12 Stundentag Demo

Am 30. Juni 2018 protestierten rund 80.000 Teilnehmer bei einer Demo in Wien gegen den 12 Stunden-Tag und die 60 Stunden-Woche. Es gab Berichte, aber wer mit eine Riesenkamera einer Fernsehanstalt Personen vor die Kamera holt, kann die wirkliche Stimmung nicht leicht nachvollziehen. Dieses Video zeigt von „innen“, was sich da tatsächlich abspielte.

Resumee: Eine durchaus friedliche, riesige  Menschenmenge machte sich „Sorgen“! Und das zu Recht. Denn was Politiker und auch die von ihnen meist einseitig informierten Medien zu dem Problem von sich gaben, muß die „Betroffenen“ einfach verunsichern.

Denn eigentlich sind es nur die ungewöhnliche  Durchführung der Gesetzgebung und einige zu schnell in den Gesetzesantrag geschriebene Regeln, die diese Problematik jetzt vielleicht zu einem „Riesenproblem“ werden läßt. Denn einfach ohne Hinweise auch die Frage der Sonntagarbeit einzubinden (nur die Bischöfe reagierten) und dazu „Freiwilligkeit“ zu versprechen (wozu dann überhaupt ein Gesetz, denn beiderseitige Freiwilligkeit braucht keine Legislative) ging da doch etwas zu weit.

Andererseits wollen die Bürgerinnen und Bürger in Österreich lieber einen Kompromiß als eine schlechte „Einbahn“ Regelung. Die Worte der meisten Redner war zwar hart, aber nirgends klang heraus, daß man nicht an einer gemeinsamen Lösung mitarbeiten wolle. Noch ist nichts verloren, aber die 80.000 haben durchaus ein „starkes Zeichen“ gesetzt.

Aber es wird auch zeigen, wie Politik in Österreich nun ablaufen wird.
Eigentlich haben sich „leider Alle“ unnötigerweise in ein verhältnismäßig einfaches „Thema“ verbissen. Die „Türkisen“ können  aus „parteitaktischen Gründen“ jetzt schwer zurück, und auch die „Roten“ können aus Gründen der „Mobilisierung der Massen“ jetzt schwer nachgeben.
Schade, denn schon wurden ja einige „Unbedachtheiten“ aus dem Entwurf entfernt, es wäre möglich gewesen,  hier eine gemeinsame Lösung zu finden.

Die „Jungen“ wissen noch nicht, wie katastrophal sich  Streiks und „Kampfmaßnahmen“ auswirken können, wenn man diese wichtigen Rechte zu rasch einsetzt. Die Debatten im Nationalrat und Bundesrat sollten  daher mit größter Verantwortung für Österreich geführt werden.
Macht`s was g`scheits !