ORF im heißen Kubus

In der ORF Sendung „Der Kurier des Kaisers“ versucht Hanno Settele Bundesländer für den Kaiser zu verkaufen, um damit die hohen Schulden abzubauen.

Am 14. November 2018 spielte diese Satiresendung des „Wir sind Kaiser Teams“ in NÖ. Ein wichtiger Part der Sendung wurde im „Glaskubus“ von Waidhofen / Ybbs gedreht. Als Interviepartner von Hanno Settele kam Skilegende Thomas Sykora zu Wort. Besonders aber die Hitze im „unbelüftbaren Kubus“ fiel dem schwitzenden Fernsehteam dabei natürlich sofort auf.

Originalausschnitte aus der ORF Sendung – im Kubus:

sykora 6 (2)

sykora 5 (2)

Denn „dieser Kubus“  ist sowohl im Sommer, als auch im Winter,  eine echte Qual für die Besucher.  Ähnlich wie bei den Schildbürgern hat der Architekt auch hier auf „zu öffnende Fenster zum Lüften vergessen. Das ORF Team nahm dies zu einer recht starken Persiflage auf die NÖ. Sommerfrische auf, und man blendete sogar die steigenden Temperaturen während der Dreharbeiten  immer ein.
40,2 Grad
zeigte am Schluß der „Bericht vom Kurier des Kaisers – die Gedanken an den kühlen Lunzer See wurden da natürlich auch passend eingespielt.

Was hier so satirisch aufgezeigt wurde ist aber leider tatsächliche Realität. Denn da hatte das Filmteam ja noch einen angenehmen Tag erwischt. An den Sommertagen, wo Waidhofen öfters als heißeste Stadt Österreichs geführt wird ( mit so 39 Grad im Schatten) erreicht die Temperatur im  „Glasbluzer“ so an die 57 Grad in der Sonne.

Pfarrer Kittl`s Fegefeuer- Theorie dafür gilt natürlich nicht hoch oben auf dem Schloßturm, da trägt schon die „lüftungslose Fehlplanung“ ihren Teil dazu bei.

Dieser Kubus, einst als Wahrzeichen und wichtiger Begegnungspunkt angepriesen, ist nicht das geworden, was hoch und heilig  versprochen wurde.

Der einzige Politiker der das auch ehrlich und öffentlich aussprach:

Kaum mehr eine „Hochzeit“  die dort oben abgehalten wird , kaum mehr ein „Essen im besonderen Ambiente“ findet dort noch statt. Denn ein Raum der ohne wirkungsvolle Beheizungs- und Belüftungsmöglichkeit erbaut wird, kann nie eine nachhaltige Nutzung erfahren.
Würde ein „Privater“ so etwas errichten, würde ihm dazu wohl nicht einmal eine gewerbliche „Betriebsbewilligung“ erteilt werden.

Und auch die Aussicht von dort oben ist am Besten, wenn man „aus dem Glaskubus“  heraustritt und im Freien auf die schöne Stadtansicht schaut.

Wie heißt es doch so passend: „Die schönste Aussicht auf die Stadt hat man vom Schloßturm – denn von dort sieht man den Kubus eben nicht“.
Recht hatte er,  der „Herr Professor F.“!

Ausschnitte der ORF Sendung vom 14. November 2018: