Ybbstal – Radweg

Am 17. Juni 2017 wird der Ybbstalradweg feierlich eröffnet. Dieser Radweg wird für Radfahrer das Ybbstal gut zugänglich machen und wurde einst auch von den Befürwortern der Ybbstalbahn sehr begrüßt. LH Dr. Erwin Pröll sprach sich im Wahlkampf 2013 daher auch klar für Rad UND Bahn im Ybbstal aus. https://www.youtube.com/watch?v=LmwwrKEFszo  Denn ohne begleitende Bahn sind Radwege selten ein touristischer Erfolg. Vor allen Dingen, da  auch die Witterung  im Ybbstal eher wild und rauh ist. Das zeigt schon das Beispiel 2017, wo der Radweg noch gar nicht durchgehend beharbar ist. In der NÖN werden die „geplanten Öffnungszeiten“ des Radweges mit 15. April jeden Jahres angegeben – siehe Aussagen  des Ybbstaler Landtagsabgeordneter Helmut Schagerl (SPÖ):  http://www.noen.at/ybbstal/ybbstal-ybbstalradweg-eroeffnung-am-17-juni/44.973.380   Ein Lokalaugenschein am 23. April 2017 zeigt folgendes Bild: Von Lunz bis Hollenstein liegt eine dicke Schneedecke am Radweg – der Radweg  ist daher völlig unbenützbar. In Opponitz sieht man nur „ausgestopfte“ Osterhasen am Radweg, aber dort kann derzeit sowieso noch niemand fahren.  Jedenfalls war es nicht einmal möglich, die bereits fertige und seit  15. April freigegebene Radweg Teilstrecke zu benützen. Es dürfte Mai werden, bis die 1. Radfahrer kommen können. Natürlich wäre es heuer bereits im März sehr schön möglich gewesen, am Radweg zu fahren. Aber da ist es wiederum verboten, da die Sperre bis 15. April jedes Jahres gilt, egal welche Witterung es hat. So sehen es jedenfalls die Verantwortlichen für diesen Radweg. Ob das wirklich alles so gut durchdacht ist ?

Interesannt noch eine sicherheitstechnische Aussage  in der NÖN:
So finden derzeit noch Felssicherungsarbeiten entlang der Strecke statt. „Danach ist dieser Radweg zu 100 Prozent gesichert“, sagt der Obmann-Stellvertreter des Radwegvereins Helmut Schagerl.

Etwas 100 % gesichert zu bezeichnen ist sicher mutig, wer aber die hoch und steil aufragenden Gesteinsformationen im Ybbstal kennt, könnte diese Aussage auch anders bewerten ! Während der Zeit wo die Ybbstalbahn fuhr wurden diese Felsen  laufend beobachtet und bearbeitet – wer zahlt das jetzt ?
Ob es bei strakem Wind ratsam  sein wird, den 100 % sicheren Radwg zu befahren sei dahingestellt. Aber wer ein bißchen offene Augen hat, dem werden die hochgeschossenen Bäume in den steilen Hängen eher nicht „sturmfest“ zu sein.

Jetzt wissen also Alle, wohin sie sich wenden müssen, wenn irgendwo entlang des Radweges (z.B. im Ofenloch) sich Felsen lösen oder Bäume abstürzen. Denn dort gab es sehr oft Felsstürze, welche natürlich einer starken Eisenbahn nicht das anhaben konnten, was sie Radfahrer bescheren könnten. Hoffen wir, daß nie etwas passiert.

Die NÖVOG, und der zuständige Landesrat Mag. Karl Wilfing, bewerben  Rad und Bahn als gelungene touristische Kombination – allerdings nur im Waldviertel !

http://www.noevog.at/de/default.asp?tt=NOEVOG_R174&id=89252
ORF Bericht:  https://www.youtube.com/watch?v=nT1tBinrGbk