Bahnhof Ybbsitz 4. Aug.

Das Zerstörungswerk der Stichbahn Gstadt nach Ybbsitz schreitet zügig voran. Noch liegt das Mittelgleis, aber rundherum ist alles weg.

Wenn man bedenkt, dass die NÖVOG noch im Jahre 2003 großes und zukunftsträchtiges mit den Betrieben entlang der Strecke vorhatte, sind diese Abrissarbeiten auf Gemeindekosten  umso unverständlicher. Denn in der Zwischenzeit wurden mit viel Aufwand neben Bene weitere Betriebe hier angesiedelt, welche für einen marktgerechten Auftritt in naher Zukunft  auch eine CO2 freie An- und Belieferung brauchen werden.
Gresten hat es für Mosser und Welser vorgezeigt – nur die Ybbstaler Betriebe  sollen weiter CO2 schwanger „weitermachen“ müssen und die Straßen um und in Waidhofen verstärkt zu CO2-  Staub- und Lärmhöllen machen.

Gegenstrategie der NÖVOG schon 2003 : amtl. Ybbsitz 2003 Seite 21

Hier ein Ausschnitt daraus:

Ybbstalbahn – Normalspur nach Ybbsitz?Die Landesverkehrsgesellschaft NÖWOG lässt erneut mit Überlegungen aufhorchen, die bei den Klein- und Nebenbahnen der Zusperrstrategie widersprechen und statt dessen die Bahnstrecken stärken sollen.
Waidhofen – Ybbsitz  Ein Angelpunkt der Strecke ist der Frachtverkehr des Büromöbelherstellers Bene in Gstadt. Derzeit werden die Container im Hauptbahnhof Waidhofen umständlich von Schmalspurwaggons auf Normalspurwaggons umgeladen und umgekehrt. Für Ottfried Knoll, Geschäftsführer der NÖVOG, ist es buchstäblich an der Zeit, nicht mehr in engen Bahnen sondern in breiter Spur zu denken. Mit einer Spurverbreiterung nach Ybbsitz soll der Eisenbahnast als Abzeigung der Rudolfsbahn (Selzthalbahn) direkt an das österreichische Schienennetz angeschlossen werden.

Inwieweit das denkmalgeschützte Viadukt über die Weyrerstraße im Zentrum Waidhofens und die Brücke über die Ybbs verstärkt werden können, um die vorgesehenen Lasten zu tragen, wird derzeit geprüft.

Ebenso wird eine Mitverlegung des Bahnkörpers beim geplanten Straßenausbau im Bereich Gurhof bis Ederlehen geprüft, um für die Zukunft zwei Bundesstraßenkreuzungen zu beseitigen.

 Die Abkehr von Verbrennungsmotoren (vor allen Dingen Diesel) wird die Entwicklung zu Bahnanschlüssen nun immer wichtiger machen. Aber gerade die Strecke nach Ybbsitz, wo wirklich große Industriebetriebe liegen, nunmehr sinnlos zu zerstören passt so gar nicht in den „vernünftigen Vorausblick“  der regionalen Politiker:

 

Sicher ist sicher – Hinweistafel Bahnhof Ybbsitz am 4. August 2017 !Bahnhof Ybbsitz 4. August 2017 nahe

Und immeröfter fragen sich jetzt rechtskundige Bahnkenner, warum z.B. in Ybbsitz das Trassenband  der Ybbstalbahn nicht erhhalten werden mußte, wie dies im Vertrag des Radwegvereines mit dem Land N.Ö. vereinbart werden mußte ?  So wurde auf einen Teil der Bahntrasse (Nähe Ederlehen) statt dem Radweg die Bundesstraße 31 darauf gebaut. Auch im Bereich Schütt (gemeinde Ybbsitz) fehlt weitgehend der Radweg auf der Bahntrasse. Ebenso in Opponitz, Hollenstein und St. Georgen am Reith, Auch hier  verläuft über weite Strecken der Radweg nicht wie vorgesehen auf der Bahntrasse, diese wurde dort teilweise sogar zerstört.

Ausschnitt aus der NÖN dazu :

Die Verhandlungen führten der Lunzer Bürgermeister Martin Ploderer (ÖVP) als Vereinsobmann und sein Stellvertreter Bürgermeister Helmut Schagerl aus St.Georgen/Reith (SPÖ) mit dem Geschäftsführer der NÖVOG, Dr. Gerhard Stindl, und dem Eigentümervertreter Dr. Friedrich Zibuschka. Zu klären galt es etwa die Abgrenzung der Flächen und Objekte, die langfristige Erhaltung von Schlüsselbauwerken wie Brücken und Stützmauern sowie den Erhalt des Trassenbands. Lob kam von Landesrat Karl Wilfing, der die Streckenübernahme durch die Gemeinden begrüßt. „Die Entscheidung über die Nutzung der Bahntrasse als Radweg ist in der Region getroffen worden“, so Wilfing.