Eisenbahn N.Ö. Politik

Tipp für Pendler !

Das Land NÖ, gemeinsam mit der Stadt Waidhofen / Ybbs, sieht auch  die Vorteile eines „Verkehrsknotenpunkt“ Gstadt. So steht  am Parkplatz beim Kreisverkehr Gstadt ein sogenanntes Park+Drive Parkplatzschild.

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Damit sollen Ybbstaler Autofahrer dazu gebracht werden, mehr für die Umwelt zu tun, an`s eigene Börsel zu denken und weniger Verkehr auf den Straßen zu verursachen.   ***************  Damit wird aber leider auch der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel in diesem Bereich verschlechtert, denn die Parkplätze sind eben  für „Fahrgemeinschaften“ reserviert.

Noch besser wäre es aber, von Gstadt weg mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterzufahren. Denn von Gstadt gibt es viele Möglichkeiten z.B. per Citybahn  direkt und garantiert pünktlich zum Anschluß zum Hauptbahnhof Waidhofen / Y zu kommen. Es geht stündlich von Gstadt zum Hauptbahnhof und dann von dort per „großer Eisenbahn“  nach Amstetten und weiter etwa nach Salzburg oder  nach Wien. Viele wissen vielleicht nicht, daß die Citybahn an Werktagen 14 x diese Strecke in jede Richtung fährt, also täglich bis zu 28 Fahrten absolviert.

Hier in Gstadt zu parken und dann mit der Citybahn weiterzufahren wäre noch besser für die Umwelt und würde noch weniger Verkehr auf der Straße lassen. Besser als mit einem Auto weiterzufahren, wie es  hier Land NÖ. und die Stadt Waidhofen/Ybbs vorschlagen.

Bisher unterstützte das Land NÖ. ja eher Park & Ride, also den direkten Umstieg vom Auto auf die „Öffentlichen“
http://www.noe.gv.at/noe/Autofahren/Park_and_Ride.html 
…. warum das in Gstadt nicht so gehandhabt wird, wird der zuständige Landesrat in NÖ sicher erklären können.

Aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, denn damit beweisen Land NÖ und Stadt Waidhofen / Ybbs, daß sie sich  auch Gedanken machen – über die Verkehrssituation Gstadt mit Weiterfahrt Richtung Waidhofen.
Der Straßenverkehr durch das Nadelöhr Waidhofen / Ybbs muß in Zukunft stark reduziert werden, das ist sicher ein Zukunftsanspruch von allen Verkerhsplanern. .

Dieser  Park+Drive Parkplatz ist daher das „Symbol des Umdenkens“
wenn auch vorerst nur ein halber Schritt. Aber es gibt ja längst die Ideen für einen echten Verkehrsknotenpunkt vor den Toren der Stadt – siehe weiter unten.

Echt umweltfreundlich wäre es erst, wenn die Citybahn von Gstadt nach Waidhofen mit einem Akkuzug betrieben würde. Das Konzept liegt seit 2014 vor.
AKKU-Citybahn-Konzept
Technisch ist inzwischen alles auf Schiene, und die EU macht die Finanzierung solcher umweltschonender Technik jetzt sehr leicht möglich. Holen wir uns doch das „angebotene Geld aus Brüssel“, dort wissen sie ja schon von der „Citybahn von Gstadt nach Waidhofen“ als Vorzeigebeispiel für ein CO2 freies öffentliches Schienenverkehrsmittel – auch ohne Oberleitung.

https://www.zeit.de/politik/2019-12/eu-kommission-klimaschutz-green-deal-ursula-von-der-leyen

Daher ist nun  der richtige Zeitpunkt gekommen –
neue Schritte in der CO2 freien Mobilität bei den ÖFFIS zu setzen. Die Citybahn Waidhofen hat alle Möglichkeiten, die neuen Überlegungen der EU Vorgaben rasch umzusetzen.


Zukunft CO2 frei 12. Dez. 2019

Karl Piaty sen. kennt die Insiderstrukturen im EU Parlament, auch einige  Kommissionspräsidenten waren Diskussionspartner von ihm.
Jaques Santer war einst ein besonders einflußreicher Kommissionspräsident, hier gemeinsam mit Piaty im EU Parlament in Brüssel.
Ist natürlich schon länger aus.EU Parlament Präsident Jaques Santer und Karl Piaty

Jean Claude Juncker bekam erst vor etwas mehr als einem Jahr   persönlich die obligatorischen „Piaty Wuchteln“:
https://piaty.blog/2018/10/04/buergerdialog-mit-juncker/

Und was sagen der Koalitionsverhandler Werner Kogler und die neuen EU Abgeordneten zum Thema Eisenbahn ?  Landesrat Ludwig Schleritzko ist sehr mutig, wenn er sich den neuen Entwicklungen am Eisenbahnsektor als einziger Politiker aktiv entgegenstellt und einen Teil der Bahnstrecke der Citybahn, durch die Landesgesellschaft NÖVOG,  öffentlich zum Verkauf anbieten läßtt.


https://www.youtube.com/watch?time_continue=1&v=EdMH55ggIP0&feature=emb_logo

https://www.youtube.com/watch?time_continue=55&v=02eDoDxJNq8&feature=emb_logo

Die Vorkommnisse bei der Ybbstalbahn sind gut bekannt, siehe Bilder mit MEP Othmar Karas. Bald wird auch die „Citybahn Waidhofen“ als Beispiel „ungebremster Zerstörung von Bahninfrastruktur“  vielen in Europa bekannt sein.

Von Seiten der Koalitionsverhandler zeigt dieses Foto von Karl Piaty sen. vom Februar  2019 die Vorgeschichte. Zur Zeit der Aufnahme waren Werner Kogler und Alma Zadic noch von 2 verschiedenen Parteien. Kogler (Grün) und Zadic (Jetzt) diskutierten damals zur EU – heute sitzen beide bei den Koalitionsverhandlungen am Tisch mit Sebastian Kurz. Daß hier der Rückbau von Schieneninfrastruktur (wie bei der Citybahn geplant) Zuspruch finden wird, ist eher unwahrscheinlich.
EU Wahldiskussion 2019

Eine sehr gute Darstellung der Situation zur Verkürzung der Citybahn macht derzeit seine Runden bei den politischen Parteien.
https://www.tips.at/nachrichten/waidhofen-ybbs/land-leute/463926-lesermeinung-zur-verkuerzung-der-citybahn-bis-zur-htl
vielhaber Wachauer (2)

Daß nun im NÖ Landtag am 12. Dezember 2019 nur mehr die ÖVP gegen eine sachliche Diskussion zum Thema ist, war für die Medien sehr aufschlußreich.
https://piaty.blog/2019/12/12/citybahn-im-noe-landtag/

Dazu der 1. Medienbericht:
https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/steyr/citybahn-vp-bestaetigte-im-landtag-verkuerzung;art68,3199934

Wer die Citybahn nicht kennt, der sollte sich das aktuelle Video dieser einzigartigen Eisenbahn ansehen. Schon jetzt eine der kürzesten,  im Regelverkehr betriebenen Eisenbahnstrecken Österreichs, würde sich eine weitere Verkürzung wohl für das „Buch der Rekorde“ eignen.

Die Citybahn in Waidhofen / Ybbs ist das letzte im Regelverkehr betriebene Teilstück der einst so wichtigen und legendären Ybbstalbahn von Waidhofen / Ybbs nach Lunz am See und Ybbsitz. Trotz eines eintimmigen Beschlusses des NÖ. Landtages im Jahre 2004, diese Bahn vollständig zu erhalten und sogar auszubauen, erfolgte nach und nach die Einstellung. Nun soll auch dieses letzte Teilstück (rund 6 km) auf nur mehr 3 Kilometer verkürzt werden. Da gerade der Endbahnhof Gstadt zu einer großen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs werden könnte, ist diese Verkürzung ein großes politisches Thema geworden. Alle Parteien wie SPÖ, GRÜNE, NEOS, FPÖ, FUFU usw. im Gemeinderat Waidhofen an der Ybbs als auch im NÖ Landtag sind für eine neurliche Diskussion, lediglich die ÖVP stellt sich in diesen Gremien quer. Die Ablehnung eines sehr sachlichen Antrages der GRÜNEB`N nur durch die ÖVP hat die „Karten neu gemischt“! Denn sowohl der Zeitgeist (Klimawandel) als auch die bundespolitischen Veränderungen (Grüne wieder im Nationalrat, vielleicht auch in einer neuen Bundesregierung) lassen die Citybahn (so klein sie auch ist) als Paradebeispiel für Umweltschutz und CO2 Freiheit im öffentlichen Schienenverkehr (auch ohne Oberleitung) darstellen.

Ybbstalbahn – historisch und aktuell 2019

 

 

 

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