Schon wieder „evaluiert“

Seit wenigen Tagen gibt es in der Waidhofner „Innenstadt-Pflasterwüste“ teiweise blaue Markierungen, welche das Parken erleichtern sollen. Doch schon heute wurde wieder ein Teilstück „evaluiert“, heißt neu „überdacht“ und neu gemacht.

Pünktlich am Mittwoch früh des  25. Oktober 2017  riß Baustellenlärm die letzten Bewohner der Unteren Stadt aus den Federn. Mit schwerem Werkzeug wurde die erst vor wenigen Tagen aufgebrachte Markierung auf der Höhe Alte Post – Konditorei Erb wieder entfernt. Denn offensichtlich soll die Parkordnung jetzt doch wieder anders sein als vor wenigen Tagen laut Plan aufgemalt.
Ob es gescheit ist, statt der vielen Schrägparkplätze nun einige wenige Längsparkplätze zu schaffen, sei dahingestellt. Dass nunmehr die Auspuffgase bei Parkmanövern direkt in den Vorbau der alten Post geleitet werden ist schon eher bedenklich.  Jedenfalls sieht der genaue Betrachter nun, dass die einstigen „metallenen Architektenplättchen“ zur Parkplatzkennzeichnung auch Schrägparkplätze vorgesehen haben – warum jetzt dies ?
Was denkt sich eigentlich unser Herr  Bürgermeister, wenn er solches Tun beobachtet ?

Parkplatzbreiten in Waidhofen haben scheinbar ein „eigenes Statut“,  eine „eigene Maßeinheit“!
Hier zum Vergleich die Breiten der blauen Markierungen am Unteren Stadtplatz, am Oberen Stadtplatz und am Graben, alles vom 25.10.2017:


Hier zum Vergleich die Parksituation von bisher:
Hier hat es nicht einmal von R.T. Beschwerden gegeben.
Vor der alten Post und Erb – bis zu 11 Parkplätze – jetzt ? Zählen Sie einfach nach.

Wer gut rechnen kann, kann sich auch den Entfall der Parkgebühren leicht ausrechnen. Aber es geht hier nicht um Geld, das dürfte die Stadt ja wohl haben, aber den Kunden immer weniger Parkplätze anzubieten hat sich noch nirgends bewährt !

Wem der Gehsteig trotz  Schrägparken bei Erb zu schmal ist, der soll einmal nachfragen, warum die Abschrägung am Oberen Stadplatz noch immer eine „Fußgängerfalle“ ist.

Dieser Blog wurde bis zum 26. Oktober 2017 sehr oft „geklickt“ – dieses Thema scheint den Waidhofnerinnen und Waidhofnern echt unter „den Nägeln“ zu brennen.

Daher hier noch eine aktuelle Stellungnahme dazu:

Der Fehler liegt im Jahr 2000, als die Innenstadt neu gestaltet und gepflastert wurde. Hatten bis dahin die Autofahrer ohne Probleme „angepasst“ geparkt, wurde damals die sogenannte „Plättchenparkmarkierung“ kostspielig und tief eingebohrt.

Ja, tief eingebohrt, denn unter jedem „Plättchen“ befindet sich eine rund 30 ca. lange Metallhülse. Aber diese kleinen „Plättchen“ sind  kaum sichtbar, dieses System hat sich nachweislich nicht bewährt, nennen wir es einen „teuren Flop“!  Es durfte entsprechend der Forderung des Architekten aber auch keine „Hilfsmarkierungen “ angebracht werden, Bürgermeister Mag. Mair hat das dann ausdrücklich jegliche Markierung auf seinen so geliebten „geschnittenen Wr. Würfeln“ verboten.  Auch war klar, dass eine fixe Markierung in vielen Bereichen kontraproduktiv wäre. Denn z.B. im Bereich des Standplatzes des Citybusses gibt es unterschiedliche VorgabenAm Tag (Montag bis Freitag von 6 – 19 Uhr Halteverbot – ausgenommen Bus ohne Schrägstand)  in der Nacht (19 Uhr bis 6 Uhr) und Samstag, Sonn- und Feiertag ist Schrägparken erlaubt. Wie man so etwas mit Markierungen rechtlich haltbar bewerkstelligen will  ist bisher nicht bekannt. Noch fehlt bislang jegliche Markierung.  Ähnlich bei den zu schmal erricheteten Gehsteigen im Bereich Oberer Stadtplatz (Friseur Mathä ) und Unterer Stadplatz (ehemalige Bank Austria)  In diesen Bereichen  hat man „Schrägparkmarkierungen“ angebracht, Schrägparken daher  als Pflicht verordnet. Die Gehsteige werden dadurch oft noch mehr verengt. Obwohl Gehsteige mindesten 2,20 Durchgangsbereite haben müssen, wurde bei der einstigen Stadtgestaltung im Jahre 2000 eher auf die architektonische Leichtlösung der „geraden Linie“ aufgebaut. Also nicht die Häuserfronten (welche sich in Waidhofen öfters so hübsch voneinander absetzen) wurden für die Gehsteigbreiten berücksichtigt, sondern nur ein einfacher gerader Strich durch die Stadt gezogen. Das Ergebnis haben  wir jetzt.

Siehe dazu die  Straßenbaurichtlinien in Österreich:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gehweg#Stra.C3.9Fenbaurichtlinien_in_.C3.96sterreich

Folgende ungestellte Bilder wurden am Staatsfeiertag dem 26. Oktober 2017 gemacht und zeigen die nunmehrigen Probleme bildlich auf.

Verständlich, dass sich viele nun nicht an die nunmehrigen Markierungen halten. Was nun „hoheitsamtlich“ passiert ist abzuwarten. Verärgerte Gäste und Kunden, für dumm verkaufte Waidhofnerinnen und Waidhofner und eine 50 % „Parkplatzverringerung“ in diesem Bereich hat man bereits „produziert“,  ob daraus nun bald „bußgeldpflichtige Straftäter“ gemacht werden, sollten die nächsten Tage zeigen.

Trotz neuer Markierung stehen die Autos doch wieder so, wie es der „Hausverstand“ lehrt. Es gab hier, seit es Autos  gibt, immer Schrägparken. Alleine vor den 2 Häusern Alte Post und Konditorei Erb waren es 11 Stück Parkmöglichkeiten. Jetzt sind es (markiert) die Hälfte weniger. Ob Stadtmarketing, Stadtrat für Verkehr usw. hier eingebunden waren ist nicht bekannt.

Erb Schrift Schrägparker

So wie hier unten kennen wir seit Jahrzehnten die Parkordnung in diesem Bereich – was hat denn daran das bisßchen „blaue Farbe“ verändert ?
Schräg Parkplätze 2014 Alte Post und Erb

28. Oktober 2017:  3 Tage nach der „neuen Markierung“
Nun zieht  die Waidhofner Innenstadt sein „Winterkleid“ an, die Schanigarten werden weggeräumt und bald kommen die Christbäume in die Stadt.  Wie wirkt sich das auf die neuen Markierungen aus ?

Nehmen wir wieder das Beispiel Alte Post / Konditorei Erb
Jetzt werden die  blauen Linien und blauen Ecken so richtig schön sichtbar. Was dieses blaue Eck vor dem Gehsteig Erb – er ist einer der breitesten Gehsteige der Stadt – wirklich soll, sollten uns die Stadtverantwortlichen jetzt beantworten. Wer ist übrigens der dafür politisch „Federführende“?  Der Verkehrsstadtrat Leonhartsberger, der Baustadtrat Dowalil, der Liegenschaftsstadtrat Sommer  oder die Vizebürgermeister Reifecker und Wührer – oder ganz wer Anderer?
Das Waidhofner Statut sagt dazu wenig aus, klar ist nur, daß die Farbe „blau“  politisch dafür nicht verantwortlich ist, Knoll ist also aus dem Schneider.

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Ein Autofahrer aus Amstetten zeigte heute vor, dass „schrägparken in diesem Bereich“ zumindest während der „Wintermonate“  durchaus möglich ist – aber er ist derzeit ein „Straftäter“, auch wenn durch echtes „Schrägparken“ die Fahrbahn breit genug ist – kein Vergleich zu den Engen bei Breitwieser, Ybbsturm und Einfahrt Inführ, wo man auch die Radfahrer „dagegen fahren läßt“.

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Aber offensichtlich glaubt man, durch die permanente Zurückdrängung der Kundenparkplätze Leben in die Stadt zu bringen – wie das aussieht kann man am Hohen Markt studieren- Samstag 28. Oktober 2017 – 11 Uhr 30 – Das Angebot wird immer weniger, immer mehr Standplätze bleiben leer, auch am sogenannten „Schmankerlmarkt“!

Wie das Überwachungspersonal nun jene Autofahrer behandelt, welche sich „Markierungsschlupflöcher“ suchen,  wird man sehen, zum Beneiden sind unsere sonst sehr freundlichen „Parksheriffinnen“ jedenfalls nun auch nicht mehr.
außerhalb der blauen Markierung

Sonntag 29. Oktober 2017  –  Schrägparken Bereich Alte Post / Konditorei Erb:
Fotos aus der Waidhofener Innenstadt müssen ab jetzt „bearbeitet“ werden. „Falsch geparkte PKW“ gehören nun zur „Tagesordnung“ – eine völlig unnötige Markierung in diesem Bereich macht das nötig – denn vielleicht bekommen die Fahrer auf Grund „Nichtbearbeiteter Bilder (Nummertafel erkennbar) dann sonst noch eine „Strafbenachrichtigung“ nachgesendet.

29.10.2017 Erb Datum

29.10.2017 Erb 2 Datum

Welchen Sinn diese blaue Markierung (angebracht am 25. Oktober 2010) während der „Schanigartenlosen Zeit“ (November bis April) haben soll, sollte endlich erklärt werden.   Sonst macht sich die Stadt lächerlich.