1 PS auf „Schiene“

Die zwischen 1827 und 1836 abschnittsweise eröffnete Pferdeeisenbahn Budweis–Linz–Gmunden (tsch. Koněspřežná dráha České Budějovice–Linec–Gmunden) war die zweite öffentliche Eisenbahnlinie auf dem europäischen Festland (nach der Bahnstrecke Saint-Étienne–Andrézieux) und diente hauptsächlich dem Transport von Salz aus dem oberösterreichischen Salzkammergut nach Böhmen. Sie wurde in den Jahren 1855 und 1856 zwischen Linz und Gmunden auf Dampfbetrieb umgestellt. Auf der gebirgigen Strecke zwischen Linz und Budweis (České Budějovice) war diese Umstellung aufgrund zu enger Krümmungsradien und zu großer Steigungen nicht möglich. Bis 1873 wurde daher eine Ersatzstrecke mit zumeist anderer Trassenführung zwischen Linz und Budweis errichtet, die den Dampfbetrieb zuließ. Der Pferdebahnbetrieb wurde im Dezember 1872 eingestellt. Seit einigen Jahren fährt die Pferde-Eisenbahn wieder ein Stück für die Touristen. Das Video stammt vom 28. Mai 2017 und beweist einmal mehr, dass alte Eisenbahntraditionen wieder aufleben. Näheres: http://www.pferdeeisenbahn.at

Und der Beweis ist erbracht – 1 PS  (eine Pferdestärke) – genügt,  um sanften Tourismus und liebliche Nostalgie erfolgreich zu vereinen. Nur „Schienen abreißen“, wie das im Ybbstal geschehen ist,  ist natürlich für „die Zukunft“  einer „Tourismusregion“ zuwenig !

Video vom 28. Mai 2017:

Pferedeeisenbahn Haltestelle 2 Foto Piaty