1. Übergabe Manifest

Heuer war die öffentliche Präsentation bei der langen Nacht der Museen nicht mehr möglich, der Bürgermeister von Ybbsitz, Josef Hofmarcher, hat die Räumung und damit die Schließung der beliebten Erinnerungsstätte im denkmalgeschützten Bahnhof der ehemaligen Ybbstalbahn schriftlich angeordnet. Begründung gab er keine an, deshalb wurde ein Manifest erstellt und am 5. Oktober 2017 – bei der „kurzen Nacht des Eisenbahnmuseums“ öffentlich gemacht. Darin wird die Welt aufgefordert sich der Erhaltung von historischen Kulturgutes besser bewußt zu werden. Ja, die Welt, denn dieses Manifest wurde neben den 4 Sprachen des österreichischen Staatsvertrages auch in 30 weltweiten Sprachen übersetzt. Dieses kleine aber historisch so wertvolle Museum mußte weichen, aber es soll nun als „ideelles Denkmal“ für die sinnlose Vertreibung regionalen Kulturgutes bekannt werden.
 
Herbert Marko, ÖBB Pensionist, hat dieses Museum ohne jede öffentliche Förderung in jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit aufgebaut und mußte nun tatenlos zusehen, wie ein eisenbahnfeindlicher Bürgermeister sein Lebenswerk zerstörte. Um zumindest die an die k & k Zeit erinnernden Schaustücke zweckdienlich zu retten, wurde die gesamte Museumseinrichtung für ein Schmalspurbahn Museumsprojekt in Rumänien weitergegeben, Dort steht ein Bahnhof aus der Zeit von Kaiser Franz Josef, der dem Bahnhof Ybbsitz zum verwechseln ähnlich schaut.
 
2017 wird aber Herbert Marko wohl nie mehr vergessen, ein derart wertvolles Lebenswerk zu verlieren, läßt auch einen gestandenen Mann die Tränen in die Augen steigen. Den letzten Tag feierten viele Freunde mit, auch 2 Kandidaten der anstehenden Nationalratswahl waren gekommen um diese Schande der Kulturszene weiterzutragen.
Schon am Tag danach wurde das Manifest persönlich an Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) und den den 3. Nationalratspräsidenten Ing. Norbert Hofer (FPÖ) übergeben, davon berichtet dieses Video.
https://www.youtube.com/watch?v=g4WBj3rnVVU&feature=youtu.be
 Alle anderen Parteien erhalten das Manifest ebenfalls noch vor der Wahl.
Vielleicht können gerade diese Vorkommnisse in der ehemaligen Eisenbahngemeinde Ybbsitz die Politiker aufrufen, sich mehr für die Ehrenamtlichkeit und die Erhaltung von wertvollen regionalen Erinnerungen einzusetzen.