Allgemein

Luxus pur mit 4,9 % ?

In den Nachkriegszeiten zählten Brot, Milch, Nudeln, Salz usw. zu Grundnahrungsmitteln. Der Preis wurde von der paritätischen Kommission festgelegt, es kostete vom Brot bis zur Semmel alles überall gleich.

Nach dem Entfall der amtlichen Preisregelung entwickelte sich auch bei diesen Nahrungsmitteln eine große Veränderung was Qualität, Erzeugungsart betrafen und sich daher vor allen Dingen auch beim Preis niederschlugen.

HierVergleiche vom Jänner 2026 beiSemmeln, Reis, Nudeln und Salz:

Semmeln kosten pro Stück von 15 Cent bis 1,40 Euro
Nudeln kosten pro kg von 1,38 Euro bis 12.- Euro
Salz kostet pro kg von 1,20 Euro bis 31,29
Reis kostet pro kg von 6,59 Euro bis 49,99 Euro

Es überlegt sich die Bundesregierung, für diese Produkte, welche im Jahr 2026 in Preiskategorien bis über 1000% Unterschied die Mehrwertsteuer von bisher 10% auf exakt 4,9% zu vermindern.

Dies führt zwangläufig dazu, dass sich Konsumenten welche die „Luxus-Grundnahrungslebensmittel“ kaufen in „Geldbeträgen“ das meiste sparen – „Helikoptergeld oder Gießkanne“ nennt man dies meist.

Die SPÖ hat das so gewollt, die ÖVP und die Neos waren einverstanden und daher wurde es so auch im Jänner 2026 „verkündet“.
Im Juli 2026 soll alles umgesetzt sein, dazu müssen die 183 Parlamentarier (oder zumidest die Hälfte davon) ihre Zustimmung geben.
Das ist österr. Demokratie – denn die „Macht geht vom Volke“ aus.

Es stellen sich daher nun die Fragen an die direkt gewählten Volksvertreter:

Findet die Regierung genügend frei gewählte Mandatare, die dieser ungerechten Mehrwertsteuerlösung zustimmen?

Was sagen die Vertreter der FPÖ uhnd der GRÜNEN zu diesen Regierungsplänen?

Was sagen die Vertreter der Landwirtschaft dazu, dass Wurst und Fleisch nicht zu den begünstigten Grundnahrungsmitteln gezählt werden?

Eine besonders gute Frage ist auch, was der Landwirtschaftsminister (ÖVP) und der Deregulierungsstaatssekretär (NEOS) dazu meinen? Letzterer hat versprochen dass in Österreich „dereguliert“ wird – aber ein 4. Steuersatz beim „Greißler“ ist genau das Gegenteil, die 4,9% sind in der Praxis nur mit Rechenmaschinen errechenbar. Die Registrierkassenbons werden durch die Bonpflicht mit Ausweisung der einzelnen Steuersätze und Summen dazu, natürlich noch einmal etwas länger.

KI: Schulklassen und Nationalrat – Da liegt gar nicht so viel dazwischen

Auf eine Information an das Finanzministerium bekam Karl Piaty sen. eine sehr klare Mitteilung, welche bestätigt, dass alle Brot und Gebäcksorten mit 4,9 % besteuert werden sollen, also auch Luxusprodukte in dieser Warengruppe den niedrigen Steuersatz von 4,9 % bekommen werden:

Also stellen wir Fragen an die Nationalratsabgeordneten, wie sie als „Entscheider“ das sehen. Wichtig vorerst dabei ob der Nationalratspräsident diese Fragen anerkennt und in der Präsidiale behandeln lässt.

Wird der Herr Nationalratspräsident die Info annehmen? Unten im Bild bei einem Besuch in Waidhofen / Ybbs. Das Parlament ist Karl Piaty sen. nicht unbekannt, schon im Jahr 2000 war er gemeinsam mit Dr. Leitl und Finanzminister Grasser mit dabei, als der Nationalrat ein bereits beschlossenes Gesetz zur Mehrwertsteuer wieder aufhob.

Große Freude bei Karl Piaty sen. zur Neujahrsansprache von Bundeskanzler Dr. Christian Stocker am 30. Jänner 2026 in Wien. Christian Stocker hat diese von Karl Piaty so bekämpfte Senkung der Mehrwertsteuer auf schwer definierbare Grundnahrungsmittel mit keinem einzigen Wort erwähnt – weiß auch der Bundeskanzler, dass dieses Thema eher kontraproduktiv für die Politik ist?


KI: Hat es da einen Zuruf gegeben ? Da fehlte dann ja was bei der Rede am Neujahrsempfang!

Hier seine Rede-Themen kurz aufgelistet und Dr. Stocker zuletzt in Waidhofen / Ybbs, noch als ÖVP Generalsekretär unter Bundeskanzler Nehammer:

Interessant auch, was der Chef der Agenda Austria zu dem Thema öffentlich sagt: „Ein besonderer Schildbürgerstreich“ nennt Dr. Schellhorn diese Senkung.
https://www.facebook.com/reel/1460012205828029

Franz Schellhorn war im Vorjahr in Waidhofen / Ybbs:
…. sprach natürlich auch länger mit Karl Piaty sen.

Zur „Perfektion in Fragebeantwortungen“ brachte es Bundeskanzler Dr. Christian Stocker am 1. Februar 2026 in der Pressestunde – Die sehr lange Frage bezüglich Mehrwertsteuer beantwortete er im Stil des Schüler Karl bei den Würmern – genial, aber damit wurde das Thema eben „nur weitergegeben“:

Einfach perfekt gekontert. Der Herr Bundeskanzler hat die Frage nach der Mehrwertsteuer sehr geschickt mit anderen Themen überlagert – aber für Insider ein gutes Zeichen, dass da noch nicht das letzte Wort gesprochen wurde

Und natürlich erinnerte man sich auch an diese Geschichte:
Der indische und der afrikanische Elefant

Ein Schüler hatte für die Prüfung nur ein einziges Thema gelernt:
„Der indische und der afrikanische Elefant – ein Vergleich.“

Am Prüfungstag setzte sich der Lehrer vor ihn und fragte:
„Erzähle mir bitte etwas über die Milchkuh.“

Der Schüler nickte ruhig.
„Die Milchkuh“, begann er, „ist ein wichtiges Haustier. Sie gibt Milch.
Und wenn man von Haustieren spricht, kommt man auch zum Elefanten.
Es gibt nämlich zwei Arten: den indischen Elefanten und den afrikanischen Elefanten …“

Der Lehrer hob eine Augenbraue, ließ ihn aber reden.

Nächste Frage: „Was weißt du über den Rhein?“
Der Schüler lächelte.
„Der Rhein ist ein großer Fluss. Und Flüsse gibt es auch in Indien und Afrika.
Und dort leben Elefanten – der indische und der afrikanische …“

Der Lehrer seufzte. „Gut. Dann sag mir etwas über die Dampfmaschine.“

Der Schüler holte tief Luft:
„Die Dampfmaschine wurde mit Kohle betrieben. Kohle gibt es auch in Afrika.
Und in Afrika lebt der afrikanische Elefant.
Im Unterschied dazu steht der indische Elefant …“

Am Ende sagte der Lehrer trocken:
„Du weißt erstaunlich viel über Elefanten.“

Der Schüler strahlte:
„Danke, Herr Lehrer. Die habe ich auch wirklich gelernt.“

Näheres zum Thema Brot (Senkung der Mehrwertsteuer) hier:

Entdecke mehr von Gut zu wissen !

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen