„Terrazzo“ – Asphalt !

2 Tage nach der Nationalratswahl 2017 kam die österreichische Bundesregierung zu Bundespräsident Alexander van der Bellen um ihren Rücktritt anzubieten. Um zum Bundespräsidenten zu kommen, durften sie zum 1. mal den neuen „Terrazzo“ Asphalt zwischen Bundeskanzleramt und Präsidentenkanzlei betreten. Karl Piaty war „life“ dabei, als der Bundeskanzler und seine Ministerkollegen den bequemen Gehkomfort und das schöne Aussehen des Asphalt testeten. Diese moderne Gestaltung vor den historischen Gebäuden hat Karl Piaty schon in Hamburg bewundert, wo im Altstadtbereich die schadhaft gewordene Pflasterung damit ersetzt wurde. Altes zeitgerecht gestalten – hier wird vom Bundespräsident und Bundeskanzler die Zukunft vorgelebt. Es waren alle sichtlich begeistert.

Übrigens: Dass eine Pflasterung von Fahrbahnen, wo auch LKW über 3,5 Tonnen verkehren, mit geschnittenen Wr. Würfeln nicht ausgeführt werden darf, war auch schon 2000 bekannt, als in Waidhofen / Ybbs, unter Bürgermeister Mag. Wolfgang Mair,  gepflastert wurde.
Der Architekt (siehe Kurier Artikel) garantierte aber eine richtige Verabeitung der Steine. Die Politiker haben das geglaubt, jetzt zahlen die Steuerzahler die vorauszusehenden Fehler. Und statt einer besseren Lösung werden die geschnittenen Wr. Würfel wieder verarbeitet, es müssen teilweise sogar neue angekauft werden. Diesmal rät ein Pflasterer  aus O.Ö. zu einer „starren Variante“. Diese Art wirkt jedoch wie ein „Betonpanzer“ wodurch spätere   „Einbautenreparaturen“ (Strom, Wasser, Gas, Kanal, Telefon, Fernwärme) sehr erschwert werden und daher das ganze für zukünftige Generationen noch schwieriger und  teurer machen. Das „Waidhofner Pflasterungs-Fehlerkarusell“ dreht sich  also immer schneller – und die Verantwortlichen schauen weiter zu. Dabei gäbe es jetzt so einfache Lösungen, aber Altbürgermeister Mag. Mair ist jetzt Ehrenbürger der Stadt, dass für viele leider soviel wie „Unfehlbar“ bedeutet. Kurier Pflaster 1999

Aber im Oktober 2017 zeigen sich in Waidhofen/ Ybbs auch bereits starke Schäden im Gehsteigbereich – da wiederum lassen „vergessene Trennfugen“ (wie im Bild vor dem Rathaus) die Pflastersteine nun geradezu „platzen“.
Das ist kein Gehweg mehr, sondern bereits eine gefährliche „Stolperpiste“ 

Pflaster Gehsteig Magistrat 18.10.2017

Zurück  nach Wien: Bequemes Radfahren vor der Hofburg, und „Terrazzo“ Asphalt zwischen den „Pollern“ – so werden heute die Straßen- und Gehwege in historischen Bebauungsgebieten erstellt. Pflaster ist nur mehr in den „Großplattenausführungen“ (Mindestplattendicke 14 cm) erlaubt, da dünneres Material (z.B. geschnittener Wiener Würfel – 9 cm)  auf Fahrbahnen zu sanierungsbedürftig ist.
Ob sich  das von Wien bis Waidhofen / Ybbs noch herumspricht ?

So zeigt sich Gehsteig- und Straßenbelag vor Österreichs Hofburg und Bundeskanzleramt (Ballhausplatz) nach der Sanierung im Oktober 2017:

 

 

Am 17. Oktober 2017 schritt die alte Bundesregierung erstmals über den neuen Belag. Karl Piaty sen. wurde von der zuständigen Bezirkshauptammschaft zugesagt, alle Auskünfte  zu diesem vorbildlichen Sanierungsvorhaben zu bekommen. Wie lange es noch dauern wird, bis auch die neue Bundesregierung gemeinsam ihr bequemes „Terrazzo – Asphalt“ Geherlebnis haben wird ist noch unbekannt.
Hoffen wir möglichst  bald.