„Die Presse“ veranstaltete am 22. Juli 2021 eine Diskussionsserie über die „Zukunft des Kontinents“ – Natürlich war dabei das Thema Klimaschutz und Ideen zur Bewältigung dieser größten Bedrohung der Welt viel Raum gewidmet.
Der Kulturkreis Freisingerberg hat sich eine solche Diskusssin angehört und entscheidende Aussagen dazu aufgezeichnet

22. Juli 2021 – Ausschnitte der Zukunftsdiskussion:

Zwar waren leider wieder überwiegend Themen der Vergangenheit erörtert worden, aber zwischen den „Tönen“ hörte man auch von Ideen für die Zulunft. Vor allen Dingen Ministerin Karoline Edtstadler nützte die Chance, den Zukunftskongreß und die Aktivitäten des Bundeskanzleramtes einzubringen.
Dieses Angebot der engagierten Ministerin (Titelbild von Karl Piaty sen.) wird nun der Kulturkreis Freisingerberg annehmen und die „Idee des CO2 freien Schmieden im Kunsthandwerk“ im Bundeskanzleramt aufzeigen.

Für die Diskussion am 22. Juli 2021 hätte der Kulturkreis Freisingerberg die Idee bereits sehr umfangreich erklärt, in die Diskussion floß das praxisnahe Klimathema allerdings nicht ein.
Hier das „Vorab-Schreiben“ an Prof. Dr. Martin Selmayr – auch Presse Chefredakteur Rainer Nowak wurde in ähnlicher Weise vorinformiert.

Mail an den Leiter des Büro der europäischen Kommission in Österreich:

Lieber Herr Dr. Selmayr!

Die EU Kommission hat nun erfreulicherweise bezüglich Klima und Engergie klare Vorgaben für die nächsten Jahre vorgegeben.
Das freut auch die Jugend von Waidhofen / Ybbs, welche mit 12 Klimademos ihre Wünsche und Forderungen weit über Waidhofen / Ybbs hinausgetragen hat.
Die 11. Klimademo im Feb. 2020 wandte sich insbesonders an die EU Politiker
siehe die Doku dazu: https://www.youtube.com/watch?v=ad2sznkz734&t=15s

Und es ist wirklich zu begrüßen und bewundernswert, daß die Kommission gehandelt hat. Und daher sind auch rasche “Taten”  sicher nun angebracht.
Am 22. Juli diskutieren Sie bei der Presse die “Zukunft des Kontinents” – ich glaube besonders die Jugend, welche sich offen und bittend an die EU gewendet hat, sollte diese Zukunft sein.
Und es sollte sich auch nicht alles nur an den Autokonzernen aufhängen, gerade die Forderungen der Ybbstaler Jugend zeigt das gesamte Umfeld auf.

Ihr Diskussionsleiter am Donnerstag, Herr Rainer Nowak. wurde von mir auch über die Möglichkeiten informiert, durch ein praktisches und realistisches Beispiel eine lebendige Diskussion zu ermöglichen.

Das alte Schmiedehandwerk zu retten, indem man es den Handwerkern und Künstlern ermöglicht, auf fossile Energie (Kohle) zu verzichten und auf CO2 freies Arbeiten (mittels Strom) umzusteigen, sollte so ein Beispiel sein.
Es braucht dazu keine großen finanziellen Förderungen, sondern nur den Willen der Politik, auch die Ideen “der Kleinen” zu unterstützen.
Der Automobilindustrie  wird sicher  finanziell großzügig geholfen, aber das kleine Handwerk (nicht nur die Schmiede) hätte sich einen ganz kleinen Bruchteil auch verdient. Denn  dort würde vielleicht nur ein “Aufzeigen der Möglichkeiten” schon sehr hilfreich sein.

Daher noch einmal die Bitte, das “Umweltthema CO2 frei schmieden”  aus Sicht  der abertausenden Schmiede in Europa anzudenken (und öffentlich anzudiskutieren).
Einige Worte in diesem Sinne bei der Diskussion könnten sicher mehr Positives auslösen als immer nur die “Großen” vor den Vorhang zu bitten.

Die Diskussion am 22. Juli 2021 bei der Presse wird von den Umweltschützern aus dem Ybbstal genau verfolgt werden – sie selbst waren mutig und sind auf die Straße gegangen, diszipliniert und gut argumentierend, sie haben sich auch an die EU Politiker schriftlich gewendet (siehe Beginn des Videos). Diese jungen Leute hätten sich zumindest Aufmerksamkeit verdient – hören Sie sich doch ihre Forderungen im Video an – das sollte für die EU eigentlich sehr vernünftig klingen.

Liebe Grüße aus Waidhofen / Ybbs Karl Piaty sen. Administrator des Kulturkreis Freisingerberg …. und Berichtemacher der Klimademos     Wenn Sie noch mehr meiner Klimadokumentationen sehen wollen – hier finden Sie diese: https://piaty.blog/?s=klimademo    PS.: Das mitgemailte Bild zeigt unsere Kulturkreis-Fotografin Renate Wachauer  mit den geschmiedeten Kunstwerken aus alten Schienennägeln (1896)  der Ybbstalbahn und gebrauchten Hufeisen – wenn die dazu nötige Energie statt mit Kohle durch Strom ermöglicht wird wohl das beste Beispiel für CO2 freie Kunst und Handwerk!
Und Grüßen Sie bitte Frau Rogenhofer von der “Klimajugend” in Waidhofen / Ybbs, die weiß persönlich am Besten was hier im Ybbstal bezüglich Umweltideen geleistet wird.   Und bitte seien Sie auch davon überzeugt, daß ich das alles nicht für mich mache – da denke ich eher an meine Enkel.  
Ende des Mail an Dr. Sellmayr

Trotz dieser hoffentlich klar umschriebenen Bitte kam bei der Diskussion dazu keine Erörterung, aber Dr. Selmayr hielt doch auch fest, daß gemeinsame Anstrengungen wichtig sind, wie z.B. in Amerika, wo um 1880 der Ausbau der Eisenbahnen vorangetrieben wurde.
Auch dazu gäbe das Ybbstal ein gutes Beispiel ab – denn auch hier hat eine Anstrengung der Bürger (Kauf der Aktien für die Ybbstalbahn) diesen Bahnausbau erst ermöglicht:

100 Gulden Prioritäts Aktie von der Ybbstalbahn – gezeichnet 31. Dezember 1896


Aber exakt zur „Jetztzeit“ (2021) wird diese von den Bürgern „direkt mitfinanzierte Ybbstalbahn“ vom Land NÖ. verkürzt und abgerissen und die saftigen Grundstückerlöse daraus streift das Land NÖ. ein – zahlen müssen wieder die Waidhofner Bürger – eben die Waidhofner Steuerzahler:

Und wieder ist eine Bahnstrecke weg – die Versprechungen bezüglich „Klimaschutz durch Bahnausbau“ das Papier nicht wert wo sie draufstehen.

Und 2 Tage nach der Entfernung der ersten Schienen –
…. wieder schöne „Festspiel“ Worte zum Klimawandel:

Der Bundespräsident bei der Eröffnung der Sanlzburger Festspiele, 25. Juli 2021

Und während Europa also wieder über seine Zukunft und dem Klimawandel „offensichtlich nur diskutiert“, handeln „Andere“ bereits an den Zukunftsideen – so wie der kleine und tüchtige Kunstschmied im Ybbstal – vielleicht schafft er seine Zukunftsvision eines CO2 freien Schmiedens bald über die „Chinesen“?- jedenfalls schade um diese „vertane“ österreichisch/europäische Innovation.

Mehr dazu hier:

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