Wer heute einen modernen Supermarkt betritt, dem fallen bei den Preisen schnell die sogenannten Schlusszahlen auf: Sehr oft enden sie auf 9, besonders häufig auf 99.
Wer glaubt eigentlich, dass das Zufall ist?
Es ist kein Zufall. Moderne Märkte arbeiten gezielt mit einem psychologischen Trick: Viele Menschen nehmen einen Preis wie 19,99 Euro deutlich günstiger wahr als 20 Euro – obwohl der Unterschied nur ein Cent beträgt.
Genau deshalb begegnen uns Preise wie 1,99, 4,99, 9,99 oder 19,99 Euro überall. Sie sollen den Eindruck erwecken, ein Produkt sei billiger, als es tatsächlich ist. Der Kopf sieht zuerst die 19 und nicht die 20.
Am Ende ist das keine Preisgestaltung aus Zufall, sondern bewusste Verkaufspsychologie. Viele Beispiele im Archiv.
Und wie ist das bei den „ausgewählten Lebensmittel? Genauso – wie man bei den Kartoffeln gut erkennen kann: Hinten alles mit 99
Wenn man Lebensmittel einkauft und danach den Kassazettel studiert, fällt eines fast immer auf: Die 9 Cent am Ende sind längst mehr als nur Preisgestaltung – sie sind schon fast Kult.
Jedenfalls sind solche Preise keine Ergebnisse seriöser rechnerischer Kalkulationen, sondern rein „optische“ Preisfindungen: Preise, die nicht in erster Linie aus Kosten, Margen und Steuersätzen entstehen, sondern aus psychologischen Verkaufstricks.
Und was passiert ab 1. Juli? Dann werden die Mehrwertsteuersätze von 10 % auf 4,9 % gesenkt — und über Nacht müssten die „9er“ am Ende der Preise aus den Regalen verschwinden. Auf einmal geht es also doch ohne 99 Cent, 1,99 Euro oder 9,99 Euro.
Und nun die Frage an den mündigen Konsumenten: Wie lange wird es dauern, bis die „9er“ wieder die Regale zieren — und bis die groß angekündigten Preiszurücknahmen still und leise wieder verschwunden sind?
Und noch etwas: Warum diese Regelung dem Hausverstand widerspricht
Bei der Mehrwertsteuer-Senkung auf Grundnahrungsmittel zeigt sich ein besonders absurdes Beispiel: Weizenmehl soll mit 4,9 % Mehrwertsteuer entlastet werden, Roggenmehl bleibt dagegen bei 10 %. Laut den veröffentlichten Informationen zur österreichischen Umsatzsteuersenkung umfasst die Begünstigung ab 1. Juli 2026 unter anderem Brot, Butter, Eier, Reis, Weizenmehl, Nudeln sowie bestimmte Obst- und Gemüsesorten. Roggenmehl wird in den genannten begünstigten Produktgruppen jedoch nicht angeführt.
Für den normalen Konsumenten ist das kaum nachvollziehbar. Denn wenn man von „Grundnahrungsmitteln“ spricht, denkt man zuerst an Brot, Mehl, Milch, Butter, Eier – also an Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Gerade Roggenmehl ist in Österreich ein klassischer Rohstoff für Brot. Es ist schwer zu erklären, warum ausgerechnet Mehl für feine Kuchen, Torten und Gebäck steuerlich günstiger behandelt wird als Roggenmehl, das traditionell für Brot verwendet wird.
Damit entsteht eine Schieflage, die dem Hausverstand widerspricht: Feines Weizenmehl für Kuchen und Torten gilt steuerlich als besonders entlastungswürdig – grobes Roggenmehl für Brot aber offenbar nicht.
Das ist kein Detailproblem, sondern ein Symbol dafür, wie weit politische Regelungen manchmal an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigehen. Wer den Einkaufskorb einer durchschnittlichen Familie anschaut, erkennt sofort: Brotmehl ist kein Luxus. Roggenmehl ist kein Spezialartikel für Feinschmecker, sondern ein klassisches Grundnahrungsmittel. Wenn aber Weizenmehl mit 4,9 % besteuert wird und Roggenmehl weiter mit 10 %, dann fragt sich jeder Konsument zu Recht: Nach welcher Logik wurde hier entschieden?
Dieses Beispiel zeigt besonders klar: Bei dieser Entlastung ist mehr als nur ein kleiner Fehler passiert. Eine Regelung, die Grundnahrungsmittel entlasten soll, aber ausgerechnet einen zentralen Brot-Rohstoff schlechter behandelt als Mehl für Kuchen und Torten, ist für den Hausverstand nicht mehr erklärbar.
Wer heute einen modernen Supermarkt betritt, dem fallen bei den Preisen schnell die sogenannten Schlusszahlen auf: Sehr oft enden sie auf 9, besonders häufig auf 99.
Wer glaubt eigentlich, dass das Zufall ist?
Es ist kein Zufall. Moderne Märkte arbeiten gezielt mit einem psychologischen Trick: Viele Menschen nehmen einen Preis wie 19,99 Euro deutlich günstiger wahr als 20 Euro – obwohl der Unterschied nur ein Cent beträgt.
Genau deshalb begegnen uns Preise wie 1,99, 4,99, 9,99 oder 19,99 Euro überall. Sie sollen den Eindruck erwecken, ein Produkt sei billiger, als es tatsächlich ist. Der Kopf sieht zuerst die 19 und nicht die 20.
Am Ende ist das keine Preisgestaltung aus Zufall, sondern bewusste Verkaufspsychologie.
Viele Beispiele im Archiv.
Und wie ist das bei den „ausgewählten Lebensmittel?
Genauso – wie man bei den Kartoffeln gut erkennen kann: Hinten alles mit 99
Wenn man Lebensmittel einkauft und danach den Kassazettel studiert, fällt eines fast immer auf: Die 9 Cent am Ende sind längst mehr als nur Preisgestaltung – sie sind schon fast Kult.
Jedenfalls sind solche Preise keine Ergebnisse seriöser rechnerischer Kalkulationen, sondern rein „optische“ Preisfindungen: Preise, die nicht in erster Linie aus Kosten, Margen und Steuersätzen entstehen, sondern aus psychologischen Verkaufstricks.
Und was passiert ab 1. Juli? Dann werden die Mehrwertsteuersätze von 10 % auf 4,9 % gesenkt — und über Nacht müssten die „9er“ am Ende der Preise aus den Regalen verschwinden. Auf einmal geht es also doch ohne 99 Cent, 1,99 Euro oder 9,99 Euro.
Und nun die Frage an den mündigen Konsumenten:
Wie lange wird es dauern, bis die „9er“ wieder die Regale zieren — und bis die groß angekündigten Preiszurücknahmen still und leise wieder verschwunden sind?
Und noch etwas: Warum diese Regelung dem Hausverstand widerspricht
Bei der Mehrwertsteuer-Senkung auf Grundnahrungsmittel zeigt sich ein besonders absurdes Beispiel: Weizenmehl soll mit 4,9 % Mehrwertsteuer entlastet werden, Roggenmehl bleibt dagegen bei 10 %. Laut den veröffentlichten Informationen zur österreichischen Umsatzsteuersenkung umfasst die Begünstigung ab 1. Juli 2026 unter anderem Brot, Butter, Eier, Reis, Weizenmehl, Nudeln sowie bestimmte Obst- und Gemüsesorten. Roggenmehl wird in den genannten begünstigten Produktgruppen jedoch nicht angeführt.
Für den normalen Konsumenten ist das kaum nachvollziehbar. Denn wenn man von „Grundnahrungsmitteln“ spricht, denkt man zuerst an Brot, Mehl, Milch, Butter, Eier – also an Lebensmittel des täglichen Bedarfs. Gerade Roggenmehl ist in Österreich ein klassischer Rohstoff für Brot. Es ist schwer zu erklären, warum ausgerechnet Mehl für feine Kuchen, Torten und Gebäck steuerlich günstiger behandelt wird als Roggenmehl, das traditionell für Brot verwendet wird.
Damit entsteht eine Schieflage, die dem Hausverstand widerspricht:
Feines Weizenmehl für Kuchen und Torten gilt steuerlich als besonders entlastungswürdig – grobes Roggenmehl für Brot aber offenbar nicht.
Das ist kein Detailproblem, sondern ein Symbol dafür, wie weit politische Regelungen manchmal an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigehen. Wer den Einkaufskorb einer durchschnittlichen Familie anschaut, erkennt sofort: Brotmehl ist kein Luxus. Roggenmehl ist kein Spezialartikel für Feinschmecker, sondern ein klassisches Grundnahrungsmittel. Wenn aber Weizenmehl mit 4,9 % besteuert wird und Roggenmehl weiter mit 10 %, dann fragt sich jeder Konsument zu Recht: Nach welcher Logik wurde hier entschieden?
Dieses Beispiel zeigt besonders klar: Bei dieser Entlastung ist mehr als nur ein kleiner Fehler passiert. Eine Regelung, die Grundnahrungsmittel entlasten soll, aber ausgerechnet einen zentralen Brot-Rohstoff schlechter behandelt als Mehl für Kuchen und Torten, ist für den Hausverstand nicht mehr erklärbar.
Teilen mit:
Gefällt mir: