Heuer war kein Opernball – auch das ist Corona „gutzuschreiben“.
Denn das der Opernball eine „typisch österreichische Angelegenheit“ ist, das ist weltweit bekannt. Zu Hause vor den Bildschirmen war es wie immer, alles war im Fernsehen zu sehen – zwar diemal nur als „Konserve“ aber immerhin.

Aber die Reichen, Schönen, Gscheiten, Wichtigen – die mußten heuer auf „ihr teures Spielzeug“ eben einmal verzichten.

Stadtdichter Fred Eichleter hat sich dazu ein passendes Gedicht einfallen lassen:

Gestern war der Opernball,
bist du auch gewalzt?
Aufgebrezelt, fein gekleidet,
bis dein Herzschlag schnalzt?

Leider gab es nur Konserven!
Aufgewärmt und lau!
Alte Zeiten, lang vergangen,
eine müde Schau!

Die die Sendung moderierten
waren angestaubt!
Ihnen hat man all‘ die Jahre
nur zu gern geglaubt!

Ach, so viele Prominente
übten groß Verzicht!
Ehrfurcht vor dem Staatsgewalze
hat „Corona“ nicht!

Richard Lugner, Baustell‘n-Löwe,
Fracklos wohl zu Haus,
Sprudelwasser statt Champagner
und ganz ohne „Maus“!

Herrn und Damen an der Spitze
oben hoch im Staat,
war daheim in Hauspantoffeln
vor dem Bildschirm fad!

Wirtschaftskapitäne, mächtig,
sparten sich viel Geld,
Damen, bunt und aufgedonnert,
waren kalt gestellt!

Meine Nachbarin hat trotzdem
mit Genuss geschaut!
Fesch gekleidet vor dem Schirm
und hat Chips gekaut!

Und manch‘ Träume von der Welt,
die so heil, geträumt!
Ich hab‘ gar nicht zugeschaut!
Hab‘ ich was versäumt?

Wie ist das eigentlich so mit den Prominenten am Opernball?
Auch der Kulturkreis Freisingerberg blickt heuer nur „oneline“ zurück und erinnert dabei, daß 2020 sogar ein „Hofrat aus Waidhofen / Ybbs“ mit dabei war, als es hieß – „Alles Walzer“!

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