Dr. Alois Mock verstorben

Der frühere, legendäre  Vizekanzler, Außenminister und ÖVP-Chef Dr. Alois Mock ist im Alter von 82 Jahren verstorben. Er hinterlässt Ehefrau Edith, mit der er mehr als 50 Jahre verheiratet war.

Mock 1986 in Waidhofen an der Ybbs

Mocks historisch wohl größte Leistung war Österreichs EU-Beitritt, den er führend vorantrieb. Die wohl berühmteste mit ihm verbundene Szene ist, als er am 27. Juni 1989 mit seinem ungarischen Amtskollegen Gyula Horn bei Sopron symbolisch den Eisernen Vorhang durchschnitt.

Zahlreiche politische Funktionen wurden von Mock ausgeübt, etwa jene des Vizekanzlers, des ÖVP-Obmanns, des Klubchefs der ÖVP, des Außen- und des Unterrichtsministers. Abgeschlossen wurde seine politische Karriere im Nationalrat.

Als Euratsfelder  lag ihm auch das nahe gelegene Waidhofen sehr am Herzen.

Ofen MockDie Konditorei Piaty besuchte er regelmäßig und diktierte mehrmals im Nichtraucherstüberl im 1. Stock Briefe an seinen Sekretär. Auch dem alten Dampf-Ofen im Bäckerhaus brachte er viel Symphatie entgegen. Für einen großen Medienbericht in einer Wirtschaftszeitung stand sein Bild mit dem damaligen Bäckermeister Karl Piaty vor dem Ofen aus dem Jahre 1925 Pate. Dieser über 90 Jahre alte Ofen war im Jahre 1945 von der russischen Besatzungsmacht beschlagnahmt  worden und es wurde damals für das gesamte Offizierschor der Sowjets von Enns bis St. Pölten hier in Waidhofen / Ybbs gebacken. Auch heute, 2017, steht dieser gemauerte Ofen täglich im Einsatz. Er ist damit einer der ältesten und größten „heißen“ Dampfbacköfen der Welt.

Mock Ludwig

Von den  Ehrengästen des Jubiläumsjahres 1986 in Waidhofen / Ybbs machte Karl Piaty sen. dieses Erinnerungsfoto  – Alois Mock ist der letzte, der von diesen nun verstorben ist. Der Verein Kubus wird von ihm immer ein ehrendes Andenken bewahren.