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Bergstrecke lebt auf!

Im Frühling 2025 gab der NÖ Verkehrslandesrat und LHstv. Udo Landbauer bekannt, dass die Bergstrecke der Ybbstalbahn ab dem Herbst saniert wird und ab 2026 wieder der Betrieb von Lunz bis Kienberg durchgeführt werden kann.

Da steckt noch viel Arbeit dahinter, vor allen Dingen auch der ehrenamtlichen Eisenbahn-Vereine. Jedenfalls zählt dieses ehemalige Teilstück der Ybbstabahn (eröffnet 1898 – von der ÖBB aufgegeben im Mai 1988) zu den imposanntesten Schmalspurbahnen Europas – ist sie doch die „Steilste unter den Steilen“ (ohne Zahnradantrieb) und zählt für die Jungen vielfach als die „Geilste der Geilen“.

Doch es war nicht selbstverständlich, dass es diese Bahnstrecke noch weiter geben wird, wurde sie doch bereits im Mai 1988 offiziell von der ÖBB eingestellt. Aber ehrenamtliche Eisenbahnfreunde ließen all die Jahre nicht locker und betrieben diese Bahnstrecke als „Ötscherlandexpress“ weiter.

Doch dann wurde soviel Sanierungsbedarf nötig, daß die Eisenbahnfreunde das nicht mehr alleine stemmen konnten. Schnell war politisch die Idee geboren, diese durch Wald und Fels führende Strecke für Radfahrer teuer umzubauen, obwohl die alte Strassenverbindung von Kienberg nach Lunz über Pfaffenschlag besonders für Radfahrer geeignet ist. Wenig Verkehr, da es ja eine 2. weit besser ausgebaute Strasse zwischen Lunz und Gaming gibt.

Viel sehenswertes erwartet die Radfahrer auf dieser besonders geeigneten Strasse – z.B. das Wasser- Grossviadukt (Quellwasser für Wien) oder der direkt an der Strasse liegende Wasserfall stellen besuchenswerte Haltepunkte dar.

Hier noch einige „Leckerbissen“ zu der Bergstrecke und was unsere Vorfahren um die Jahrtausendwende in unserem Mostviertel planten. Hätten wir diese Bahnstrecken bekommen bzw. nicht abgerissen könnte das westliche NÖ touristisch und mobil mit der Schweiz mithalten.

Der Erhalt der Bergstrecke ist nun ein kleiner Hoffnungsschimmer – aber es wird auch „rundherum“ noch etwas notwendig sein. Doch dafür stehen die Chancen gut, denn die vielen einzigartigen Motive dieser Bahnstrecke sollte nicht nur Touristen sondern auch „Filmemacher“ in ihren Bann ziehen – was da möglich ist hat einst Kroatien mit den Winnetou Filmen bewiesen. Doch heute gibt es auch noch viele andere Möglichkeiten um diese Bahn in den Focus Europas, vielleicht auch Teilen der Welt zu rücken.

Die Pläne von 1905 hätten das Mostviertel sehr eng an die Steiermark angebunden und damit große Möglichkeiten für Transport und Tourismus auf der Schiene geschaffen.
Viele Ausbaupläne gab es unter Kaiser Franz Josef doch der 1. Weltkrieg ließ vieles platzen. Und was trotzdem gebaut wurde fiel der „modernen Verkehrspolitik“ des 21. Jahrhunderts zum Opfer. Daher ist die rettung der Bergstrecke wirklich ein lobenswerter Versuch, die Leistungen unserer Vorfahren wieder mehr zu ehren.

Rings um die Bergstrecke – es ist schon einiges da, was mit der Bergstrecke eine gute Verbindung eingehen könnte – hoffen wir auf eine gute Zusammenarbeit:

Es gibt unzählige Piaty Blogs und Piaty Videos, welche sich mit der Bergstrecke befassen. Aber auch internationale Filmteams waren vor Ort, viele haben sich von Karl Piaty zu den besten „Drehorten“ führen lassen: Hier kleine, unvollständige Erzählungen rund um die Bergstrecke der Ybbstalbahn:

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