„Guten Morgen Österreich“ ist eine der beliebtesten ORF Sendungen, werden dabei doch die schönsten Regionen und deren vielfältigen Höhepunkte vorgestellt. Am 27. Juni 2019 war die Sendung zu Gast in Obergrafendorf. Dort gibt es als absolutes Highlight des Tourismus die Dampflok MH6 zu sehen, und man kann auch Fahrten von St. Pölten bis Mariazell mit der Dampflok und den „Ötscherbär“ Waggons unternehmen.

Vereinsobmannn Erich Dürnecker und NÖVOG Geschäftsführerein Barbara Komarek standen für Interviews zur Verfügung, und Frau Komarek hat hier großartig die Wichtigkeit der Nostalgiefahrten erwähnt.

Ihre klaren Statements: “ Nostalgie ist nicht wegzudenken“ und „Ohne Nostalgie würde man der Mariazellerbahn das Herz herausreißen“ haben es auf den Punkt gebracht. Modernste Garnituren – bereits seit 1911 elektrifiziert – und dazu einige male im Jahr die Dampflok MH6 auf der Strecke – das ist richtungsweisende Bahnzukunft.

Das hätte auch das Ybbstal haben können, aber die inzwischen allesamt zurückgetretenen Regionalbürgermeister  haben sich 2013 gegen den Erhalt „Ihrer Bahn“ ausgesprochen, obwohl der damalige LH Pröll Bahn und Rad wollte.

Aber noch gäbe es eine Chance.
In Waidhofen / Ybbs gibt es den täglichen NÖVOG Regelbetrieb auf der Strecke bis Gstadt (Citybahn).

Diese kurze Strecke könnte kurzfristig mit AKKU – Triebwagen als europaweit erste CO2 freie Eisenbahn ohne Oberleitung ausgestattet werden (Umbau bestehender Triebwägen).  Und mit der ältesten denkmalgeschützen Schmalspur-Dampflok (Yv.2 aus dem Jahre 1896) könnte ebenfalls manchmal  die Nostalgie zu Ehren kommen.

Viadukt Dampflok

So wie in Obergrafendorf gibt es auch in Waidhofen einen Eisenbahnverein (Club 598) der diese Fahrten ehrenamtlich durchführen würde oder die Dampflok kostenfrei an die NÖVOG für diese Fahten verleihen würde.

Es bedürfte nur dem Willen der „neuen Generation in NÖVOG und Politik“ um diese positive „Eisenbahnentwicklung“ auch für Waidhofen / Ybbs  zu erhalten. Denn so wie auf der Mariazellerbahn sind erfolgreiche Nostalgiefahrten meist nur auf Regelverkehrsstrecken zu gewährleisten,  denn der Erhalt von Strecken nur für den Museums- oder Nostalgiebereich ist meist mit zu hohen Kosten verbunden.

Waidhofen/Ybbs  könnte daher, so wie die Pinzgaubahn, die Zillertalbahn oder  die Mariazellerbahn,  ein positives Beispiel von modernster Bahntechnologie aber  auch der wichtigen  Kulturerbeerhaltung  am Schmalspursektor werden.

Schon 2015 stand die Fa. Siemens der  Idee von Karl Piaty bezüglich Akkuzug sehr positiv gegenüber, bestätigte die technische Machbarkeit:
Siemens über AKKU Idee

Eine österreichische Firma (aus Köflach) war bereit, diesen Umbau innerhalb weniger Monate durchzuführen und hätte damit NÖ. als Vorreiter von Co2 freien Schmalspurbahnen gemacht.

Jetzt, einige Jahre später,  stellt Siemens und die ÖBB selbst  einen solchen Umbau vor, allerdings für Normalspur. So wird es möglich sein, die Erlauftalbahn und die Traisentalbahn auf CO2 frei umzustellen, die Citybahn (da schmalspurig) muß warten. https://www.kleinezeitung.at/wirtschaft/5611665/Cityjet-Eco_OeBB_Premiere-fuer-AkkuZug-von-Siemens

Anderswo baut man bereits alte „Stockbusse“ um:
https://www.msn.com/de-at/autos/nachrichten/oldtimer-busse-mit-e-antrieb-statt-diesel-saubere-stadtrundfahrt/ar-BBTrvx5?li=BBTvAej

2015 hätte es um wenig Geld einen derartigen Umbau eines 4090ers für die Citybahn geben können – aber NÖ sagte nein, nahm das preiswerte Angebot aus Köflach nicht an und „verscherbelte“ die so gut geeigneten 4090er nach Zell am See (Pinzgaubahn).

Blicken wir etwas zurück und retten wir, was noch zu retten ist:
https://piaty.blog/2017/02/07/mit-dampf-und-kraft/

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Kennen sich seit Jahren, Erich Dürnecker und Renate Wachauer (als Ötscherbärin) – hier bei einer Dampffahrt auf der Matiazellerbahn)