Um die Tradition der Waidhofner Faschingszüge in Erinnerung zu halten, machten 4 Berater des Waidhofner „Kulturkreises Freisingerberg“ einen „Faschingszug mit entsprechenden Abstand“.
Herrliches „Wintersonnen-Prachtwetter“ begleitete diesen „internettauglichen Umzug“ von Ötscherbärin und Freunde.

Alles hier „Nachzusehen“:

Aktuell stand alles unter dem Motto: „K&K“ = „Kalt und Kurz“ – aber erste Reaktionen sprechen schon vom „Kleinsten Faschingszug der Welt“

Wichtag aber nur: Es war traditionell und modern –
wie es eben der Kulturkreis Freisingerberg seit 1997 lebt.

Ausschnitte auis dem Prolog 1955

Die Faschingsproklamation 2021 schrieb Stadtdichter Fred Eichleter

Wir proklamieren, für den der es mag
den Faschingssonntag zum Stadt-Feiertag.

Zu allererst in uns‘ren neuen Reich
sind hierzulande alle Narren gleich,
keiner unten, keiner oben,
ist er noch so arg verschroben,
…Narr sein in Waidhofen heißt
Narr sein mit und ohne Geist!

Zum ersten, es mögen die Luchse frei laufen,
da hätten`s genug zum Beissen und saufen,
hier herunten wären die Luchs halt schon
eine echte Fremdenverkehrsattraktion!

Zum zweiten, die leidigen Pflastersteine!
Im Mittelalter gab es in Wahrheit gar keine!
Die sie einst kauften, müssen sie wieder entfernen,
sie sollen halt bald das „Entpflastern“ lernen!

Zum dritten, die geschundene Ybbstalbahn!
Sie spürte am meisten den Zerstörungswahn!
Auf ihr Wohl leeren wir alle heute ein Glas!
Citybahn – Jetzt bald nur mit Strom oder Gas!

Zum vierten, das arme Wetterhäusl,
daneben machen wir ein kleines Beisl,
dort gibt es Getränke und salzige Stangen
für die Geduldigen in den Testwarteschlangen!

Zum fünften! Wir geben dem Kubus nun Sinn.
Wir stellen ihn dem Herrn Bürgermeister hin,
als Glashaus unten in seinem Garten,
dann braucht auf`s ernten nicht gar so lang warten.

So ging es noch weiter, es gäbe noch viel!
Zu ändern so manches ist der Narren Ziel,
aber für jetzt ist genug mit dem Planen,
ein „Helau“ und „Wai, Wai“ unseren Untertanen!

Vor 75 Jahren, beim 1. Faschingszug nach dem 2. Weltlrieg war es Prinz Herbert der I. der den „Jahresprolog der Narren“ zur Verlesung brachte, diesmal sprach diese Worte „Riesenküken“ Herbert der II.
Beide heißen auch im wirklichen Leben „Herbert“ –
Herbert Escher und Herbert Petermandl.

Ötscherbärin: Renate Wachauer
Das Riesenküken als Sprecher: Herbert Petermandl
Der Clown mit der Ziehermonika: Karl Piaty sen
Die moralische Instanz: Günter Schuhfried

Bilder sagen mehr als 1000 Worte:



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