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Der „Schweine-Hund“

Das ist wieder einmal ein Thema für unseren Stadtdichter Fred Eichleter:

Fred Eichleter – Stadtdichter – wenn er den „Schweinehund“ sich nähern spürt, dann schreibt er ein Gedicht oder geht „Walken“.
Es gibt sogar ein Denkmal über „den Schweinehund“ aufgestellt 1993
Der „Scheinehund“ auf einer Tür
Und natürlich gibt es vom „Schweinehund“ auch sehr nette „Plüschtiere“
So sollte man sich den „inneren Schweinehund“ vorstellen.

Ein Schweinehund, das ist ein Tier,
das in der Seele wohnt
und Faulsein und Bequemlichkeit
mit Wohlfühlfaktor lohnt!

Das Tierlein ist kein Fabeltier,
halb Hund und halbes Schwein!
Nein, alle Menschen haben ihn,
mal groß und manchmal klein!

Wer auf ihn hört, liebt Bett und Couch,
mag Strudeln und mag Torten,
will Marzipan und Pralinees,
am liebsten alle Sorten!

Gern nennt er auch Belesenheit
als Vorwand für das Liegen
und läßt uns mit Behaglichkeit
in weiche Decken schmiegen!

Schreibt uns das Hirn Bewegung vor,
dann kläfft er wie ein Wilder
und legt in uns‘re Fantasie
die tollsten Meuchelbilder!

Oft lehrt uns auch das blöde Vieh
so manches zu verschieben,
auf nächste Woche, nächstes Jahr!
Bleibt doch genüsslich liegen!

Die Ausreden sind mannigfach,
recht oft ist es das Wetter!
Ein Schläfchen um die Mittagszeit
ist, wenn es schneit, viel netter!

Wenn da nicht das Gewissen wär‘,
das uns in einem drängelt
und gern uns mit Beharrlichkeit
zum Tun und Handeln gängelt!

So wird dem Untier tief in uns,
meist keinen Raum gegeben!
Nur manchmal, oft nur ganz, ganz kurz,
erwacht es halt zu Leben!

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