Allgemein

Venedig 1972 – 2026

Wie schaut es aus im Venedig 2026?

Dorli und Karl Piaty machten hier vor 54 Jahren, 1972, auf ihrer Hochzeitsreise Halt. Rund 100.000 Tauben und eine etwas heruntergekommene kleine Locanda am kleinen Stefanoplatz gehörten damals zu den bleibenden Erinnerungen.

Mehr als ein halbes Jahrhundert später hat sich manches verändert: Die riesigen Taubenschwärme sind fast verschwunden, und aus der bescheidenen Locanda von damals ist inzwischen ein stattliches Hotel geworden.

Doch der eigentliche Höhepunkt dieser Reise nach 54 Jahren lag diesmal weit abseits der großen Besucherströme: die alte, feine Kirche San Nicolò ganz im Norden des Lido. Ein stiller und besonderer Ort – und vor allem ein Ort mit ausgesprochen herzlichen Menschen.

Piaty Video wurde in Kirche und Kloster überaus freundlich empfangen. Für uns wurde die Kirche geöffnet, die Orgel vorgestellt und schließlich durften wir sogar den Schrein mit den Reliquien des Heiligen Nikolaus besuchen. Ein Erlebnis, mit dem wir in dieser Form nicht gerechnet hatten und das wohl die schönste Erinnerung dieser Venedig-Reise bleiben wird.

Natürlich sind auch die großen Bilder Venedigs geblieben: Markusplatz und Dogenpalast, Gondeln und Kanäle, Brücken, Gassen und die unverwechselbare Kulisse der Lagunenstadt.

Überraschend war allerdings etwas anderes: An unserem Besuchstag zeigte sich Venedig trotz herrlichen Sommerwetters erstaunlich ruhig. Straßencafés und viele Restaurants im Zentrum hatten reichlich freie Plätze, von großem Gedränge konnte keine Rede sein.

Da stellt sich fast zwangsläufig die Frage: Hat man mit der Diskussion um Eintritt und Besucherlenkung vielleicht manches etwas überzogen?

Zumindest an diesem Tag im August 2026 galt kein Eintritt – und erstaunlich viel Platz in einer der berühmtesten Städte der Welt.

Und nach 54 Jahren bleibt vor allem eine schöne Erkenntnis:
Venedig hat sich verändert – aber seinen besonderen Zauber nicht verloren.

Venedig 1972 – und 2026 – Bilder sagen mehr als 1000 Worte: !972:

Und 2026 sah es so aus:

Speisekarte in Venedig „Piatti“ heißt „Kleiner Teller“

Entdecke mehr von Gut zu wissen !

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen