Allgemein

1000 Sommer-Kachelöfen !

13. August 2025:
Es gibt nun immer mehr Berater und Aktivitäten zu einem modernen Klimaschutz. Auch die Stadt Waidhofen / Ybbs beteiligt sich an einem solchen – ERIKA ist dessen Name – wem das näher interessiert kann sich hier Informationen holen. https://waidhofen.at/aktuelles-angebote/offer/kennen-sie-schon-erika-jetzt-testen

Es wäre daher sehr vorteilhaft, wenn das Klimaszenario der in der Waidhofner Innenstadt wohnenden Menschen im Forschungsprojekt entsprechende Beachtung findet – die Tage vom 14. August bis 17. August 2025 wären dazu für forschungsrevelante Recherchearbeiten sicher gut geeignet:

17. Juni 2025:
Der aktuelle Bericht zur Klimakrise in Österreich bestätigt die Zustände in Waidhofen / Ybbs: https://orf.at/stories/3396566/
Hier der gesamte Bericht in deutsch: https://aar2.ccca.ac.at/de

15. Juni 2025:
Die Stadt Waidhofen / Ybbs ist bekannt für seine hohen Sommer-Temperaturen, und diese werden außerhalb der Innenstadt gemessen.

In der Innenstadt liegen aber seit dem Jahre 2000 rund 13.000 m2 Granitpflaster, welches sich bewiesenermaßen im Laufe eines sonnigen Tages wie ein Kachelofen aufwärmt. An besonders heißen Tagen heizen sich diese „sehr viel Hitze speichernden Steine“ auf bis zu 65 Grad auf und geben diese Hitze nur langsam während der Nacht wieder ab.

Bedeutet in der Praxis: Im Sommer stehen in der Innenstadt rund 1000 Kachelöfen mit je 13 m2 Heizfläche – und das erkennt man in den Nachtstunden extrem, wenn die Temperatur in der Innenstadt um soviel höher ist als anderswo. Auch Asphalt heizt sich am Tag auf, aber er kühlt durch die weit geringere „Dichte“ nach Sonnenuntergang rasch aus. Zusätzlich beeinflußt auch noch die „Dicke“ das Hitzespeicherungsverhalten. Asphalt wird von 5 – 8 cm dick aufgetragen, die Wr. Würfel in Verbindung mit der darunterliegenden gebundenen Fugenmörtelschicht bis 20 cm und mehr. Da liegen „Welten des Hitzespeicherungsvolumen“ dazwischen.

An den Stellen wo Pkw stehen und in den Bereichen der Schanigärten verbessert sich die Situation durch „Schattenbildungen am Pflaster“ etwas, aber die durchgehend gepflasterten Fahrbahnen und Gehsteige „heizen“ sich unbeschattet viel zu stark auf.

Der erste „wärmere Tag“ des Jahres 2025 (15. Juni 2025) brachte in NÖ Temperaturen um die 30 Grad, aber auch diesmal hatte Waidhofen „die heiße Nase“ weit vorne:

Offizielle Messung für den ORF – ausgestrahlt am 15. Juni 2025

Und so war es an diesem Tag am „Freisingerberg“ in Waidhofen / Ybbs:

Auch wenn es an diesem Tag in der Luft noch nicht so heiß war, die Strahlungshitze der Sonne wurde von den Granitsteinen natürlich gerne gespeichert – und das bei Temperaturen wo ein Hund nicht mehr so gerne drübergeht!

Der 15. Juni 2025 war also noch kein extrem heißer Tag, aber manchmal ist es sogar möglich am „Stadtpflaster“ eine „Eierspeis“ zu machen.

Dazu gibt es eine Doku und auch der ORF „drehte“ schon ein paar mal in der „heissen Stadt“! Besonders die ORF Geschichte mit Thomas Sykora und Hanno Settele ist dem ORF Kamerateam noch gut in Erinnerung.
Hier ist vieles nachzulesen.

Doch all diese, auch durch Fehlplanung der „99 Jahre haltbaren Oberflächenversiegelung“ entstandenen Erschwernisse für die Innenstadtbewohner (es sind nicht mehr sehr viele, kein einziger der 40 Gemeindemandatare wohnt mehr hier) sind scheinbar noch zuwenig.

Derzeit (2025) arbeiten Architekten und Politiker an einer Schutzzone „Innenstadt“. Was hier derzeit geplant ist darf teilweise nicht tatsächlich auch beschlossen werden, denn dann wäre es endgültig vorbei mit der „lebenswerten Innenstadt als Wohngebiet„. Wohl nicht alle der letzten Bewohner werden sich „unsichtbare Klimaanlagen“ leisten können. Und die früher bekannten Abhilfen gegen zu große Hitze in den Innenräumen sollen jetzt überhaupt verboten werden.

Warten wir ab, was den Gemeinderäten nun zur Beschlussfassung empfohlen wird, einen „Entwurf“ hat der Herr Bürgermeister vielen der Hausbesitzer bereits zukommen lassen:

Andere wieder informieren die Bürgerinnen und Bürger mit teilweise geradezu „Gegenteiligen“! Also gibt es viele Tipps zur Verminderung der Hitze in Innenräumen – auch die eNu (NÖ Ratgeber in solchen Dingen) gibt diese an Bürgerinnen und Bürger weiter.

Die große Hoffnung liegt daher nun am Land NÖ., welches über ihre eNu offensichtlich erkannt hat, daß nach dem Geschäftssterben in den Innenstädten auch das Wohnen hier immer unattraktiver wird. Aber es werden keine Bäume sein, welche so große Bausünden ausgleichen können. Früher hatten die Menschen in ihrer Mehrzahl in Innenstädten gelebt und hatten so „ihre Tricks“ gegen die Hitze. Bleiben wir im Gespräch, auch wenn es eigentlich für „voll-verpflasterte“ Städte schon ziemlich spät ist.

Denn nur für „gepflasterte Flächen“ gab es im Jahr 2000 finanzielle Förderungen des Landes NÖ – hier wurde mit „Steuergeldern die heute fehlen“ , die entscheidenden Fehler erst ausgelöst – das können gute Archive beweisen:

Und auch die bekannte Kunst- und Museumsdirektorin Agnes Husslein hat am 19. Juni 2025 sehr eindrucksvoll in den ORF Seitenblicken gezeigt, wie die Temperatur von Strassenbelägen verändert werden kann:

Auch Schulen stöhnen unter der Hitze, der ORF berichtet davon am 26. Juni 2025. Man bräuchte Jalosien, aber es ist kein Geld da. Anderswo hat man das Geld dazu, (dort zahlen sich die Hitzeeplagten das selber) aber da legt sich der Gemeinderat von Waidhofen / Ybbs gegen Jalosien und Markisen einfach in die Quere – so als ob sich das Klima nicht verändere:

Schulen bräuchten Jalosien gegen die Hitze, bekommen diese aus Geldmangel aber nicht.

Ausschnitt aus den Waidhofner Leitlinien zu den Kategorien 1 und 2 – wo Außenjalosien und Markisen als nicht zulässig beschrieben werden:

Dagegen raten Fachleute und auch die eNu (NÖ Klimaexperten) gerade zu solchen Möglichkeiten um das Leben insbesonders älterer und kranker Bürgerinnen und Bürgern zu schützen:

Ausschnitt eines NÖN Interview mit eNu Chef Greisberger

Und 2025 befassen sich immer mehr mit dem Thema Außenschutz vor Hitze in Innenstädten:

Auch die Kronenzeitung berichtet am 26. Juni 2025 zum Thema Hitze:

Das Thema Hitze steht 2025 bei der Kronenzeitung hoch im Kurs:

Dazu gibt es auch „Bemerkungen“ – hier einige davon:

Übrigens: Den gesamtösterr. Hitzerekord für einen Junitag hält Waidhofen/Y

Auch international wurde das Thema (hier mittels KI) kolportiert:

Puls 4 nahm sich ebenfalls des Themas an:
https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/hitze-l%C3%A4sst-sogar-pflastersteine-gl%C3%BChen-57-grad/ar-AA1Hr9cM

Aber der „Kulturkreis Freisingerberg“ kennt auch kühle Stellen vor Ort
Eine Forelle müßte man sein:

Und für einen „heißen Tag in Waidhofen“ gibt es vor Ort auch „kühlende Genüsse“ – denn schließlich liegt Waidhofen auch an der „Eisstrasse“!

Auch die 1. deutschen Medien interessieren sich:
https://www.merkur.de/welt/rekordhitze-in-oesterreich-oft-wird-es-da-oben-sogar-mehr-als-60-grad-heiss-wetter-sommer-zr-93809394.html

Merkur.de:

Am 1. Juli 2025 wurden die Pensionen gesenkt (höhere Sozialversicherung) – Am selben Tag wird über den ORF folgendes empfohlen:

Wärmedämmung und Außenjalousien – Aber in Innenstadt von Waidhofen / Ybbs soll das nicht mehr gestattet werden – Verkehrte Welt?

Und solches findet man nun vermehrt im Mail-Postfach:

Nähere und weitergehendere Informationen zur klimatischen Situation der Waidhofner Innenstadt finden sich auch hier:

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