.. sag mir wo die Blumen

sind,  wo sind sie geblieben ! So sang Ute Lemper 2017 in Wien, um den Menschen näherzubringen, aus der Geschichte zu lernen:

Aber auch die Verantwortlichen in Waidhofen sollten sich an Dinge erinnern, die einst einfach zum Stadtbild gehörten – z.B. die Blumen am Brunnen … wo sind sie geblieben ?
Brunnen mit Forellen und Blumen
Der Brunnen war einst ein beliebtes „Fotomotiv“ – heute gibt es zwar dank Bürgermeister Krammer wieder Forellen  im Brunnen, aber zu einem lieblichen Brunnen gehören im Sommer eben auch Blumen:
blumen Brunnen
Es grünt so grün zwar in Waidhofen, aber das wuchernde „Granitpflastergras“ ist doch etwas „mikrig“!

Fotos vom 31. Juli 2018 am Oberen Stadtplatz, Ölberggasse, Erbgasserl  und Hoher Markt.

Warum sprießt eigentlich zwischen Granitpflasterungen das Unkraut?

Waidhofen hat sich entschlossen, auf öffentlichen Gut auf „Glyphosat“ zu verzichten. Eine gute Idee, wenngleich Glyphosat weiter auf Feldern und Äckern für die Nahrungsmittelerzeugung  verwendet werden darf.
Aber ohne „Glyphosat“ wächst eben  auch das Gras im Natursteinpflaster.

Und das geht so: Die unterschiedlichen Tages- und Nachttemperaturen machen die Pflastersteine aus Granit  zu „Luftfeuchtigkeitssammlern“. Und diese Feuchtigkeit geben sie dann wieder an ihre Umgebung ab. Während die Böden der Bauern austrocknen, hält sich in Pflastersteinen eine gewisse Feuchtigkeit, welche sich auch ohne Regen immer wieder neu entwickelt.
Also kein Naturwunder dieses Gras im Pflaster.

Aber das Ganze hat auch noch einen negativen Hacken. Die Wurzeln dieses Unkrautes dringen sogar unter die Pflastersteine vor und so gelangt  bei Regen das Wasser über die Wurzeln auch unter die Pflastersteine vor. Wenn dann Winter ist, gefriert dieses Wasser und zerstört die Pflasterung auch von unten her. Alles längst bekannt, aber viele wollen das nicht wahr haben und pflastern weiter ihre Städte mit Granit zu.

Aber irgendwo müssen ja die Blumen sein.
Und wer mit offenen Augen durch die Stadt geht, findet sie auch. Z.B. bei der „neuen Mauer – Potestanlage im Schwarzbach“ bei der schwarzen Kuchl.
Dort wurde zur  Landesausstellung ein teurer Kindererlebnisplatz errichtet, mit einer „Goldwaschanlage“  und so. Da die Kinder aber dort einfach nicht spielen wollten (was vorauszusehen war) wurde das „Erlebnis“ nun entfernt und „neu gestaltet“!
Und da sind dann auch die schönen Blumen in Ihren großen Vasen zu sehen.

Rothschildschloss neues Podest

Rothschildschlosss Blumen Podest nahe

Rothschildschloss neue Platte mit Blumen