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St. Nikola / Donau

Der heilige Nikolaus / Donau – Schutzpatron und lebendige Erinnerung

Wer heute St. Nikola an der Donau besucht, sieht einen malerischen Ort im Strudengau. Doch die Donau, die das Landschaftsbild prägt, war für die Menschen früher auch eine gefährliche Lebensader. Strudel, Felsen und Stromschnellen machten die Fahrt für Schiffer und Reisende zu einem Wagnis. Hier hatte die Verehrung des heiligen Nikolaus, des Schutzpatrons der Schiffsleute, eine besondere Bedeutung.

Nikolaus wirkte im frühen vierten Jahrhundert als Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Um sein Leben ranken sich zahlreiche Legenden, die von Hilfsbereitschaft, Großzügigkeit und der Rettung aus Gefahr erzählen. Für die Menschen an der Donau wurde er deshalb zu einem Hoffnungsträger, den sie in ihrer Not um Beistand baten. (Pfarre: Das Nikolausfest)

Die Geschichte der örtlichen Kirche reicht weit zurück: 1141 stiftete Beatrix von Clam eine Kirche und ein Spital im damals Pahin genannten Ort. Im Hochaltarbild aus der Zeit um 1750 ist die Verbindung zur Schifffahrt besonders anschaulich dargestellt: Hinter dem heiligen Nikolaus sieht man Schiffer in einem Boot, die ihn inmitten der gefährlichen Wirbel um Hilfe anflehen. (Kirchengeschichtliche Darstellung der Diözese Linz)

Aus dieser langen Verehrung entwickelte sich ein besonderes örtliches Brauchtum. Bereits Kirchenrechnungen um 1620 nennen Ausgaben für den Nikolaustag. In den 1970er-Jahren wurde die Tradition verstärkt belebt: 1974 kam ein Sonderpostamt hinzu, 1981 eine Sondermarke. Zum überlieferten Festablauf gehören die Schiffermesse und das Gedenken an verunglückte Schiffsleute: Ein gesegneter Kranz wird der Donau übergeben. Für die Kinder ist die Ankunft des Nikolaus mit dem Schiff ein besonderer Höhepunkt. (Geschichte des Nikolausfestes)

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