Eine Stunde in Venedig oder eine Stunde in Lackenhof am Ötscher?
Manchmal lohnt es sich, bei Parkgebühren nicht nur auf den Tagespreis zu schauen, sondern auch auf die Uhr. Wer sein Auto beim großen Parkplatz Tronchetto in Venedig abstellt, bezahlt für die erste Stunde 6 Euro. Wer hingegen nach Lackenhof am Ötscher kommt und sein Fahrzeug auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz der Ötscherlifte abstellt, bezahlt 10 Euro – auch wenn der Spaziergang nur eine halbe oder eine Stunde dauert.
Damit gewinnt ausgerechnet die weltberühmte Lagunenstadt einen etwas ungewöhnlichen Preisvergleich:
1 Stunde Parken in Venedig: 6 Euro. 1 Stunde Parken am Ötscher: 10 Euro.
Für einen Wanderer, der morgens kommt und nach einem schönen Tag am Berg am Abend zurückkehrt, erscheinen 10 Euro durchaus vernünftig. Anders sieht es für den Kurzbesucher aus: Wer vielleicht nur eine Stunde spazieren, die Landschaft genießen oder sich ein wenig in Lackenhof umsehen möchte, bezahlt ebenfalls den vollen Tagestarif.
Vielleicht wäre daher ein Kurzzeittarif eine Überlegung wert.
Und wie bezahlt man ohne Smartphone?
Eine zweite Frage betrifft weniger die Höhe als die Art der Bezahlung. Online funktioniert das problemlos, und während der Betriebszeiten gibt es bei Schirmbar bzw. Kassa auch eine persönliche Möglichkeit.
Aber was macht ein Besucher an einem der beiden Ruhetage, der kein Smartphone besitzt oder keine Onlinebezahlung verwendet?
Gerade der Ötscher ist ein traditionelles Wanderziel, das selbstverständlich auch viele ältere Menschen anzieht. Nicht jeder möchte sein Handy zum Parkscheinautomaten machen.
Digitalisierung ist bequem – aber eine zusätzliche einfache Bezahlmöglichkeit für Menschen ohne Smartphone wäre an einem solchen Tourismusstandort durchaus wünschenswert.
Und mit der NÖ-CARD?
Da sieht die Rechnung ohnehin ganz anders aus. Mit der NÖ-CARD ist eine Berg- und Talfahrt mit dem Ötscherlift inkludiert. An den Betriebstagen von Samstag bis Mittwoch lässt sich das persönlich bei der Talstation erledigen, und mit gültigem Liftticket ist auch das Parken kostenlos.
Damit wird der Ötscher für NÖ-CARD-Besitzer zu einem besonders günstigen Ausflugsziel.
Vielleicht fehlt also gar nicht viel – nur ein kleiner Tarif für den kleinen Spaziergang.
Denn wer nur eine Stunde Ötscherluft schnuppern möchte, sollte dafür beim Parken vielleicht nicht mehr bezahlen müssen als für eine Stunde in Venedig.
Entwurf in Arbeit:
Eine Stunde in Venedig oder eine Stunde in Lackenhof am Ötscher?
Manchmal lohnt es sich, bei Parkgebühren nicht nur auf den Tagespreis zu schauen, sondern auch auf die Uhr. Wer sein Auto beim großen Parkplatz Tronchetto in Venedig abstellt, bezahlt für die erste Stunde 6 Euro. Wer hingegen nach Lackenhof am Ötscher kommt und sein Fahrzeug auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz der Ötscherlifte abstellt, bezahlt 10 Euro – auch wenn der Spaziergang nur eine halbe oder eine Stunde dauert.
Damit gewinnt ausgerechnet die weltberühmte Lagunenstadt einen etwas ungewöhnlichen Preisvergleich:
1 Stunde Parken in Venedig: 6 Euro.
1 Stunde Parken am Ötscher: 10 Euro.
Für einen Wanderer, der morgens kommt und nach einem schönen Tag am Berg am Abend zurückkehrt, erscheinen 10 Euro durchaus vernünftig. Anders sieht es für den Kurzbesucher aus: Wer vielleicht nur eine Stunde spazieren, die Landschaft genießen oder sich ein wenig in Lackenhof umsehen möchte, bezahlt ebenfalls den vollen Tagestarif.
Vielleicht wäre daher ein Kurzzeittarif eine Überlegung wert.
Und wie bezahlt man ohne Smartphone?
Eine zweite Frage betrifft weniger die Höhe als die Art der Bezahlung. Online funktioniert das problemlos, und während der Betriebszeiten gibt es bei Schirmbar bzw. Kassa auch eine persönliche Möglichkeit.
Aber was macht ein Besucher an einem der beiden Ruhetage, der kein Smartphone besitzt oder keine Onlinebezahlung verwendet?
Gerade der Ötscher ist ein traditionelles Wanderziel, das selbstverständlich auch viele ältere Menschen anzieht. Nicht jeder möchte sein Handy zum Parkscheinautomaten machen.
Digitalisierung ist bequem – aber eine zusätzliche einfache Bezahlmöglichkeit für Menschen ohne Smartphone wäre an einem solchen Tourismusstandort durchaus wünschenswert.
Und mit der NÖ-CARD?
Da sieht die Rechnung ohnehin ganz anders aus. Mit der NÖ-CARD ist eine Berg- und Talfahrt mit dem Ötscherlift inkludiert. An den Betriebstagen von Samstag bis Mittwoch lässt sich das persönlich bei der Talstation erledigen, und mit gültigem Liftticket ist auch das Parken kostenlos.
Damit wird der Ötscher für NÖ-CARD-Besitzer zu einem besonders günstigen Ausflugsziel.
Vielleicht fehlt also gar nicht viel – nur ein kleiner Tarif für den kleinen Spaziergang.
Denn wer nur eine Stunde Ötscherluft schnuppern möchte, sollte dafür beim Parken vielleicht nicht mehr bezahlen müssen als für eine Stunde in Venedig.
Teilen mit:
Gefällt mir: