Seit 1724 nicht mehr: Wenn über dem Mostviertel Sonne und Mond „gemeinsam untergehen“
Der 12. August 2026 könnte im Mostviertel ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte der Sonnenfinsternisse schreiben. Nicht deshalb, weil eine Sonnenfinsternis an sich so außergewöhnlich wäre. Das wirklich Seltene ist diesmal der Zeitpunkt: Der Mond schiebt sich vor die Sonne, während diese dem westlichen Horizont entgegengeht – und ausgerechnet unmittelbar vor dem Sonnenuntergang erreicht die Finsternis um Waidhofen an der Ybbs ihre größte sichtbare Phase.
Die astronomischen Daten zeigen, wie knapp hier alles zusammenspielt:
Waidhofen an der Ybbs – 12. August 2026
Beginn der partiellen Sonnenfinsternis: 19:22 Uhr Maximum: 20:14 Uhr Magnitude: 0,899 Untergang der noch verfinsterten Sonne: etwa 20:19 Uhr
Der Österreichische Astronomische Verein berechnet für Waidhofen den Beginn sogar auf 19:22:47 Uhr und das Maximum auf 20:14:52 Uhr. Damit verschwindet die stark verfinsterte Sonne praktisch unmittelbar nach dem Maximum am Horizont.
Der Blick zurück führt mehr als 300 Jahre in die Vergangenheit
Und genau hier beginnt die historische Dimension dieses Abends.
Geht man nicht nur den bekannten Sonnenfinsternissen der vergangenen Jahrzehnte nach, sondern sucht gezielt nach einer vergleichbar starken Sonnenfinsternis, die im Raum Waidhofen unmittelbar beim Sonnenuntergang ihren Höhepunkt erreichte, muss man mehr als drei Jahrhunderte zurückblicken:
…. exakt bis zum 22. Mai 1724.
Damals ereignete sich über Europa eine große Sonnenfinsternis. Für unseren Raum war sie partiell zu sehen und fiel ebenfalls in die unmittelbare Nähe des Sonnenuntergangs. Die damalige Bedeckung war sogar noch etwas stärker als jene, die für 2026 errechnet wird.
Damit liegen zwischen diesen beiden außergewöhnlichen Himmelsereignissen 302 Jahre.
Natürlich gab es in diesen drei Jahrhunderten auch im Mostviertel zahlreiche andere Sonnenfinsternisse. Die berühmteste war die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999. Doch sie ereignete sich mitten am Tag. Die Besonderheit des Jahres 2026 liegt gerade in dieser seltenen Verbindung von Mond, stark verfinsterter Sonne, Landschaft und Sonnenuntergang.
Und genau darauf wartet ein ganz besonderer Fotograf
Für den Kulturkreis Freisingerberg wird der 12. August 2026 deshalb zu einem ganz besonderen Tag – und für Meisterfotograf Fritz Bachner zu einer fotografischen Herausforderung, bei der buchstäblich jeder Meter zählt.
Denn Bachner will nicht einfach nur die Sonnenfinsternis fotografieren.
Er hat auf den Meter genau berechnet, wo seine Kamera stehen muss, wenn um 19:22 Uhr das Himmelsschauspiel beginnt. Sein Ziel ist eine Aufnahme, die zwei Welten miteinander verbindet: ein seltenes astronomisches Ereignis am Himmel und eine der großen, von Menschenhand geschaffenen Landmarken des Mostviertels auf der Erde.
So sieht die KI (künstliche Intelligenz)Fritz Bachner und seine Aufgabe am 12. August 2026
Die Kamera muss am richtigen Punkt stehen. Die Blickrichtung muss stimmen. Sonne, Mond und Motiv müssen sich aus der Perspektive des Fotografen genau so begegnen, wie es vorausberechnet wurde.
302 Jahre Himmelsmechanik treffen damit auf wenige Meter fotografischer Präzision.
Und für dieses Vorhaben wurde bereits ein eigenes Schlagwort geboren:
SO – SO – MO – MO
SOnne SOnntagberg MOnd MOstviertel
SO–SO–MO–MO 2026.
Vier Silben für ein Bild, das es in dieser Form vielleicht nur ein einziges Mal geben kann.
Denn Sonne und Mond halten sich an ihre seit Jahrmillionen vorgegebenen Bahnen.
Fritz Bachner kann seinen Kamerastandpunkt auf den Meter genau berechnen. Der Sonntagberg wird ebenfalls dort sein, wo er seit Jahrhunderten steht.
Nur einer muss jetzt noch mitspielen: der Wettergott – … doch der wurde „schon vor Monaten“ durch das „Wetterhäuschen“ verständigt.
Wenn es am Abend des 12. August 2026 über dem westlichen Mostviertel rechtzeitig keine Wolken gibt und der Blick zum Horizont frei ist, könnte Fritz Bachner eine Aufnahme gelingen, die weit mehr ist als ein schönes Foto:
…. ein Bild für die Geschichte des Mostviertels – SO–SO–MO–MO.
Schon am 11. August 2026 wurde das Gebiet vom Kulturkreis Freisingerberg „überprüft“ und dabei machten Wolken und Sonne ebenfallls ein phantastisches Bild – es lohnt sich also auch ohne Sonnenfinsternis die Region der „Ötscherbärin“ zu besuchen – vor allen Dingen auch „elektrisch“
11. August 2026 – Sonnenuntergang über dem Sonntagberg – 23 Stunden und 58 Minuten später soll sich hier absolutes Naturereignis erstmals wieder nach 302 Jahren ereignen – Eine Sonnenfinsternis wo Sonne und Mond gemeinsam hinter der Basilika Sonntagberg verschwinden. Charly 3 – der Elektroroller von 2026 wird dabei die „Jetztzeit“ darstellem
Übrigens führt uns das Jahr 1724 nicht nur bei der Sonnenfinsternis weit zurück in die Geschichte – auch die Basilika Sonntagberg sah damals noch ganz anders aus als heute.
Der barocke Neubau der weithin sichtbaren Wallfahrtskirche hatte 1706 nach den Plänen des berühmten Barockbaumeisters Jakob Prandtauer begonnen. Prandtauer, dessen Name vor allem mit dem großartigen Stift Melk verbunden ist, arbeitete somit auch im Jahr 1724 noch am Sonntagberg.
Gerade das macht den historischen Vergleich so reizvoll: Als sich 1724 die Sonne über unserer Gegend ähnlich eindrucksvoll verfinsterte, war die heutige Basilika noch eine Baustelle. Prandtauer lebte und wirkte noch – erst zwei Jahre später, 1726, starb er. Danach führte sein Schüler und Mitarbeiter Joseph Munggenast die Arbeiten weiter.
Wer also am 12. August 2026 vom Sonntagberg aus zum Himmel blickt, kann sich für einen Augenblick vorstellen, wie es hier vor gut 300 Jahren ausgesehen haben mag: Auf der Höhe wurde noch an der großen barocken Wallfahrtskirche gebaut, Jakob Prandtauer bestimmte ihr Werden – und über dieser Baustelle spielte sich am Himmel jenes seltene Schauspiel ab, an das die Sonnenfinsternis von 2026 auf besondere Weise erinnert.
So verbindet sich 1724 mit 2026 nicht nur astronomisch, sondern auch ganz unmittelbar mit der Geschichte des Sonntagbergs. Der Himmel wiederholt ein seltenes Schauspiel – die Landschaft darunter erzählt, wie viel sich in drei Jahrhunderten verändert hat.
Und warum Händels Wassermusik als musikalische Umrahmung dieser Sonnenfinsternis: Händels „Wassermusik“ – und was sie mit dem Jahr 1724 verbindet
Wenn wir heute musikalisch in das Jahr 1724 zurückreisen wollen, ist Georg Friedrich Händels berühmte „Wassermusik“ eine besonders schöne Begleitung – auch wenn man eines gleich vorweg klarstellen muss: Sie wurde nicht 1724 komponiert.
Georg Friedrich Händel lebte von 1685 bis 1759 und gehörte damit genau zu jener musikalischen Welt, in die auch das Jahr 1724 fällt. Seine „Water Music“ erklang nachweislich erstmals am 17. Juli 1717 bei einer spektakulären königlichen Fahrt auf der Themse in London. König Georg I. fuhr mit seiner Gesellschaft auf dem Fluss, während Händels Musiker auf einem eigenen Schiff die königliche Gesellschaft begleiteten. Der König soll von der Musik so begeistert gewesen sein, dass Teile davon mehrfach wiederholt wurden.
1724 war diese Musik also keineswegs „alte Musik“. Die berühmte Uraufführung lag gerade einmal sieben Jahre zurück. Händel war 39 Jahre alt, lebte in London und stand mitten in seiner großen Schaffenszeit. Wer sich daher vorstellen möchte, welche festliche und lebensfrohe Musik in jener Epoche zu hören war, bekommt mit der „Wassermusik“ einen ausgezeichneten Eindruck.
Gerade deshalb passt sie auch so schön zu unserer Geschichte rund um 1724 und die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026: Wir hören damit Musik, die damals tatsächlich zeitgenössisch war. Während auf dem Sonntagberg noch an der barocken Basilika gebaut wurde und Jakob Prandtauer noch lebte, war Händels „Wassermusik“ erst wenige Jahre alt.
Und wird die „Wassermusik“ heute noch gespielt?
Ja – und zwar erstaunlich häufig. Sie gehört heute zu den bekanntesten Werken der Barockmusik. Besonders das festliche „Alla Hornpipe“ aus der zweiten Suite ist vielen Menschen vertraut, selbst wenn sie den Titel gar nicht kennen.
Ein schönes Beispiel gibt es sogar aus Österreich im Jahr 2026: Am 14. Juni 2026 wurde im Großen Saal des Wiener Konzerthauses Händels Suite Nr. 2 D-Dur HWV 349 aus der „Water Music“ aufgeführt.
Auch im Rundfunk lebt das Werk weiter: Ö1 sendete erst am 28. Mai 2026 eine umfangreiche Aufnahme der Wassermusik mit The English Concert unter Trevor Pinnock – insgesamt mehr als 50 Minuten Händel.
Und selbst in ungewöhnlicher Form wird das Werk gespielt: Im April 2026 stand Händels Wassermusik bei einem Konzert in Wals bei Salzburg auf dem Programm – dort sogar im Rahmen eines Programms unter dem Titel „Der Klang des Wassers“.
Das zeigt: Mehr als 300 Jahre nach ihrer Entstehung ist Händels Wassermusik keineswegs ein Museumsstück. Sie wird weiterhin in Konzertsälen, bei Freiluftkonzerten und im Rundfunk gespielt.
Wir sehen ein Himmelsereignis des Jahres 2026 und hören dazu Musik aus jener Zeit, in der ein vergleichbares Schauspiel im Jahr 1724 beobachtet werden konnte.
„Und wie klang die Welt damals, im Jahre 1724? Vielleicht ungefähr so: Händels Wassermusik war damals gerade einmal sieben Jahre alt – moderne Musik ihrer Zeit. Mehr als drei Jahrhunderte später erklingt sie noch immer.“
Aber auch rundherum tut sich einiges – in wenigen Wochen feiert das kleine Filialkirchlein St. Ägidi sein 500 jähriges Bestehen – am 6. September wird hier als krönender Abschluss die vergoldete Kugel samt neuem Kirchenkreuz gesegnet und montiert – unfassbar was das Mostviertel 2026 bietet.
Seit 1724 nicht mehr:
Wenn über dem Mostviertel Sonne und Mond „gemeinsam untergehen“
Der 12. August 2026 könnte im Mostviertel ein ganz besonderes Kapitel in der Geschichte der Sonnenfinsternisse schreiben. Nicht deshalb, weil eine Sonnenfinsternis an sich so außergewöhnlich wäre. Das wirklich Seltene ist diesmal der Zeitpunkt: Der Mond schiebt sich vor die Sonne, während diese dem westlichen Horizont entgegengeht – und ausgerechnet unmittelbar vor dem Sonnenuntergang erreicht die Finsternis um Waidhofen an der Ybbs ihre größte sichtbare Phase.
Die astronomischen Daten zeigen, wie knapp hier alles zusammenspielt:
Waidhofen an der Ybbs – 12. August 2026
Beginn der partiellen Sonnenfinsternis: 19:22 Uhr
Maximum: 20:14 Uhr
Magnitude: 0,899
Untergang der noch verfinsterten Sonne: etwa 20:19 Uhr
Der Österreichische Astronomische Verein berechnet für Waidhofen den Beginn sogar auf 19:22:47 Uhr und das Maximum auf 20:14:52 Uhr. Damit verschwindet die stark verfinsterte Sonne praktisch unmittelbar nach dem Maximum am Horizont.
Der Blick zurück führt mehr als 300 Jahre in die Vergangenheit
Und genau hier beginnt die historische Dimension dieses Abends.
Geht man nicht nur den bekannten Sonnenfinsternissen der vergangenen Jahrzehnte nach, sondern sucht gezielt nach einer vergleichbar starken Sonnenfinsternis, die im Raum Waidhofen unmittelbar beim Sonnenuntergang ihren Höhepunkt erreichte, muss man mehr als drei Jahrhunderte zurückblicken:
…. exakt bis zum 22. Mai 1724.
Damals ereignete sich über Europa eine große Sonnenfinsternis. Für unseren Raum war sie partiell zu sehen und fiel ebenfalls in die unmittelbare Nähe des Sonnenuntergangs. Die damalige Bedeckung war sogar noch etwas stärker als jene, die für 2026 errechnet wird.
Damit liegen zwischen diesen beiden außergewöhnlichen Himmelsereignissen 302 Jahre.
Natürlich gab es in diesen drei Jahrhunderten auch im Mostviertel zahlreiche andere Sonnenfinsternisse. Die berühmteste war die totale Sonnenfinsternis vom 11. August 1999. Doch sie ereignete sich mitten am Tag. Die Besonderheit des Jahres 2026 liegt gerade in dieser seltenen Verbindung von Mond, stark verfinsterter Sonne, Landschaft und Sonnenuntergang.
Und genau darauf wartet ein ganz besonderer Fotograf
Für den Kulturkreis Freisingerberg wird der 12. August 2026 deshalb zu einem ganz besonderen Tag – und für Meisterfotograf Fritz Bachner zu einer fotografischen Herausforderung, bei der buchstäblich jeder Meter zählt.
Denn Bachner will nicht einfach nur die Sonnenfinsternis fotografieren.
Er hat auf den Meter genau berechnet, wo seine Kamera stehen muss, wenn um 19:22 Uhr das Himmelsschauspiel beginnt. Sein Ziel ist eine Aufnahme, die zwei Welten miteinander verbindet: ein seltenes astronomisches Ereignis am Himmel und eine der großen, von Menschenhand geschaffenen Landmarken des Mostviertels auf der Erde.
Die Kamera muss am richtigen Punkt stehen.
Die Blickrichtung muss stimmen. Sonne, Mond und Motiv müssen sich aus der Perspektive des Fotografen genau so begegnen, wie es vorausberechnet wurde.
302 Jahre Himmelsmechanik treffen damit auf wenige Meter fotografischer Präzision.
Und für dieses Vorhaben wurde bereits ein eigenes Schlagwort geboren:
SO – SO – MO – MO
SOnne
SOnntagberg
MOnd
MOstviertel
SO–SO–MO–MO 2026.
Vier Silben für ein Bild, das es in dieser Form vielleicht nur ein einziges Mal geben kann.
Denn Sonne und Mond halten sich an ihre seit Jahrmillionen vorgegebenen Bahnen.
Fritz Bachner kann seinen Kamerastandpunkt auf den Meter genau berechnen.
Der Sonntagberg wird ebenfalls dort sein, wo er seit Jahrhunderten steht.
Nur einer muss jetzt noch mitspielen: der Wettergott –
… doch der wurde „schon vor Monaten“ durch das „Wetterhäuschen“ verständigt.
Wenn es am Abend des 12. August 2026 über dem westlichen Mostviertel rechtzeitig keine Wolken gibt und der Blick zum Horizont frei ist, könnte Fritz Bachner eine Aufnahme gelingen, die weit mehr ist als ein schönes Foto:
…. ein Bild für die Geschichte des Mostviertels – SO–SO–MO–MO.
Schon am 11. August 2026 wurde das Gebiet vom Kulturkreis Freisingerberg „überprüft“ und dabei machten Wolken und Sonne ebenfallls ein phantastisches Bild – es lohnt sich also auch ohne Sonnenfinsternis die Region der „Ötscherbärin“ zu besuchen – vor allen Dingen auch „elektrisch“
Übrigens führt uns das Jahr 1724 nicht nur bei der Sonnenfinsternis weit zurück in die Geschichte – auch die Basilika Sonntagberg sah damals noch ganz anders aus als heute.
Der barocke Neubau der weithin sichtbaren Wallfahrtskirche hatte 1706 nach den Plänen des berühmten Barockbaumeisters Jakob Prandtauer begonnen. Prandtauer, dessen Name vor allem mit dem großartigen Stift Melk verbunden ist, arbeitete somit auch im Jahr 1724 noch am Sonntagberg.
Gerade das macht den historischen Vergleich so reizvoll: Als sich 1724 die Sonne über unserer Gegend ähnlich eindrucksvoll verfinsterte, war die heutige Basilika noch eine Baustelle. Prandtauer lebte und wirkte noch – erst zwei Jahre später, 1726, starb er. Danach führte sein Schüler und Mitarbeiter Joseph Munggenast die Arbeiten weiter.
Wer also am 12. August 2026 vom Sonntagberg aus zum Himmel blickt, kann sich für einen Augenblick vorstellen, wie es hier vor gut 300 Jahren ausgesehen haben mag: Auf der Höhe wurde noch an der großen barocken Wallfahrtskirche gebaut, Jakob Prandtauer bestimmte ihr Werden – und über dieser Baustelle spielte sich am Himmel jenes seltene Schauspiel ab, an das die Sonnenfinsternis von 2026 auf besondere Weise erinnert.
So verbindet sich 1724 mit 2026 nicht nur astronomisch, sondern auch ganz unmittelbar mit der Geschichte des Sonntagbergs. Der Himmel wiederholt ein seltenes Schauspiel – die Landschaft darunter erzählt, wie viel sich in drei Jahrhunderten verändert hat.
Und warum Händels Wassermusik als musikalische Umrahmung dieser Sonnenfinsternis:
Händels „Wassermusik“ – und was sie mit dem Jahr 1724 verbindet
Wenn wir heute musikalisch in das Jahr 1724 zurückreisen wollen, ist Georg Friedrich Händels berühmte „Wassermusik“ eine besonders schöne Begleitung – auch wenn man eines gleich vorweg klarstellen muss: Sie wurde nicht 1724 komponiert.
Georg Friedrich Händel lebte von 1685 bis 1759 und gehörte damit genau zu jener musikalischen Welt, in die auch das Jahr 1724 fällt. Seine „Water Music“ erklang nachweislich erstmals am 17. Juli 1717 bei einer spektakulären königlichen Fahrt auf der Themse in London. König Georg I. fuhr mit seiner Gesellschaft auf dem Fluss, während Händels Musiker auf einem eigenen Schiff die königliche Gesellschaft begleiteten. Der König soll von der Musik so begeistert gewesen sein, dass Teile davon mehrfach wiederholt wurden.
1724 war diese Musik also keineswegs „alte Musik“. Die berühmte Uraufführung lag gerade einmal sieben Jahre zurück. Händel war 39 Jahre alt, lebte in London und stand mitten in seiner großen Schaffenszeit. Wer sich daher vorstellen möchte, welche festliche und lebensfrohe Musik in jener Epoche zu hören war, bekommt mit der „Wassermusik“ einen ausgezeichneten Eindruck.
Gerade deshalb passt sie auch so schön zu unserer Geschichte rund um 1724 und die Sonnenfinsternis vom 12. August 2026: Wir hören damit Musik, die damals tatsächlich zeitgenössisch war. Während auf dem Sonntagberg noch an der barocken Basilika gebaut wurde und Jakob Prandtauer noch lebte, war Händels „Wassermusik“ erst wenige Jahre alt.
Und wird die „Wassermusik“ heute noch gespielt?
Ja – und zwar erstaunlich häufig. Sie gehört heute zu den bekanntesten Werken der Barockmusik. Besonders das festliche „Alla Hornpipe“ aus der zweiten Suite ist vielen Menschen vertraut, selbst wenn sie den Titel gar nicht kennen.
Ein schönes Beispiel gibt es sogar aus Österreich im Jahr 2026: Am 14. Juni 2026 wurde im Großen Saal des Wiener Konzerthauses Händels Suite Nr. 2 D-Dur HWV 349 aus der „Water Music“ aufgeführt.
Auch im Rundfunk lebt das Werk weiter: Ö1 sendete erst am 28. Mai 2026 eine umfangreiche Aufnahme der Wassermusik mit The English Concert unter Trevor Pinnock – insgesamt mehr als 50 Minuten Händel.
Und selbst in ungewöhnlicher Form wird das Werk gespielt: Im April 2026 stand Händels Wassermusik bei einem Konzert in Wals bei Salzburg auf dem Programm – dort sogar im Rahmen eines Programms unter dem Titel „Der Klang des Wassers“.
Das zeigt: Mehr als 300 Jahre nach ihrer Entstehung ist Händels Wassermusik keineswegs ein Museumsstück. Sie wird weiterhin in Konzertsälen, bei Freiluftkonzerten und im Rundfunk gespielt.
Wir sehen ein Himmelsereignis des Jahres 2026 und hören dazu Musik aus jener Zeit, in der ein vergleichbares Schauspiel im Jahr 1724 beobachtet werden konnte.
„Und wie klang die Welt damals, im Jahre 1724?
Vielleicht ungefähr so: Händels Wassermusik war damals gerade einmal sieben Jahre alt – moderne Musik ihrer Zeit. Mehr als drei Jahrhunderte später erklingt sie noch immer.“
Aber auch rundherum tut sich einiges – in wenigen Wochen feiert das kleine Filialkirchlein St. Ägidi sein 500 jähriges Bestehen – am 6. September wird hier als krönender Abschluss die vergoldete Kugel samt neuem Kirchenkreuz gesegnet und montiert – unfassbar was das Mostviertel 2026 bietet.
Hier weitere Kulturkreis Freisingerbergfotos vom 11. August 2026
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