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Ötscherlift Herbst 26

Lackenhof – wenn sich die Zeiten ändern

Im Jahr 1963 eröffnete Bundespräsident Dr. Adolf Schärf in Lackenhof einen der ersten Sessellifte Niederösterreichs. Es war ein Aufbruch – beinahe ein Quantensprung für den Ski- und Wandertourismus am Ötscher.

Eine große Zeit begann. Hotels und Gaststätten entstanden, Sportanlagen und weitere Lifte wurden gebaut. Skirennen lockten Gäste an, sogar die österreichische Fußballnationalmannschaft trainierte hier. Lackenhof und der Ötscher waren weit über die Region hinaus im Sommer und im Winter ein Begriff.

Doch die Zeiten änderten sich. Der Klimawandel machte verlässliche Winter schwieriger, Hotels und Gaststätten wechselten zu ausländischen Betreibern, Polizei, Post, Schule und Nahversorger verschwanden. Heute kämpft ein Ort ums „Überleben“, der einst vom großen touristischen Aufbruch getragen wurde.

Und vielleicht liegt gerade darin auch eine neue Chance. Denn Lackenhof besitzt noch immer etwas, das heute wieder kostbar geworden ist: Ruhe, Natur und Grün im Überfluss. Wenn der Winter schwieriger wird, könnte der Sommer umso wichtiger werden.

Eine Fahrt durch dieses herrliche Grün am Tag des Schulbeginns im September 2026 zeigt dieses kurze Piaty Video. Und während anderswo der Alltag wieder begonnen hat, stellt sich hier am Ötscher fast von selbst die Frage:

Kann es eigentlich wo schöner sein als hier?

Doch eines fiel auch auf – Wie wird hier das Parken gehandhabt?

10 Euro fürs Parken am Ötscher – zu viel?

Das Parken auf den Parkplätzen der Ötscherlifte in Lackenhof kostet 10 Euro pro Tag. Wer allerdings ein gültiges Liftticket oder ein Ticket für den 3D-Bogenparcours besitzt parkt kostenlos. Zehn Euro – das klingt im ersten Moment nicht gerade wenig. Besonders an einem Ort wie Lackenhof, der um jeden zusätzlichen Gast froh sein muss.

Aber vielleicht lohnt sich ein Vergleich.

Wer mit dem Auto nach Venedig fährt und am Tronchetto parkt, bezahlt dort für eine Stunde 6.- Euro. Für eine Stunde Lackenhof fallen aber gleich 10.- Euro an. Denn nicht jeder wandert mehrere Stunden, viele kommen auch nur kurz um sich umzusehen und einen kleinen Spaziergang zu machen – aber die Mindestgebühr ist eben 10.- Euro.
Und die Bezahlung während der Liftruhetage (Donnerstag und Freitag) ist nur per Handy möglichdas kann einfach nicht jeder.

Natürlich ist Lackenhof nicht Venedig – und der Ötscher kein Markusplatz. Und daher ist ein fehlender Kurzparktarif und unbequeme Bezahlung eher kontraproduktiv.
Denn Lackenhof braucht Besucher. Und Besucher brauchen das Gefühl, auch kurz und auch ohne digitale Bezahlung willkommen zu sein.

Was wird die Zukunft für Lackenhof bringen? Eine Parkgebühr allein wird darüber wohl nicht allein entscheiden. Entscheidend wird vielmehr sein, ob es gelingt, den Ötscher wieder als das zu präsentieren, was er eigentlich ist: eines der schönsten Natur- und Erholungsgebiete Niederösterreichs.

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