Die Faschingsdienstage waren einst in Waidhofen das reinste Tollhaus – selbst der ORF drehte hier einmal nach einem Tipp von Karl Piaty. Doch dann wurden am Nachmittag die Geschäfte zugesperrt und in den letzten Jahren sprach man schon von „Toter Hose“ in der Stadt:

Mein lieber Freund, wenn ich nicht wüßt‘,
dass heute Faschingsende ist,
ich würde glauben, heute wär‘
Gedenktag für den „Nasenbär“!

Denn öd und fad die ganze Stadt,
kein Lachen vor dem Magistrat,
kein Krapfenmeer, wohin man schaut,
weil man sich nicht mal naschen traut!

Die Faschingsmasken sind getauscht!
Denn Masken, wo uns oft schon graust
und die wir alle langsam hassen,
beherrschen Stadtplatz und die Gassen!

Wir brauchen heuer, liebe Leut‘,
bei weitem keine Fastenzeit,
denn unser Wollen war entmündigt
und keiner hat wohl viel gesündigt!

So blieb sogar der schlimmste Bengel
ein netter, kleiner Unschuldsengel
und kann auch ohne Buße tun
mit reinstem Herzen glücklich ruh‘n!

Da hat auch Stadtdichter Fred Eichleter schnell einen Reim bei der Hand.

Doch 2021 könnte es auch wieder anders sein, viele Geschäfte lassen wieder offen, es fährt der „Faschings-Zug“ den Krautberg und den Buchenberg entlang usw. siehe Bericht hier: https://piaty.blog/2021/02/14/2021-fasching-und-zug/

Und auch noch ein Video-Rückblick sei gestattet:

Faschingsdienstag in Waidhofen / Ybbs
%d Bloggern gefällt das: