Wo ist das ?

Dass das im Jahre 2000 in Waidhofen / Ybbs mangelhaft verlegte Pflaster auf den Fahrbahnen längst kaputt ist, weiß wohl jeder in der alten „Eisen-Stadt“. Aber wie schaut es bei näherem Hinsehen mit den bereits sanierten Teilen aus? Das Titelbild wurde aktuell am 3. September 2017  im Bereich Unterer Stadtplatz – Nähe altes Rathaus – aufgenommen. Saniert vor wenigen Jahren und von Bürgermeister Krammer als Beispiel für gelungene Sanierungsarbeit öffentlich gelobt.
Weitere Bilder dazu, die beweisen dass auch hier bereits wieder das „Zerstörungswerk“ durch die viel zu hohe LKW Belastung beginnt.

Aber auch auf den Teilen, welche erst zu Ostern 2017 saniert wurden,  beginnen die „Pflasterschäden“ bereits wieder sichtbar zu werden.  Noch sind es „kleine Haarrisse“ wie sie einst Bürgermeister Mair so „fachmännisch“ bezeichnete, aber so beginnt es leider immer.
BGM. Mair`s Fachurteil – Pflaster hat nur Haarrisse !

Aber auch an der erst heuer sanierten Strecke auf Höhe der Oberbank beginnt es zu „reißen“ – immer die Vorläufer für spätere Schäden, dringt doch auch bei kleinen Rissen eben leicht Wasser ein . Wie Bürgermeister Krammer und sein dafür verantwortlicher Bau-Stadtrat Dowalil das diesmal bezeichnen ist noch nicht bekannt:

Und natürlich zeigen sich die ersten Risse auch schon beim neu sanierten Pflaster zwischen Kröller und Sparkasse:

Pflaster Sparkasse

Darüber hinaus ist diese nun angewendte Pflasterung bei Reparaturen im Unterbau (Strom, Wasser, Kanal, Fernwärem, Gas, Telefon) besonders aufwendig und teuer zu öffnen und wieder nur sehr zeitaufwändig herstellbar. Die Geschäftsleute der Innenstadt hatten  heuer im Sommer bereits die Gelegenheit,  das zu spüren.

Laien mögen sich nun fragen:
„Kann man da wirklich nichts dagegen machen, bzw. was macht man anderswo ?

Das beste Beispiel ist wohl Wien, wo sehr viele Straßen gepflastert waren.  Besonders sensibel dabei natürlich auch die historischen Gebäude der Innenstadt – wie z.B. der Stephansdom. Rundherum lag dort auch noch der Wiener Würfel – aber es wurde immer aufwendiger, diese Pflasterart (dort wenigstens noch mit ungeschnittenem Material) weiter zu erhalten. Im Gehbereich wurde daher nun ein sehr dicker und schwerer Stein verlegt, die Fahrbahnen dagegen betoniert, um einerseits eine bessere Haltbarkeit zu erhalten, andererseits bei Reparaturen entsprechend kostengünstig zu bleiben.
Diese Aufnahmen stammen vom 1. September 2017 – noch ist nicht alles fertig – aber der Wiener Würfel (wie im Bild vom Februar 2017 ersichtlich) hat dort endgültig ausgedient:

Stephansplatz Vergleich

Zusammenfassung:
Pflasterungen von Fahrbahnen zählen zu sehr heiklen Baugewerken.

Es ist viel Arbeit und kostet sehr viel – so ein Pflaster. Architekten erhalten von der Bausumme ihr Honorar, haben daher meist nichts gegen eine teure Pflasterung. Das ist ihr gutes Recht, aber es gehören ja immer 2 dazu – der eine was plant und der zweite der anschafft – im Fall von öffentlichen Flächen sind das die Politiker.
Zum Glück für diese Volksvertreter spielt dann aber noch ein „Dritter“ mit, der darf zwar nur zusehen, muß das dann aber alles bezahlender Steuerzahler.

Aber aufgepasst: Wir leben auch in einem Rechtsstaat – also könnten „vorsätzlich Schuldige“ auch zur Rechenschaft gezogen werden. Vorsätzlich handelt jemand, der weiß, dass sein Tun anderen Schaden zufügt.

Die Sicht des bekanntesten „Pflastersachverständigen“ im deutschsprachigem Raum.
Pflaster Waidhofen-Beschreibung vom int. Pflasterexperten Lanicca

Oft stellen sich Waidhofnerinnen, Waidhofner und Waidhofenbesucher die Frage, was da „so Geheimes“  hinter den „weißen Sichtsprerren“ in den Straßen passiert.
Daher hier eine bildliche Auflösung mit dem Titel „Ohne Worte“:

Pflastern im Ybbsturm

Was die Waidhofner vom Pflaster halten, wurde von der NÖN 2017 abgefragt. In diesem Artikel steht das klare Ergebnis ganz hinten. :
http://www.noen.at/ybbstal/waidhofner-innenstadt-pflastersanierung-noch-vor-ostern/40.773.703