Bahnhof Kogelsbach neu

Am 1. Oktober 2017 wurde der völlig renovierte Bahnhof Kogelsbach eröffnet. Und es zeigt sich, wie schön sich einst die Bahnhöfe der Ybbstalbahn in die Landschaft einfügten. Durch den Denkmalschutz konnten die Architekten nichts „verpfuschen“ und so sieht von außen der Bahnhof aus, wie er einst unter Kaiser Franz Josef erbaut wurde.
Innen wurde allerdings nicht gespart, sondern von der Küche über die Schank zur Inneneinrichtung und bis zu den Toiletten alles völlig neu hergestellt. Und ein riesiger Gastgarten lädt zum Verweilen ein. Der Pächter der gesamten Gastroanlage, Andreas Löbersorg,  war der erste von 38 Lehrlingen, der seinen Bäcker-Lehrvertrag mit Karl Piaty abschloß. Heute  zeigte Löbersorg seinen ehemaligen Chefs, Dorli und Karl Piaty, stolz den neuen Betrieb, den er nun als Pächter führt.  Und es ist kein „Jausenstüberl“, nein, es ist ein vollwertiges Gasthaus mit Menü usw. geworden.

Andreas Löbersorg ist ein begnadeter Bäcker, ein braver und verläßlicher Arbeiter – aber ob er mit einem Gastronomiebetrieb dieser aufwändigen Art nicht überfordert ist?.

400.000 Euro sollen investiert worden sein, wer die Fördergeber sind ist öffentlich nicht bekannt. Ob EU, Land N.Ö., Gemeinde St. Georgen/ Reith oder der Radwegverein hier „tonangebend ist“ wird sich erst zeigen, wenn es die „Transparenzdatenbank“ auch in N.Ö. geben wird. Bereits im Juli hat LH Frau Mikl Leitner hier Transparenz zugesagt: http://www.noen.at/niederoesterreich/politik/kuenftig-transparenzdatenbank-noe-will-foerderungen-melden/54.104.163

Bei 400.000.- Euro Investition ist eine Mindestpacht von 1000.- Euro nötig, um von der Finanz nicht als „Liebhaberei“ eingestuft zu werden.  Aber Löbersorg wurde der Gastronomiebetrieb für eine Pacht von 100.- Euro pro Monat  angeboten. Da mußte er wohl „zuschlagen“.  Aus wirtschaftlicher Sicht ist das allerdings ein „Lockvogelangebot“ und eine „Verzerrung des Wettbewerbes der Gastronomie in der Region“.
Karl Piaty sen. wünschte seinem ehemaligen AZUBI alles Gute, im Bauch des erfahrenen Unternehmers aber rumorte es: „Wenn das nur gut geht“!  Denn die Radfahrer können schließlich von Mitte Oktober bis Mitte April diesen Betrieb nicht auslasten, denn da ist der Radweg offiziell sogar gesperrt.