Weltnaturerbe Dürrenstein

Nun ist es soweit. Das Gebiet „Dürrenstein“ in der Nähe des Ötschers wurde zum Weltnaturerbe erklärt. Damit geht ein jahrzehntelanger Wunsch von Karl Piaty sen. (geb. 1910 – gest. 1998) in Erfüllung.  Karl Piaty wurde es bereits kurz nach dem 2. Weltkrieg (die Umstände während des Krieges sollen andere historisch aufarbeiten) ermöglicht in diesem Urwald Fotos aufzunehmen. Und immer schwärmte er dabei von der Möglichkeit, dieses Gebiet so zu belassen wie es ist. Aber es sollte rund 60 Jahre dauern, bis sich das Welterbekommitee der UNESCO nun doch dazu entschied.

Hier der Bericht des ORF:

Das UNESCO-Welterbekomitee hat am Freitag in Krakau bekannt gegeben, dass das Wildnisgebiet Dürrenstein (Bezirk Scheibbs) zum Weltnaturerbe erhoben wird. Damit wird es das erste Weltnaturerbe in Österreich.

Das Wildnisgebiet Dürrenstein beherbergt echte Urwälder, die noch nie eine Axt gesehen haben. Der Urwald war für Forstarbeiten stets uninteressant, weil das Holz auf Grund der Kessellage nicht abtransportiert werden konnte. Seit 2002 ist das Wildnisgebiet Dürrenstein offiziell Naturschutzgebiet. Mit der Auszeichnung zum UNESCO-Weltnaturerbe reiht es sich nun in die prominente Liste von Weltnaturerbestätten wie dem Yellowstone National Park, den Galapagos-Inseln oder den Südtiroler Dolomiten ein.

Dürrenstein

ORF/Sunk

Seit der letzten Eiszeit wurde im Wildnisgebiet Dürrenstein nicht in die Natur eingegriffen

Erstes Weltnaturerbe in Österreich

„Wir können zu Recht stolz auf unser einzigartiges Wildnisgebiet sein. Das erste Weltnaturerbe Österreichs in Niederösterreich zu beheimaten ist eine riesige Auszeichnung und bestätigt den Wert und auch die Erfolge unserer Naturschutzarbeit im großen Naturland Niederösterreich“, so der für den Naturschutz in Niederösterreich zuständige Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Das Wildnisgebiet Dürrenstein erstreckt sich auf einer Fläche von 3.500 Hektar im südlichen Teil des Bezirks Scheibbs, nahe des Ötschers und an der Grenze zur Steiermark. Wegen seiner Ursprünglichkeit und Unberührtheit ist es das erste und einzige Wildnisgebiet Österreichs. Die Schutzkategorie „Wildnisgebiet“ bezeichnet die höchste Schutzkategorie gemäß IUCN (Weltnaturschutzorganisation) und unterliegt damit noch höherem Schutz als z.B. Nationalparke.

Dürrenstein

ORF/Sunk

Charakteristisch für den Urwald ist der hohe Totholzanteil im Wald

Heimat für seltene Tiere und Pflanzen

Charakteristisch und einzigartig ist das hohe Alter der Bäume, die zwischen 400 bis 1.000 Jahre alt sind. Das Gebiet ist Heimat für seltene Arten wie den Habichtskauz, den Luchs und viele weitere besondere Tier- und Pflanzenarten. Den Grundstein für den Erhalt der Urwälder hatte 1875 der damalige Besitzer Albert Rothschild gelegt, der verfügt hatte, dass der sogenannte Rothwald nicht forstlich genutzt und sich selbst überlassen werden soll.

Die Geschichte des Ötscherbären:
Ötscherbär – die Geschichte samt Weltnaturerbe

Mikl Leitner mit Ötscherbärbuch April 2017
Auch in ein großes Bilderbuch wurde die Geschichte des Ötscherbären „Moritz“  eingebettet. Die Landeshauptfrau von N.Ö., Frau Mag. Johanna Mikl Leitner,  erhielt den 5. Teil dieses reich bebilderten Buches anläßlich ihrer Wahl zur Landeshauptfrau.
Links im Bild Frau Renate Wachauer (sie spielt die Ötscherbärin) rechts Karl Piaty (geb. 1948)  Fotograf und Texter des Buches.  Und natürlich wird auch die Geschichte des „Ötscherbären“ durch diese Auszeichnung berührt:   http://www.wildnisgebiet.at/besucherprogramm/das-wildnisgebiet-als-lebensraum-fuer-baer-wolf-und-luchs/

Ein ausgestopfter „Ötscherbär“ steht auf der „Bärenstiege“ im Schloß Neubruck. Und auch das „Maskottchen Ötscherbär“ wird nun große Aufmerksamkeit erhalten. Im Bild die „Ötscherbärin“ Renate Wachauer – mit ihr gibt es bereits viele Videos zum Thema:

https://www.youtube.com/results?search_query=%C3%B6tscherb%C3%A4rin+Piaty+

Renate Wachauer mit dem echten Ötscherbär

Wenn Die Ötscherbärin im Ötschergebiet (hier in Wienerbruck) zufällig auf „Ötschergräben – Wanderer“ trifft, entstehen manchamal schon solche Bilder:
Ötscherbärin Sobotka

Politisch für das Weltnaturerbe „Dürrenstein“ sind Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter und der nunmehrige Landeshauptfraustellvertreter Stepahn Pernkopf. Dass diese Beiden die Ötscherbärin persönlich kennen, ist selbstverständlich. Denn wenn es schon im Weltnaturerbe keine echten Bären mehr gibt, eine freudebringende Erinnerung dazu ist immer willkommen.
Ötscherbär Rupprechter Pernkopf

Ein Bild von Karl Piaty aus dem Jahre 1955 vom Urwald Dürrenstein:
Dürrenstein

Die Homepage des Naturschutzgebietes: http://www.wildnisgebiet.at/

Schon seit Jahren gibt es keinen  Ötscherbären mehr im Ötschergebiet, aber noch immer wirbt man dafür:
http://www.naturpark-oetscher.at/der-oetscherbaer
Freuen wir uns, dass zumindest der lustige und zottelige Ötscherbär in Gestalt der „Ötscherbärin Renate Wachauer“  weiterhin die Besucher erfreut.

Hier am Hochbärneck:
Hochbärneck