Schmalspur – Fest 2018

Schmalspurbahnen entwickeln sich weltweit zu immer wichtigeren Tourismusattraktionen. In der Zeit Kaiser Franz Josef halfen diese Bahnen mit, den industriellen Aufbau Europas voranzubringen, nun zeigen sie den Politikern, welches Potential bezüglich Tourismus auf den „schmalen Schienen mit 760 mm Abstand“ vorhanden ist. In NÖ. schienen fast alle diese Bahnen zur Auflassung und zum Abriss verurteilt zu sein. Im Mostviertel gab es besonders tourismusfreundliche Schmalspurbahnen, mit der Ybbstalbahn und der Mariazellerbahn standen schließlich die mitunter schönsten Voralpenbahnen Europas zur Diskussion. Während im Pielachtal sich die dortigen Bürgermeister stark für den Erhalt „Ihrer“ Bahn einsetzten, entschieden sich die Ybbstaler Bürgermeister für Abriss.  Da die Ybbstalbahn von Waidhofen / Ybbs bis Lunz im Tal geführt wurde, hätte sich diese Strecke besonders für die touristisch wertvolle Kombination Radweg und Schmalspurbahn geeignet. LH. Dr. Pröll wollte diese Variante, aber die Bürgermeister wollten nur den Radweg und verzichteten so auf hohe Wertschöpfung des Ybbstales.

Das Schmalspurbahnfestival 2018 wurde daher nur auf der Mariazeller Bahnstrecke im Pielachtal gefeiert. Das Video zeigt die Eröffnung mit den klaren Bekenntnis zur Bahn durch alle Politiker und Tourismusmanager der Region. Ein besonders gutes „Händchen“ hatte Frau LH. Mikl Leitner, welche mit Nationalrat Friedrich Ofenauer die richtige Wahl des sie vertretenden Ehrengastes für dieses Fest getroffen hat. Fritz Ofenauer ist nicht nur erfahrenes Mitglied des Justizausschusses sondern ein Politiker der ganz genau weiß was die Regionen brauchen.

Überhaupt ist anzumerken: Die Bundespolitiker wissen daher  längst, wie wichtig Eisenbahnen auch für die Zukunft Europas sein werden – schon aus Klimagründen und E-Mobilitätsgründen steht den Eisenbahnen, egal ob Breitspur aus China nach Österreich, Normaspur oder auch Schmalspur  eine große Zukunft bevor.

Das man auch noch  im Jahre 2018, nur wenige Luftkilometer entfernt, mit Teilen des „Kulturerbe Donauuferbahn“,  auch für den Schwertransport von Gütern notwendige Bahntrassen in NÖ. abreißt und die „große Politik“ zur selben Zeit im Stift Göttweig sich auf Klimaziele, Europa und  Regionapolitik einschwört, das kann sicher niemand mehr verstehen!
Näheres dazu:  https://piaty.blog/2018/06/15/bahndiskussion/

Zurück zum Festival: Vor allem die „Dampflok MH6″ begeisterte die vielen Besucher. Anheizen, Ausflugswagerl-Fahrten usw. – das ist Eisenbahn wie es die Menschen erfreut und Eisenbahnen so wichtig auch für den Tourismus machen. Da die Ötscherbärin auf Grund des Vermummungsverbotes nicht mehr auftreten darf, hat Renate Wachauer einfach nur den „Kopf“ des legendären „Kult-Ötscherbären“ mitgebracht und gleich wieder die Kinder begeistert. Aber auch die Prominenz zeigte viel Spaß mit der Ötscherbärin und so wurden sogar die „Titelbilder“ für die Festivalzeitung gleich mit „Gruppenfotos“ mit Bürgermeisterin, Bürgermeister und Tourismusmanager gemeinsam mit der Ötscherbärin gefüllt.

Auch Nationalrat Friedrich Ofenauer ließ sich mit der Ötscherbärin gleich für das Titelfoto ablichten und war überzeugt, daß das verordnete „Vermummungsverbot“ für die Ötscherbärin eher nicht gedacht war –
Aber Gesetz ist eben Gesetz und „Vurschift ist Vurschrift“.

Die Prominenten und die Ötscherbärin: