Wer zahlt die Zeche !

Diese denkmalgeschützte Brücke steht bald zur Diskussion. Sie befindet sich zwischen Waidhofen / Ybbs (bei Gstadt) und Ybbsitz.  Durch die Einstellung der Ybbstalbahn und der Übertragung der Trasse an den Verein „Ybbstalradweg“ fällt diese Brücke aus dem N.Ö. Landeseinfluss  (früher Bundeseinfluss)  heraus. Da sie aber  unter Denkmalschutz steht muß sie weiter erhalten werden. Wer bezahlt die Erhaltung dieser rund 120 Jahre alten Brücke ? Wäre die Ybbstalbahn nicht eingestellt worden, hätten die Ybbstaler Gemeinden nicht nur eine tolle Fremdenverkehrsatraktion, sondern das Land müßte auch alles (daher auch diese Brücke) erhalten. So aber läßt sich vielleicht bald recht gut streiten, wer die weitere Erhaltung  bezahlen muß.  Keine Bahn mehr , aber vielleicht dafür einige Kosten mehr für die Bürgerinnen und Bürger des kleinen  Ybbstales von Waidhofen bis Ybbsitz.
„Hans im Glück“, so beschrieben einmal die Brüder Grimm solche Vorgänge.

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So schön sah das einmal aus !  Eine gut erhaltene Dampflok des Vereines CLUB 598 zieht einen Touristenzug von Ybbsitz nach Waidhofen / Ybbs – über die historische Brücke bei Gstadt.  Diese Brücke mußte früher von der ÖBB, dann von der NÖVOG erhalten werden. Dann stellte man die Bahn vollkommen ein, um auf der Trasse einen Radweg um rund 10 Millionen Euro zu errichten. Da über diese Brücke aber keine Radfahrer fahren werden (der Radweg wird darunter geführt) fragen sich bereits jetzt Insider, wer nun  die Erhaltung bezahlen muß. Der Verein Ybbstalradweg, dem die Trasse gehört (um 1 Euro gekauft) – die NÖVOG, welche die Schienen auf der Strecke ihr Eigentum nennt – oder die Gemeinden Ybbsitz und/oder  Waidhofen / Ybbs. Was hat die Politiker des oberen Ybbstales vor einigen Jahren bewogen, sich in eine solche „Sackgasse“ treiben zu lassen ?