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Spitzahorn ade!

Am Karfreitag dem 18. April 2025 kam einer der schönsten und größten Spitzahornbäume unter die Kettensäge. Am Gründonnerstag hatte der Sturm einen der großen Äste abgerissen, aus Sicherheitsgründen mußte auch der verbliebene Ast entfernt werden.
Das Video zeigt diesen letzten Tag des einst großartigen Schattenspenders für Kinder und Hochzeitsgäste im historischen Rothschildpark.

Es ist dies die Fortsetzung des Schicksales der herrlichen Bäume im Rothschildpark, denn dies ist nicht der erste Baum der weit vor seinem üblichen Ende (150 bis 180 Jahre) gefällt werden mußte.

Manche erinnern sich noch:

Leider sind diese Bäume auch sehr lichtempfindlich, das haben Studien bewiesen. An ihnen „Lichterketten“ zu montieren oder lange während der Dunkelheit ein grelles Licht einwirken zu lassen erscheint im Sinne dieser Studien nachfragebedürftig:

Gerade vor diesem ehemaligen Spitzahorn brennt seit 2007 die übermäßig starke Beleuchtung der Glaspyramide am Rothschildschloß – Fotografen kennen dieses Phänomen als sehr störenden Belichtungsfremdkörper und viele fragen sich schon lange, warum diese Beleuchtung gar so stark sein muß.

Von innen beleuchtetes Dach eines historischen Gebäudes, an sich schon etwas eigenartig – aber wenn es den Politikern und Architekten gefällt und dafür satte Fördergelder fließen wird so etwas eben gemacht?
Dem links im Bild zu sehenden grünen Spitzahorn gefiel das nachweislich weniger, aber jetzt ist er sowieso weg.
Diese viel zu helle Beleuchtung, noch dazu auch in die Höhe und gegen die Bäume im Rothschildpark abstrahlend, kann als negatives Beispiel für die derzeitigen Bemühungen anderer Gemeinden gegen die „Lichtverschmutzung“ gelten.

Mit dem grell erleuchteten Spitzdach seit 2007 Aug im Aug – der ehemalige, so prächtige Spitzahorn im Rothschildpark – erledigt nach nur rund 80 Jahren.

Eine Frage die noch unbeantwortet ist: Warum ist es nötig, das neue gläserne Pyramidendach des Rothschildschosses immer so stark zu beleuchten?
Die „Rothschildparkidylle“ mittendrin die alten Bäume.

Und auch der „Kunst wegen“ hat der alte „Spitzahorn“ schon einiges erleiden müssen. Solche Baumhäuser sind für die Rinde nicht immer eine „Wohltat“:

Das Highlight für die Bäume im Rothschildpark ist natürlich manchmal in der Silvesternacht zu sehen – zwar verboten, aber eben eine so „große Freude für die finanzstarken Silvesterknaller„!

Jedenfalls wäre es sicher nötig, die Situation der Beleuchtungen und der unter den Bäumen verlaufenden Hauptleitung der Fernwärme im Lichte der neuesten Erkenntnisse anzusehen. Diesmal ist es glimpflich abgelaufen, aber gerade dieser Park ist für Kinder und Gäste auch öffentlich gemacht worden.

Hier die Situation nach dem Schnitt am Karsamstag:
Nur ein kleinerer Ast konnte gerettet werden, doch die kühlende Schattenwirkung auf den gläsernen Vorbau des Rothschildschlosses (trotz der massiven Metalljalosie) an den heißen Nachmittagen leider stark abnehmen.

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