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Wir sind Kaiser !!!

Kaiser zu sein wird oft auch für Wortspiele gebraucht. Das beste Beispiel dazu ist die ORF Sendung „Wir sind Kaiser“ – aber auch bei Finanzen wird der Kaiser öfters angerufen – z.B. für den Titel „Schuldenkaiser“. Ein Beispiel mit KI zeigt das Titelbild – Jede Ähnlichkeit mit der heutigen Zeit ist ungewollt und nur zufällig entstanden – oder so ähnlich!!!.

Aber wer trägt bei den NÖ Statutarstädten aktuell diesen Titel?
Vor wenigen Tagen hat die Statistik Austria dem Finanzminister Marterbauer die Schuldenbilanzen von Ländern und Gemeinden übergeben – aber die genauen Daten für 2025 fehlen noch, sind doch die Rechnungsabschlüsse oft noch nicht öffentlich (so auch in Waidhofen / Ybbs)

Hier Ausschnitte des RA 2024 von Waidhofen / Ybbs

Es ist aber auch wichtig die „Einnahmen“ der Städte zu vergleichen.
Denn wenn eine Stadt zuwenig einnimmt, steigen auch deren Schulden schneller. Ein Beispiel der direkten Einnahmen von Gemeinden (Kommunalsteuer) zeigt sehr gut, dass Waidhofen / Ybbs hier weit hinter den anderen Städten nachhinkt.

Warum das so ist weiss jeder der sich mit Steuern und Abgaben befasst. Denn für fast alle Lehrer, (Bund- und Land) für manche Beschäftigte im Gesundheitsbereich (z.B. Spital) wird von den Arbeitgebern keine Kommunalsteuer bezahlt. Und vor allen Betriebe ohne angemeldete Beschäftigte zahlen auch keine Kommunalsteuern. Das wirkt sich sehr aus, wenn eine Stadt als Gesundheits- und Schulstadt gilt und zu viele Einzel- und Kleinstbetriebe hat. Dann kommt diese Stadt natürlich sehr stark hinter den anderen NÖ Städten ins Hintertreffen – dazu gibt es sehr klare Zahlen:

Und so kommt es, dass sich alle freuen, dass Waidhofen an der Ybbs die geringsten Arbeitslosenzahlen hat. Aber im selben Ybbstaler (9. April 2026) schaltet das Magistrat Werbung für Mitarbeiter. Niedrige Arbeitslosenzahlen deuten auch auf wenig Arbeitskräfte hin, das weiß in Waidhofen nicht nur das Mgistrat.

Und das Problem ist finanziell noch viel dramatischer, denn wenn für viele der arbeitenden Personen in Waidhofen / Ybbs für die Stadt keine Kommunalsteurn abgeführt werden müssen, schlägt sich das sehr rasch und äußerst negativ zu Buche. Auch hier hilft ein Vergleich mit anderen Städten, die präkere Situation Waidhofens zu verstehen.

Mit so wenig Kommunalsteuer ist es schwer die Schulden rasch abzubauen.
Die Quelle dafür ist die NÖ Landesstatistik / Gemeindefinanzen-Seite: „Gemeindeabgaben, Ertragsanteile, Grundsteuer, Interessentenbeiträge und Kommunalsteuer pro Kopf 2024 in NÖ“

Noch etwas deutlicher sind die „pro Kopfkosten bei den Statutarstädten“ für den „Gehaltsaufwand des Gemeinderates“ – bereits für 2026 „KI hochgerechnet“ – kann sich daher geringfügig noch ändern. Hier könnte die Verkleinerung des Waidhofner Gemeinderates (von der Stadt gefordert, vom Land zu beschließen) sehr positiv sein:

Alles Nähere zum Thema „Verkleinerung“ des Waidhofner Gemeinderates:

Nun zu den Schulden:
Es können vorerst nur die offiziellen Zahlen von 2024 in Erinnerung gerufen werden: Um sicher zu gehen. Ein KI Vergleich auch mit Statutarstädten außerhalb von NÖ:

So war es laut KI im Jahr 2024 – der „Kaiser“ ist mit freiem Auge zu ermitteln.

Die Statutarstädte – bei den pro Kopf Schulden gibt es gewaltige Unterschiede:

Die Pro Kopfverschuldung ist ein sehr wichtiger Indikator

Ein KI Rückblick auf 2023 ist sehr aussagekräftig – wie wird diese Tabelle im Sommer 2026 aussehen, wenn die Statistik Austria alle Zahlen für 2025 hat?

Wie wird das 2025 und 2026 sein?
Wer die letzte Gemeinderatssitzung im März 26 beobachtete, dem ist aufgefallen dass es wohl nicht so schnell zu einer „Umkehr“ kommen wird. Der sehr erfahrene Budgetkenner Erich Leonhartsberger (früher SPÖ jetzt freier und parteiunabhäniger Mandatar) wurde nicht müde, hier permanent und deutlich den vorausschauenden Warner zu machen. Und auch schon einige andere Stadt- und Gemeinderäte scheinen hier die finanzielle Schieflage in Waidhofen / Ybbs erkannt zu haben.

Hier ist nachzusehen und nachzuhören wie im Gemeinderat das „Geldausgeben“ behandelt wird

Warten wir also ab, was der Rechnungsabschluss 2025 (wahrscheinlich im Juni öffentlich) auszusagen vermag – wie sich die Pro Kopf Verschuldung in Waidhofen weiterentwickelt.

Übrigens: Auch der Finanzminister ist daran sehr interessiert.

Es hat sich bewahrheitet was in der Jännersitzung aufgefallen ist.
Die Gemeinderatssitzungen werden sich verändern:

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