Am 12. Dezember 2020 war es soweit. Nach 124 Jahren durchgehenden Bahnbetrieb zwischen Gstadt und Waidhofen an der Ybbs wurde die ehemalige Ybbstalbahn von Lunz nach Waidhofen / Ybbs sogar auf dem letzten Stück (zuletzt als Citybahn Waidhofen / Ybbs geführt) nochmals verkürzt.

Nun fährt diese Schmalspurbahn nur mehr rund 3 km.

Als diese Bahn nun die anderen rund 3 km das letzte mal fuhr, war auch das traditionelle Christkindl mit dabei – denn am 24. Dezember 2020 gibt es eben keine Fahrt nach Gstadt mehr:

Hier das Video von diesen beiden letzten Fahrten:

Renate Wachauer ist nun als „Citybahn Christkindl“ in die Geschichts-Analen aufgenommen worden.

Der letzte Rest der Ybbstalbahn
tritt seine „letzte“ Reise an,
…am Samstag geht‘s
noch mal nach Gstadt,
dann wird‘s dort
um den Bahnhof „stad“!

Dafür fährt nun die „City- Bahn“,
die man nicht
noch mehr kürzen kann,
sonst wär‘ der Bahnbetrieb kaputt,
es ging’ nur mehr bis Liliput!

Vorbei ist auch der Weihnachtszug,
der Kinderherzen mit sich trug
und fein in die Adventzeit passt,
mit „Christkindl“ als Reisegast!

Von nun an und die nächsten Jahr‘
gehts nur mehr bis zum Euro-Spar,
dort wartet statt der Engel Klang,
die Haltestelle „Vogelsang“!

Wenn nicht ein Baum den Weg verlegt,
wird jetzt dein Radl fortbewegt,
dort, wo auf schmaler Eisenspur
ein kleines, stolzes Dampfross fuhr!

Spitzer Pinsel“ und „Spitze Feder“:

Herbert Petwermandl: Yv.2

Stadtdichter Fred Eichleter hat sich zu diesem Ereignis der „österr. Schmalspurbahn-Geschichte“ ein sehr passendes Gedicht einfallen lassen:

Es beschreibt in Reimen diese letzte Fahrt und vergißt dabei auch nicht das „alte Dampfross“ – das einmal Hwerbert Petermandl so köstlich gemalt hat.

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