beginn des BLOGS vom 1. August 2026 zu sehen ist: „So bleiben Räume kühl“.

Wie hoch bleiben die Zimmertemperaturen in Räumen ohne Aussenjalousien oder Markisen in den neuen Schutzzonen in Waidhofen / Ybbs
Bilder sagen mehr als 1000 Worte – Mühlstrasse und Unterer Stadtplatz um ca 22:30 :

Und dazu noch ein Video über Aussenjalosien von der eNu:

Ab 1. Juli 2026 sind allerdings auf Grund eines Beschlusses des Waidhofner Gemeinderates in den Waidhofner Schutzzonen Aussenjalosien, Markisen und Rolläden als nicht zulässig verordnet worden – hier der Ausschnitt aus der Verordnung welche von nur 26 Mandataren (von 40) beschlossen wurde:

Der letzte Absatz ist rechtlich klar, eindeutig und lässt hinsichtlich seines Regelungsinhalts keinen Interpretationsspielraum zu.
Ausschnitt aus dem Protokoll – FPÖ, Grüne und Erich Leonhartsberger (freier Gemeinderat) waren nicht anwesend

Die gesamte Verordnung: https://login.waidhofen.at/getfile/43212/3/verordnung-teilbebauungsplan-waidhofen-stadt

Gegen den Entwurf der Verordnung wurden von mehreren Hauseigentümern durch einen Rechtsanwalt Bedenken angemeldet – hier der diesbezügliche Ausschnitt zu den Jalosien:

Die Stadt Waidhofen stützt die von ihr angenommene Rechtskonformität der Schutzzonenverordnung ausdrücklich auf die vorangegangene Abstimmung mit der zuständigen Fachabteilung des Landes Niederösterreich. Gerade deshalb kommt einer neuerlichen fachlichen Beurteilung durch das Land besondere Bedeutung zu, wenn sich nun Zweifel an einzelnen Regelungen oder deren Auslegung ergeben.“

Schreiben des Magistratsdirektors vom 10. Juli 2026 zur rechtlichen Beurteilung der Schutzzonenverordnung und deren vorheriger Abstimmung mit der zuständigen Fachabteilung des Amtes der NÖ Landesregierung.

Die beschließende Mehrheit der Gemeinderäte hielt an den Bestimmungen über die Unzulässigkeit von Rollläden, Außenjalousien und Markisen fest, obwohl zuvor ausdrücklich rechtsanwaltlich auf das Fehlen einer ausreichenden gesetzlichen Grundlage hingewiesen worden war. Es spricht vieles dafür, dass die Gemeinderäte dabei auf die fachliche Beurteilung und die rechtliche Expertise der zuständigen Landesstellen vertrauten und ihre Entscheidung in diesem guten Glauben trafen. Gleichwohl lagen die erhobenen rechtlichen Bedenken bereits vor der Beschlussfassung offen auf dem Tisch. Ob und welche rechtliche Bedeutung diesem Umstand im Rahmen einer allfälligen verfassungs- oder verwaltungsgerichtlichen Überprüfung zukommt, bleibt einer unabhängigen Beurteilung vorbehalten.

Wie behandelt dagegen aktuell die Stadt Wien seine Bürger in dieser Beschattungs-Problematik?
Am 27. Juli 2026 erhielt Karl Piaty sen. von der Stadt Wien folgende Informationen:
https://www.wien.gv.at/spezial/sonnenschutz-stadtbild/

Hier eine kleine Abhandlung dazu:

Ulli Sima: Außenliegender Sonnenschutz ist der wirksamste Hitzeschutz

Die zunehmenden Hitzewellen stellen Städte und ihre Bewohner vor immer größere Herausforderungen. Besonders Wohnungen in den Innenstädten heizen sich im Sommer oft innerhalb weniger Stunden stark auf. Wiens Planungsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) weist daher immer wieder darauf hin, dass der wirksamste Schutz nicht erst im Wohnraum beginnt, sondern bereits vor dem Fenster.

Die Empfehlung ist klar: Außenjalousien, Rollläden, Raffstores oder Markisen sollen die Sonnenstrahlen bereits abfangen, bevor sie die Fensterscheibe erreichen. Dadurch gelangt deutlich weniger Wärme in die Wohnräume. Innenjalousien oder Vorhänge können zwar vor Blendung schützen, die Sonnenenergie befindet sich dann jedoch bereits hinter der Glasscheibe und heizt den Raum trotzdem auf.

Diese Einschätzung wird nicht nur von der Stadt Wien vertreten, sondern entspricht auch dem Stand der Bauphysik. Fachleute empfehlen seit Jahren, bei Neubauten und Sanierungen nach Möglichkeit außenliegenden Sonnenschutz einzusetzen, weil dieser die sommerliche Überhitzung wesentlich besser verhindert als innenliegende Beschattung.

Die Stadt Wien setzt deshalb verstärkt auf Maßnahmen zur Klimaanpassung. Der außenliegende Sonnenschutz gehört daher zu den empfohlenen Maßnahmen gegen die zunehmende Sommerhitze. Für bestimmte Wohngebäude gibt es in Wien sogar Fördermöglichkeiten für die nachträgliche Montage von Außenjalousien oder ähnlichen Beschattungssystemen.

Die Botschaft von Ulli Sima ist damit einfach zusammengefasst: Die beste Klimaanlage ist jene, die gar nicht erst benötigt wird. Wer die Sonne bereits vor dem Fenster stoppt, hält die Wohnung spürbar kühler, spart Energie und verbessert gleichzeitig den Wohnkomfort.

Wie geht es jetzt in Waidhofen / Ybbs weiter – vor allen Dingen die SPÖ ist gefragt, ob sie sich auch mit der Meinung der SPÖ Stadträtin in Wien solidarisieren kann.

Alles Nähere dazu:

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