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4 Jahre Haft für Grasser

Karl Heinz Grasser war einst ein schillernder Politiker. Wer ihn persönlich kannte, wußte ihn auch als Mann mit Handschlagsqualität zu schätzen.

Aber auch er hatte „Freunde“ (meist Parteifreunde) welche seine politische Macht nützten und so wurden auch von ihm Dinge mitverantwortet, welche nicht in Ordnung waren – Daß dies nun gesühnt werden mußte, zeigt das Funktionieren des Rechtsstaates Österreich.

Der „Finanzminister und der Zuckerbäcker“ – bei einem Live ORF Auftritt.

Karl Heinz Grasser hat z.B. das japanische Nationalfernsehen nach Waidhofen gebracht, um hier mit Karl Piaty die weltweit beachtete Berichterstattung zur Euroumstellung zu drehen.

Euroeinführung in Europa – die übrige Welt wurde aus Waidhofen dazu informiert – sogar im arabischen Fernsehen

Karl Heinz Grasser und Karl Piaty traten auch im Fernsehen gemeinsam auf, auch hier ging es „bei Stöckl“ um den Euro.

Die bemerkenswerteste, positive Aktivität für die Gastronomie ermöglichte Karl Heinz Grasser nach den Einsprüchen vom Präsident der Wirtschaftskammer Dr. Leitl dessen Berater Karl Piaty war. Dies war mit ein Grund, warum einem einfachen Zuckerbäcker von Bundespräsident und Wirtschaftsminister der Kommerzialratstitel auf Lebenszeit verliehen wurde.

Am 25. März 2025 gab es das endgültige Urteil in einem 18 Jahre dauernden Prozeß. Statt 8 Jahre soll Karl Heinz Grasser nun 4 Jahre ins Gefängnis. Das oberste Gericht hat gesprochen und so ist es eben in einem Rechtsstaat. Zwar wird Karl-Heinz Grasser wahrscheinlich den EGMR (Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte) anrufen, denn der 18 jährige Prozess könnte auch gegen die Menschenrechte verstoßen haben. Aber dies hat keine aufschiebende Wirkung.


Zu bekriteln ist aber sicherlich die lange Dauer des Gerichtsverfahrens. Abgesehen von den überbordenden Kosten ist auch die menschliche Dimension zu berücksichtigen. Fast 18 Jahre dauerte das Verfahren, Karl Piaty sen war einmal einen ganzen Verhandlungstag anwesend.

Es wäre sicher von Vorteil gewesen, dieses Urteil früher zu fällen, Karl Heinz Grasser seine Strafe abbüßen zu lassen und damit rechtzeitig auch ein „Signal gegen derartige Vergehen im politischen Leben“ zu setzen.

Heute wäre Karl Heinz Grasser längst wieder ein freier Mann und vielleicht wären viele andere „Freundschaftsdienste“ in der Politik verhindert worden.

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