Tradition – neu eröffnet

Das Mostviertel war einst die „Sommerfrische“ der Städter. Um den „heißen“ Städten zu „entfliehen“ kamen sie in Scharen. Überall wo es eine Zugverbindung gab, wuchsen die Touristenangebote an.

So hatte Waidhofen / Ybbs einst nach Baden bei Wien die meisten Hotels in NÖ.
Das war von 1900 bis 1940.

Aber auch Lunz am See (mit der Ybbstalbahn und der Bergstrecke) auf Schiene bequem erreichbar,  konnte bald mit vielen guten Übernachtungsmöglichkeiten und großen Gasthäusern aufwarten.  Aber dann wurde es stiller, viele Gastronomen warfen das Handtuch.

Nun gibt es neue Versuche, die Traditionen wieder „aufleben“ zu lassen.
Bestes Besipiel – die Revitalisierung der „Schloßtarvene“ am hinteren Ende des Lunzersee.

 

Mystery  Tester Piaty schaute sich das unerkannt an.


Ergebnis:  Kaum wo gibt es eine so idyllische Lage direkt am Ende der Straße.
Von der Taverne geht es nur mehr zu Fuß weiter:
DSC05057 (2)Ein prächtiger Gastgarten, innen alles renoviert und Essen vom Feinsten.Das wird nicht mehr lange ein Geheimtipp bleiben –
ab Mittwoch – bis Sonntag ist geöffnet.

Leider ist im so großartig gemachten neuen Prospekt ein veralteter Tipp zu finden:
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Lunz Prospekt
Diese Werbung stammt noch aus einer Zeit, als die 50 Experimente noch vorhanden waren. Nun sind dort sehr schöne Ausstellungen wie ein Puppenmuseum und Spielzeúgmuseum untergebracht – schade um diese veraltete Ankündigung, aber wahrscheinlich wurde dies ja  als „bezahlte Anzeige“ gestaltet, liegt also nicht in der Verantwortung des Prospektherstellers.

100 Meter daneben steht das „Schloß Seehof
– in Privatbesitz, aber ein Blick über die Mauern zeigt, welche wertvollen Kulturerbeobjekte sich in der Gegend befinden.

Die mutwillige und unnötige Zerstörung der Ybbstalbahn im Jahre 2016 soll ein warnendes Beispiel sein, sich mehr auf die Traditionen im Mostviertel zu besinnen.