Lange Nacht der Museen

Nun wurde neben der Eisenbahn in Ybbsitz auch die Erinnerung daran ausgelöscht.

Die Ybbstalbahn wurde unter Kaiser Franz Josef erbaut und brachte der Gemeinde Ybbsitz Arbeit und Wohlstand. 2 Weltkriege überstand die Bahn doch die Politik der letzten Jahre befahl Abriss und Zerstörung dieses Kulturgutes. Am Endbahnhof der Stichstrecke Gstadt nach Ybbsitz baute der ehemalige Eisenbahnbedienstete Herbert Marko zur Erinnerung das beliebte und oft besuchte Eisenbahnmuseum auf.

Ehrenamtlich und ohne jede Förderung belebte er viele Jahre damit den denkmalgeschützten Bahnhof. Aber anstatt ihn dafür zu loben, spielte die Politik ein gar garstig Stück mit ihm und seinen ehrenamtlichen Helfern. Das Bundesdenkmalamt, die Kulturabteilung des Land N.Ö. und auch manche Medien versuchten den Bürgermeister zu überzeugen, dass dieses Eisenbahnmuseum es wert wäre in Ybbsitz zu erhalten.

Und alles schaute danach aus, dass diese Bemühungen erfolgreich sein würden. Herbert Marko hätte das gesamte Museum zu einem Anerkennungspreis  der Gemeinde überlassen, wenn sich diese verpflichtet hätte, das Museum in Ybbsitz weiterzuführen und auf einen Verkauf der wertvollen Stücke zu verzichten.

Am 5. Oktober 2017 hätte am Bahnhof Ybbsitz dieser Erfolg gefeiert werden sollen.
Doch just an diesem 5. Oktober veröffentlichte die Wochenzeitung Ybbstaler das wahre Gesicht des Bürgermeisters. (siehe rot markierte Stelle in der Beilage, diese Aussagen  des Bürgermeisters waren  irreführend)

Eisenbahnmuseum Ybbsitz Ybbstaler 5.10.2017

Aber der zur Feier eingeladene Bürgermeister hat nicht einmal eine Vertretung für seine Abwesenheit gesendet, und der für die Ehrenamtlichkeit im Bezirk wahlkämpfende Nationalrat Andreas Hanger (Liste Kurz)  hat sich nicht einmal entschuldigt. Von den übrigen Parteien (ausgenommen SPÖ) kamen aufmunternde Unterstützungserklärungen und für die FPÖ kam sogar mit Edith Mühlberghuber eine Nationalrätin persönlich nach Ybbsitz. NEOS Chef Matthias Strolz hat den Nationalratskandidaten Gerhard Auer geschickt, der nun dem Vorsitzenden des Kulturausschusses im Nationalrat, NEOS Abgeordneten Schellhorn, persönlich berichten kann. Auf Grund des Fernbleibens der notwendigen Verhandlungspartner wurde das vorbereitete Manifest „Verantwortung gegenüber der Vergangenheit“ offiziell ausgestellt und wird nun an Hand des Beispieles Eisenbahnmuseum Ybbsitz die Handlungsweisen der derzeitigen Politik zur Diskussion stellen.

Manifest vom 5. Oktober 2017 Verantwortung gegenüber der Vergangenheuít
Dieses Manifest wurde in viele  Sprachen übersetzt:
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Das Museum als „Politikeropfer“ soll zeigen, wie heute mit der „Verantwortung gegenüber der Vergangenheit“ tatsächlich umgegangen wird. Denn so eine abwertende Behandlung von Ehrenamtlichen gibt es üblicherweise sonst nirgends.

Die Obmänner der ebenfalls anwesenden ehrenamtlichen Vereine Club 598 und Pro Ybbstalbahn (in Summe rund 700 Mitglieder aus ganz Österreich) haben das Manifest mitunterzeichnet.

Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=BBqr7zANWXA&t=92s

Medienreaktionen:
Krone LOGO 11.10.2017 Bahnmuseum Ybbsitz