Politik Waidhofen

2. Lasermeßgerät muß her

Zählen Sie zu jener „Waidhofner Bürgergruppe„, welche schon einmal (oder mehrmals ? ) in der Allee beim Lokalbahnhof ins Radar gefahren ist und danach entsprechend Strafe gezahlt hat?

Wenn ja, dann sollten Sie sich die Gemeinderatssitzung am 28. Juni 2022 zu Gemüte führen. Die gesamte Sitzung ist auf waidhofen.at zu sehen. Der Ausschnitt über den Ankauf eines 2. Geschwindigkeits-Meßgerätes siehe hier:

Video von der Zusehergalerie

Auch wenn Stadtrat Martin Dowalil kurz argumentierte ob da nicht auch wirtschaftliche Interessen eine Rolle spielen könnten, so wurden die dort bisher wegen Überschreitung des 30-ers bestraften Bürgerinnen und Bürger recht eindeutig in das „Eck der Unbelehrbaren“ gerückt. Einfach anhören, was da so an Meinung der Gemeinderäte an ihren Autofahrern unter den Bürgerinnen und Bürgern vorherrscht.

Um in Zukunft noch besser „die Sicherheit“ zu gewährleisten wurde dann von den Gemeinderäten einstimmig der Ankauf eines weiteren Meßgerätes beschlossen.
Das „Sicherheitsargument“ in Ehren, aber gehören Sie auch zu denen, welche diese eigenartige Argumentation für richtig halten?

Einfach zum Nachdenken über die „Ehrlichkeit in der Politik“!

Aus „Sicherheitsgründen“ in einer kurzen Allee, bei der 2 Ampeln am Anfang und am Ende die Fußgängerübergänge vorbildlich absichern und hinter dichtem Buschbewuchs die langsamen Fahrradfahrer und Fußgänger von der Straße abgetrennt sind, eine Lasermeßstelle zu errichten, erscheint nicht logisch.

Hier gab es auch vor der Installierung der Meßstelle keine schweren Unfälle, der Kindergarteneingang wurd vor längerer Zeit in eine Seitengasse verlegt und viele „Insider“ munkelten daher, daß durch diese Geschwindigkeitsbeschränkung nur eine verstärkte Annahme des Tunnels erreicht werden sollte.

Die enormen Einnahmen aus den Strafen sind durch die Rechnungsabschlüsse belegt, so daß die Bemerkung von Stadtrat Martin Dowalil zu den wirtschaftlichen Hintergründen sehr logisch wirkte.

Aber warum sagt man das den Bürgerinnen und Bürgern nicht ehrlich? Warum wundern sich die Politiker, wenn die Glaubwürdigkeit ihres Handelns immer kritischer gesehen wird.

Alt-LH Dr. Erwin Pröll, Ehrenbürger der Stadt Waidhofen hat auf solche politischen Vorgangsweisen einmal sehr gut hingewiesen:

Er hatte schon vor 10 Jahren erkannt, wie es um die Ehrlichkeit in der Politik bestellt ist – danke Erwin!
%d Bloggern gefällt das: